Überraschende Autorenwahl für „Paddington 4“: Armando Iannucci und Simon Blackwell schreiben das Drehbuch
- Toni Schindele

- 27. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Der wohl höflichste Bär der Filmwelt bekommt für sein nächstes Abenteuer unerwartete Verstärkung. Hinter „Paddington 4“ stehen künftig zwei Autoren, die bislang eher für scharfzüngige Politsatiren als für Familienkino bekannt waren.

Mit seinem roten Hut, dem blauen Mantel und einer bemerkenswerten Vorliebe für Marmeladenbrote hat sich Paddington Bear längst weit über die Kinderbuchseiten von Michael Bond hinaus zu einer der prägenden Familienfilmfiguren der vergangenen Jahre entwickelt. Seit dem ersten „Paddington“-Film aus dem Jahr 2014 begeistert die Reihe mit einer Mischung aus britischem Humor, liebevoll-chaotischem Slapstick und überraschend emotionalen Zwischentönen ein generationsübergreifendes Publikum. Während aber die Fortsetzung „Paddington 2“ ebenfalls sehr gut ankam, fiel die Resonanz auf den dritten Ableger „Paddington in Peru“ zuletzt deutlich verhaltener aus.
Vom tollpatschigen Bären wollte sich StudioCanal aber deshalb nicht verabschieden: Auf der CinemaCon kündigte CEO Anna Marsh Anfang des Jahres bereits offiziell „Paddington 4“ an und sprach zunächst nur kryptisch von „weltbekannten Comedy-Autoren“. Inzwischen scheint klar zu sein, wen sie damit meinte. Wie das Branchenmagazin Variety berichtet, schreiben künftig Armando Iannucci und Simon Blackwell das Drehbuch für den vierten Film. Iannucci und Blackwell stehen seit Jahren für scharf formulierte Polit- und Gesellschaftssatire, oft geprägt von bissigem Dialogwitz und zynischer Komik. Gemeinsam arbeiteten sie unter anderem an „Veep“, „The Thick of It“ und „In the Loop“, dessen Drehbuch sogar für einen Oscar nominiert wurde.
Iannucci inszenierte später außerdem Filme wie „The Death of Stalin“ und „David Copperfield - Einmal Reichtum und zurück“. In jedem Fall wirkt ihre Verpflichtung für einen familienfreundlichen „Paddington 4“ bemerkenswert. Eine klassische Kinderfilm- oder Family-Entertainment-Vergangenheit bringen beide kaum mit. Welche Tonalität die Reihe dadurch künftig einschlagen könnte, bleibt offen. Paul King und Simon Farnaby, die die ersten Filme maßgeblich geprägt hatten, sollen gar nicht beteiligt sein. Laut Variety wird derzeit ein Kinostart im Jahr 2028 angepeilt. Zudem soll mit Dougal Wilson erneut der Regisseur von „Paddington in Peru“ die Inszenierung übernehmen.





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