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Kein gewöhnlicher Rache-Film: Kritik zu Emerald Fennells „Promising Young Woman“

Cassandra ist eine verführerische gut aussehende junge Medizinstudentin. Doch als ihre beste Freundin Nina Selbstmord begeht, ändert sich für Cassie alles. Sie bricht ihr Medizinstudium ab und arbeitet fortan in einem kleinen Café. Jedes Wochenende geht Cassandra in einen Club und stellt sich sturzbesoffen und jede Woche kommt dann ein scheinbar netter Mann und schleppt sie ab...


Wenn dann die scheinbar netten Männer die „hilflose“ Cassie sexuell ausnutzen wollen, gibt sie ihre Nüchternheit zu erkennen und erteilt den Männern eine Lehre, die sie so schnell nicht vergessen werden...


Doch als Cassie Ryan begegnet, einem früheren Studienkameraden und jetzigem Kinderarzt, der mit dem tragischen Schicksal von Nina verbunden ist, beginnt für Cassie ein bittersüßer Rachezug...


Emerald Fennells erzählt in ihrem Spielfilmdebüt „Promising Young Woman“ eine sehr kreative, wendungsreiche Geschichte, die gespickt mit schwarzem Humor einen gnadenlosen Rachezug thematisiert, die mit ihrer Thematik der Gleichberechtigung und sexualisierter Gewalt genau den Nerv der Zeit trifft!


Hinzu kommt eine Carey Mulligan die in der Rolle der Cassie vollkommen aufgeht und das Trauma in Person verkörpert. Vielschichtig und recht ambivalent gelingt Carey Mulligan eine wahrlich beeindruckende Darstellung!


Bildnachweis: IMAGO / ZUMA Press



Auch ist die Figur nicht eindimensional, sondern eigentlich die Verkörperung von ganz vielen Frauen auf einmal...


Im Finale traut sich Emerald Fennell, die Geschichte unkonventionell in einem intensiven Schlussakt enden zu lassen. So ist das Finale sicherlich eine kontroverse Umsetzung, doch das ist eigentlich der ganze Film.


Fazit:

Kein gewöhnlicher Rachefilm - nein - „Promising Young Woman“ definiert das Genre neu, spricht wichtige Themen unserer Zeit an und ist ein außergewöhnliches Filmerlebnis!


9 von 10 Punkten

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