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Kritik zu "Cruella": Lohnt sich der Aufpreis von 21,99 Euro?

Nachdem die böse Fee aus „Dornröschen“ zuletzt in insgesamt zwei „Maleficent“-Filmen ihre Origin-Story erzählen durfte, wurde nun ein Film über die Schurkin „Cruella de Vil“ aus „101 Dalmatiner“ gedreht. Nach Angelina Jolies böser Fee, ist seit dem 28. Mai Emma Stone als „Cruella“ auf Disney Plus zu sehen.

Statt die Geschichte um die 101 Dalmatiner aus neuer Perspektive zu erzählen, setzt der Film im London der 1970er Jahre mitten in der Punkrock-Revolution an. Mit kreativer, teils extravaganter Erscheinung versucht sich in dieser Zeit die Trickbetrügerin „Estella“ hochzuarbeiten. Gemeinsam mit zwei Dieben stiehlt sie sich durch die Londoner Gassen, doch dann fallen ihre Designs der „Baroness von Hellman“ auf...


Doch ihre Begegnung verläuft ganz anders als geplant und „Estella“ wandelt sich zur gefürchteten „Cruella de Vil“, die Rache schwört...

Bildnachweis: Alle Rechte unterliegen Disney. Der Film Journalist ist im Presseserver

von Disney registriert.


Regisseur Craig Gillespie wollte in „Cruella“ den Fokus auf die Popkulturikone legen und inszeniert mit aufwendigen Schauplätzen und einer visuell beeindruckenden Darstellung von London im 19. Jahrhundert. Außerdem stechen die exquisiten Kostüme hervor, weshalb „Cruella“ sicherlich ein Favorit in der Kategorie der besten Kostüme bei den Academy Awards 2022 sein wird. Aber auch der Soundtrack und das Make-up sind äußerst gelungen. Doch das Beeindruckendste ist „Cruella“ selbst, bzw. die Interpretation von Oscarpreisträgerin-Emma Stone. Denn sie geht in der Rolle voll auf und ihre Gestik und Mimik ist beeindruckend. Außerdem gelingt es ihr, perfekt die Tonalität von der „Estella“ zur „Cruella“ zu verändern. Die ebenfalls Oscarpreisträgerin-Emma Thompson beeindruckt als diabolische „Baroness von Hellman“, die durchaus an den Film „Der Teufel trägt Prada“ erinnert...


Doch mindestens genauso viel Spaß haben Cruellas Handlanger gemacht und die waren auch topbesetzt: „Game of Thrones“-Star Joel Fry und Paul Walter Hauser (Der Fall Richard Jewell) rocken ihre Rollen als loyale Handlanger...

Bildnachweis: Alle Rechte unterliegen Disney. Der Film Journalist ist im Presseserver

von Disney registriert.


Was dem Film jedoch nicht gelingt, ist die Verbindung zu „101 Dalmatiner“. Denn die uns in „Cruella“ gezeigte „Cruella“ ist nicht die „Cruella de Vil“ aus „101 Dalmatiner“. Und so sind die vielen Easter-Eggs und Anspielungen auf „101 Dalmatiner“ zwar sehr spaßig, aber wollen doch letztlich nicht zum Film passen. Denn hier ist man einer ganz neuen Idee gefolgt!


FAZIT:

Trotz einiger Parallelen zu „Harley Quinn“ und „Der Teufel trägt Prada“ sticht „Cruella“ hervor und kann vor allem durch die Kostüme, die Sets und die großartigen Schauspieler glänzen. Nachdem Live-Action-Filme eigentlich kein gutes Licht genießen, kann sich „Cruella“ auf jeden Fall sehen lassen!

7 von 10 Sternen

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