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Kritik zu "Mortal Kombat": Richtig gute Action, viel Blut, dafür wenig Handlung...

Aktualisiert: 17. Mai

Der Film beginnt im 17. Jahrhundert in Japan, als der Krieger Bi-Han gemeinsam mit den Kriegern der Lin Kuei das Anwesen von Hanzo Hasashi angreift. Hanzo tötet zwar die Angreifer, doch seine Frau und sein Sohn kommen dabei mit uns leben. Als er schließlich Bi-Han zum Kampf stellt, unterliegt er, stirbt und seine Seele wird zum Netherreich verdammt. Doch seine Blutlinie ist noch nicht vernichtet. Denn Hanzos Frau konnte noch ihre Tochter in Sicherheit bringen. Der Gott des Donners - Raiden - holt sie aus ihrem Versteck und erhält die Blutlinie aufrecht.


Dann springt die Geschichte in die Gegenwart zum nun lebenden Nachfahren von Hanzo: Cole Young ist ein junger Mann ,der sich sein Geld in MMA-Kämpfen verdient. Doch plötzlich verändert sich sein Leben, als eines Tages der Cryomancer Sub-Zero auftaucht. Dieser kommt von der sogenannten „Outworld“ und hat den Auftrag, ihn umzubringen. Er entkommt ihm zunächst und bringt seine Familie erstmal in Sicherheit. Dann begibt er sich auf die Suche nach Sonya Blade, die ihm mehr über den frostigen Kämpfer sagen soll. Er findet sie und mit ihr Kano, der genauso wie er - Cole Young - ein ominöses, kreisförmiges Mal trägt. Dieses Mal kennzeichnet die wenigen Auserwählten, die die Champions der Erde bilden. Sie sammeln sich im Tempel von Lord Raiden, um sich vorzubereiten auf den alles entscheidenden Kampf um das Universum. Denn das Reich der Außenwelt hat bereits die Champions der Erde in neun von zehn dieser Turniere besiegt. Diese sind als „Mortal Kombat“ bekannt.


Während sie dort ihre Arkana suchen, eine mächtige Macht, die in jedem der Auserwählten schlummert, greift Shang Tsung, der Herrscher der Outworld, an. Er will nicht auf das Duell warten und die Auserwählten gleich zuvor umbringen: Um seine Familie beschützen zu können, muss Cole Young seine Arkana entfalten, doch die Zeit drängt...

„Mortal Kombat“ beginnt gleich heftigst brutal, und von Anfang bis zum Schluss erzählt der Film seine Geschichte sehr blutig. Es spritzt wirklich sehr viel Blut und dabei sehen Actionszenen sehen auch sehr gut aus.


Bildnachweis:

© 2021 Warner Bros. Entertainment Inc.



Sehr brutal und gut choreografiert sind die Kämpfe wirklich gut gelungen. Das war es auch, worauf der australische Regisseur Simon McQuoid Wert legte. Man wollte den Film dreckig und actionreich darstellen. Gerade im blutreichen Beginn kommt das zum Tragen. Bildgewaltig beginnt die Geschichte damit, eine recht facettenreiche Geschichte anzudeuten.

Doch mit dem Sprung in die Gegenwart löst sich der interessante Beginn recht schnell auf, und der Film beschränkt sich auf eine sehr kleine, kurze Prämisse. So gibt es eine so dünne Handlung, dass der Film von nun an nur noch durch die Actionszenen funktioniert. Was für eine Verfilmung eines Videospiels funktionieren könnte, wenn der Film nicht weiter versuchen würde, seine dünne Handlung als vielschichtige Geschichte zu verkaufen. Und bis auf einen Kampf mit dem vierarmigen Goro, der wirklich peinlich schlecht umgesetzt wurde, sehen diese sehr gut aus. Gerade wenn die Superkräfte aka die Arkana entfaltet werden, gibt es viele sehr sehr gut umgesetzte Kämpfe, die dabei immer noch brutalst bleiben.


Die Geschichte wird durch die extravaganten, ambivalenten Charaktere getragen, wie zum Beispiel Kano. Die eigentliche Hauptfigur Cole Young entstammt nicht der Videospielreihe, auf der dieser Film basiert, und die Figur funktioniert auch nur als eine Rolle, die den Zuschauer in die Welt einführt. Eine Rolle, der alles erklärt wird, damit der Zuschauer im Bilde ist. Mehr Funktion hat man der Figur kaum gegeben. Cole Young ist ein überaus blasser Held, der keinesfalls einen Film tragen kann.


Dabei geben viele der Erklärungen wenig Sinn, und der Film beginnt sich trotz der eigentlich kurzweiligen Handlung zu ziehen. Grund dafür sind die grauenhaft nichtssagenden Dialoge.

Der Film ist aber optisch sehr gelungen: Tolle Settings und schöne Kulissen. Gerade die Kostüme sehen wirklich recht ästhetisch aus.


Schlussendlich kann man sagen, dass der Film sicherlich Fans der Videospiele begeistern kann, und Fans von hochwertig produziertem Trash-Kino werden sicher auch auf ihre Kosten kommen. Doch einen wirklich guten Film wird man nicht gesehen haben!


Fazit:

Optisch sieht der Film gut aus, inhaltlich ist er jedoch sehr ausbaufähig. Sollte ein „Mortal Kombat 2“ kommen, wäre eine etwas stringentere Handlung besser.

4 von 10 Punkten

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