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Nach „Die Odyssee“: Christopher Nolans nächster Film kommt frühestens 2029

  • Autorenbild: Toni Schindele
    Toni Schindele
  • 19. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Mit „Die Odyssee“ hat Christopher Nolan die bislang größte Produktion seiner Karriere hinter sich gebracht. Nach 91 Drehtagen in sechs Ländern gönnt er sich nun offenbar eine Atempause: Mit seinem nächsten Film rechnet der Regisseur frühestens 2029.


Christopher Nolan spricht bei einer Veranstaltung auf einer Bühne in ein Handmikrofon und gestikuliert mit der rechten Hand. Im Hintergrund ist unscharf eine weitere Person vor einer großen Leinwand zu sehen.
Bildnachweis: © 2026 Getty Images

Wer nach „Die Odyssee“ bereits auf Christopher Nolans nächsten Film wartet, muss sich gedulden. Auf die Frage in der NBC-Morgensendung „Today“, ob sein nächstes Werk wieder in drei Jahren erscheine, antwortete der Regisseur: „Oh, mindestens.“ Ein neuer Film ist bislang nicht bekannt und nach dem Kraftakt seiner jüngsten Produktion überrascht das kaum. „Ich bin definitiv an die Grenzen meiner eigenen Ausdauer und, glaube ich, auch an die aller anderen gestoßen“, sagte Nolan in derselben Sendung über die Dreharbeiten. Für Nolan lag gerade darin ein Teil des Anspruchs: „Wir würden bei der Verfilmung von ‚Die Odyssee‘ unsere Arbeit nicht richtig machen, wenn sie nicht schwierig erschiene.“


Und schwierig war sie: Die 91 Drehtage verteilten sich über ein halbes Jahr und sechs Länder. Für die auf rund 250 Millionen US-Dollar geschätzte Produktion wechselte das Team zwischen offener See, kargen Gebirgen und eisigen Landschaften. Einige Schauplätze lagen so abgelegen, dass sie nur per Hubschrauber oder zu Fuß erreichbar waren; allein zur Festungsruine auf der sizilianischen Insel Favignana musste das Team täglich 45 Minuten bergauf steigen. Auch Nolan selbst geriet bei „Die Odyssee“ an einen Punkt, den er aus früheren Produktionen kaum kannte. Gegenüber dem Guardian erklärte er, zeitweise habe er das Gefühl gehabt, sich „womöglich mehr vorgenommen zu haben, als ich bewältigen konnte“.


Dass Nolan ein solches Wagnis überhaupt eingehen konnte, ist das Ergebnis einer fast drei Jahrzehnte langen Entwicklung. Sein Schwarz-Weiß-Spielfilmdebüt „Following“ entstand 1998 noch mit äußerst begrenzten Mitteln, „Memento“ brachte ihm zwei Jahre später den internationalen Durchbruch. Nach „Insomnia“ und der „The Dark Knight“-Trilogie nutzte er seine wachsende Stellung in Hollywood zunehmend für Filme, die weder auf Fortsetzungen noch auf bekannten Marken beruhten. „Inception“ machte ein verschachteltes Gedankenspiel zum Sommerblockbuster, „Interstellar“ führte ins Weltall, „Dunkirk“ mitten in den Krieg und „Tenet“ durch eine rückwärtslaufende Zeit. Von einem längeren Rückzug spricht Nolan dennoch nicht. Seit „Interstellar“ erscheinen seine Filme nahezu im Dreijahrestakt. Gewicht erhält seine Antwort daher vor allem durch ein Wort: „mindestens“.


Im Gespräch mit dem Guardian sagte Nolan, nach der Veröffentlichung wolle er zunächst „eine kleine Pause“ einlegen und endlich wieder eine Phase erleben, in der er nichts zu tun habe. Lange hält er diesen Zustand offenbar selten aus. Er selbst räumte ein, schnell gelangweilt und unruhig zu werden. Emma Thomas zufolge zeigen sich meist nach ungefähr einer Woche die ersten Anzeichen dafür, dass er sich wieder einer Aufgabe zuwenden möchte. Die eigentliche Frage ist deshalb wohl nicht, ob Nolan zurückkehrt – sondern welcher Stoff ihn als Nächstes so sehr packt, dass aus der Pause wieder ein Film wird. An den nötigen Möglichkeiten dürfte es ihm jedenfalls kaum fehlen. „Die Odyssee“ nahm am Freitag einschließlich der Einnahmen aus den Voraufführungen rund 51,2 Millionen Dollar in Nordamerika ein. Nach aktuellen Hochrechnungen von Deadline könnte der Film sein erstes Wochenende mit weltweit rund 257,8 Millionen Dollar abschließen.

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