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Schwere Vorwürfe gegen die vierte Staffel von „Stranger Things“: Wird der Holocaust verharmlost?

Vor wenigen Wochen ist das Staffelfinale der neuen Staffel von „Stranger Things“ auf Streaming-Anbieter Netflix gestartet und nun gibt es den harten Vorwurf, dass die vierte Staffel den Holocaust verharmlosen würde...


Die „Jews and Rroma Against Bigotry“, bestehend aus Juden, Jüdinnen und Roma, die sich gegen den Fanatismus einsetzten wollen, haben eine Petition gegen den Netflix-Hit erstellt. Denn während der vierten Staffel wurde im Lukiškės-Gefängnis in Litauen gedreht, in einer Gegend, in der einst das Massaker von Ponary stattfand. In den Jahren zwischen 1941 und 1944 nutzen die Nationalsozialisten das Gefängnis, in dem sie tausende von Menschen einsperrten und dann kollektiv ermordeten, darunter Roma, Juden und politische Gefangene. Über Hunderttausend Menschen wurden während dieser Zeit im Wald von Ponary erschossen. Fast die komplette jüdische Bevölkerung wurde damals in Litauen ausgelöscht...

Bildnachweis: Courtesy of Netflix


In der Geschichte der vierten Staffel wurde der Ort zu einem russischen Gefängnis, in welchem Hopper gefangen und gefoltert wurde. Der Grund der Empörung war jedoch, dass Streaming-Dienst Netflix gemeinsam mit der Tourismus-Agentur der nicht weit entfernten Stadt Vilnius und Airbnb ein bizarres Angebot im ehemaligen Gefängnis aufzog...

Für 107 Euro wurde eine Übernachtung angeboten, für welche Zellen im Stile der Serie hergerichtet wurden. Auch eine Führung durch das Gelände wäre inbegriffen gewesen. Es kam aber nicht dazu, denn die geplante Veröffentlichung fand nicht wie geplant am 4. Juli 2022 statt. Erst Wochen darauf wurde bekanntgegeben, dass diese Erlebnissnacht nicht kommen wird.


Ein weiteres Ereignis, was schwer aufstieß, war, dass sich Fans Nummern auf den Unterarm stechen lassen haben und das auf Anregung von Streaming-Anbieter Netflix. Schließlich tragen Eleven und die anderen Kinder im Gefängnis solche Nummern auf dem Arm, doch dies trugen auch die Gefangenen der Nazis. Der offizielle Instagram-Kanal von „Stranger Things“ feierte jedoch die Tatoo-Aktion in ihrer Instagram-Story.


Bildnachweis: Courtesy of Netflix


All dies führte dazu, dass sich die „Jews and Rroma Against Bigotry“ entschlossen, die Petition gegen die Serie aufzusetzen. Insgesamt stellten sie in ihrem Schreiben drei Forderungen und knapp 60.000 Unterschriften unterstützen die Petition. Die erste ist, dass all das mit der vierten Staffel eingenommene Geld an Roma- und Juden-Gemeinden gespendet werden soll. Die zweite Forderung ist, dass sich Netflix, die Macher der Serie „Stranger Things“ und Airbnb öffentlich entschuldigen sollen. Die dritte Forderung ist vermutlich bereits erfüllt, denn diese will die sofortige Schließung der Erlebnissnacht im Lukiškės-Gefängnis.


Netflix hat sich zu den Vorwürfen bisher noch nicht geäußert und auf Nachfrage von Filmstarts heißt es, dass sich der Streaming-Anbieter nicht äußern wird.

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