Sean Penn erklärt seine Oscar-Abwesenheit: Deshalb konnte er die Verleihung erstmals genießen
- Toni Schindele

- 7. Juni
- 2 Min. Lesezeit
Als Sean Penn bei den Oscars 2026 als bester Nebendarsteller ausgezeichnet wurde, blieb sein Platz im Dolby Theatre leer. Monate später hat der Schauspieler nun ausführlicher erklärt, warum er der Verleihung bewusst fernblieb.

Als Sean Penn im März bei den Oscars 2026 als bester Nebendarsteller für seine Rolle in „One Battle After Another“ ausgezeichnet wurde, war er nicht im Saal. Stattdessen nahm Kieran Culkin den Preis stellvertretend entgegen. „Sean Penn konnte heute Abend nicht hier sein … oder wollte nicht“, sagte Culkin bei der Verkündung des Gewinners. Nun hat der Schauspieler selbst genauer erläutert, weshalb er der Verleihung fernblieb – und warum er die Oscar-Nacht dadurch erstmals wirklich genießen konnte. Penn setzte sich in der Kategorie „Bester Nebendarsteller“ gegen seinen „One Battle After Another“-Kollegen Benicio Del Toro sowie Jacob Elordi für „Frankenstein“, Delroy Lindo für „Blood & Sinners“ und Stellan Skarsgård für „Sentimental Value“ durch.
Für Penn war es bereits der dritte Oscar seiner Karriere. Zuvor hatte er die Auszeichnung bereits für „Mystic River“ und „Milk“ gewonnen. Insgesamt war er sechsmal für einen Academy Award nominiert. Bereits während der Oscar-Verleihung war bekannt geworden, dass sich Penn nicht in den Vereinigten Staaten aufhielt. Laut einem damals veröffentlichten Bericht der New York Times befand er sich in der Ukraine. Demnach habe er bereits länger geplant gehabt, das Land zu besuchen. Kurz nach der Verleihung veröffentlichte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ein gemeinsames Foto mit Penn auf X und dankte ihm für seine anhaltende Unterstützung der Ukraine. Beim Tribeca Festival hat Penn nun weitere Hintergründe zu seiner Entscheidung offengelegt.
Während eines Bühnengesprächs mit der CNN-Moderatorin Kaitlan Collins am 5. Juni erklärte der Schauspieler, dass er seine ohnehin geplante Reise in die Ukraine bewusst auf den Zeitraum der Oscar-Verleihung gelegt habe. Die eigentliche Ursache sei jedoch nicht allein die Reise gewesen. Vielmehr sprach Penn offen über sein grundsätzlich schwieriges Verhältnis zu großen öffentlichen Veranstaltungen. „Diese Zeremonie war mir immer unangenehm“, sagte er laut USA Today. Weiter erklärte der Schauspieler, dass er inzwischen generell große Menschenansammlungen meide. „Jetzt gehe ich nirgendwo mehr hin, wenn mehr als acht Personen in einer Gruppe sind“, sagte Penn. Wenn man einen Abend mit vielen Menschen verbringe, bleibe für den Einzelnen kaum echte Zeit.
Alles darüber hinaus löse bei ihm „Angst und Schrecken“ aus. Nach eigenen Angaben hatte Penn Warner Bros. und sein Team von „One Battle After Another“ frühzeitig darüber informiert, dass er nicht an der Oscar-Gala teilnehmen werde. Die Reaktionen seien durchweg verständnisvoll gewesen. Seine Kollegen hätten gewusst, wie er zu solchen Veranstaltungen stehe, und die Entscheidung unterstützt. Penn sagte, alle Beteiligten seien der Auffassung gewesen, dass der Verzicht auf die Teilnahme für seine psychische Gesundheit die bessere Lösung sei. Gerade die räumliche Distanz habe jedoch auch zu einem unerwarteten Effekt geführt: „Nachdem ich bisher nur ein paar Mal Erleichterung verspürt hatte, war ich beim Zuschauen der Preisverleihung richtig aufgeregt“, sagte Penn. „Ich konnte die Oscarverleihung zum ersten Mal richtig genießen. Es war großartig.“





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