Yorgos Lanthimos überrascht mit ungewöhnlichen Worten zu seiner Zukunft: „Werde ich noch mehr Filme machen?“
- Toni Schindele

- 8. Juni
- 2 Min. Lesezeit
In den vergangenen Jahren veröffentlichte Yorgos Lanthimos nahezu ohne Unterbrechung einen Film nach dem anderen. Seit „Bugonia“ ist es jedoch ruhig um den Regisseur geworden. Nun hat der Grieche eine Wasserstandsmeldung zu seiner Zukunft gegeben.

Nach mehreren Jahren nahezu ohne Unterbrechung scheint Yorgos Lanthimos seine angekündigte kreative Auszeit konsequent fortzusetzen. Der beliebte Arthouse-Filmemacher hatte bereits im Oktober vergangenen Jahres erklärt, nach einer außergewöhnlich produktiven Phase eine Pause einlegen zu wollen. Damals erklärte er gegenüber Collider, dass die hohe Arbeitsbelastung der vergangenen Jahre Spuren hinterlassen habe. „Ich glaube, ich brauche eine Pause“, sagte Lanthimos damals. Zwar habe er bereits nach „Poor Things“ und „Kinds of Kindness“ über eine Auszeit nachgedacht, diese jedoch nie wirklich umgesetzt.
Der Regisseur begründete die ungewöhnlich hohe Schlagzahl seiner Projekte damit, dass sich fertige Drehbücher für ihn nur schwer aufschieben ließen. Während der langwierigen Postproduktion von „Poor Things“ entstand deshalb parallel „Kinds of Kindness“, während die Arbeiten an „Bugonia“ bereits Jahre zuvor begonnen hatten. Gegenüber Collider erklärte Lanthimos, er habe sich häufig selbst dazu gedrängt, unmittelbar nach dem Abschluss eines Films das nächste Projekt anzugehen. Irgendwann seien jedoch auch Motivation und Kraft erschöpft. „An diesem Punkt sind wir nun“, sagte er damals und kündigte an: „Sie können mich beim Wort nehmen. Ich werde eine kleine Pause machen.“
Mehr als sieben Monate später deutet auch wenig darauf hin, dass diese Pause bereits in absehbarer Zeit endet. In einem Interview mit der Financial Times sprach Lanthimos zwar vorrangig über seine fotografische Arbeit, äußerte sich jedoch auch indirekt zu seiner Zukunft als Filmemacher. Besonders aufhorchen lässt dabei folgende Aussage: „Werde ich noch mehr Filme machen? Ich weiß es nicht, wir werden sehen. Ich muss die Freude am Filmemachen wiederfinden. Ich möchte, dass es natürlich entsteht, statt mich selbst zu etwas zu zwingen.“





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