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Von vielen falsch verstanden worden: Ana de Armas verteidigt ihren Film „Blond“

Nachdem Andrew Dominiks Film „Blond“ rund zwei Jahre unter Verschluss war, kam im September das fiktionale Drama über Marilyn Monroe endlich auf Netflix heraus. Doch wirklich großes Publikumsinteresse konnte der Skandalfilm nicht auf sich ziehen und wurde ein Flop für den den Streaming-Dienst. Dabei sei der Film von vielen völlig falsch verstanden worden, wie Hauptdarstellerin Ana de Armas nun gegenüber Variety ausführte.

Bildnachweis: 1 – © Andreas Rentz / 2 – Netflix © 2022


Bereits vor über zehn Jahren begann Andrew Dominik mit seinem Projekt, den von Joyce Carol Oates verfassten Roman „Blond“, über das Leben von Marilyn Monroe zu verfilmen. Doch auch wenn er die folgenden Jahre an dem Projekt weiterarbeitete und selbst das Drehbuch verfasste, konnte lange kein Finanzier für den Film gefunden werden. Aber da Dominik immer wieder betonte, diesen Film unbedingt machen zu wollen, blieb er hartnäckig und 2016 bot ihm Netflix das nötige Produktionsbudget.

Zwei Jahre später fand Andrew Dominik nach langer Suche in der spanisch-kubanischen Schauspielerin Ana de Armas seine Hauptdarstellerin, der er bereits nach dem ersten Vorsprechen die Rolle zugesichert haben soll. In der Vorbereitung auf die Verkörperung der legendären, blonden Schauspielerin Marilyn Monroe, las Ana de Armas den Roman von Joyce Carol Oates, sah sich viele Filme, Fotos und Audioaufzeichnungen an und arbeitete rund ein Jahr mit einem Sprachtrainer zusammen, bevor im August 2019 die Dreharbeiten starteten.


Da der fertige Film allerdings bei den Netflix-Verantwortlichen negativ aufstieß und Dominiks „Blond“ für zu hart in der Darstellung von Marilyn Monroe gesehen wurde, strich man komplett die Veröffentlichung. In den vergangenen zwei Jahren gab es immer wieder Spekulationen und Gerüchte, doch von offizieller Seite wurden keine klaren Aussagen getroffen, ob und wann der Film herauskommen wird. Ende September kam der Skandalfilm endlich auf dem Streaming-Dienst heraus, doch das erhoffte Zuschauerinteresse konnte „Blond“ nicht auf sich ziehen.


Grund dafür könnten vernichtende Kritiken sein, die zum Start des Films den Skandalfilm zerrissen. Gerade durch die fiktionale, negative Perspektive auf Monroe, die die Hollywood-Ikone im Männer dominierten Hollywood keine glamouröse Traumfabrik erleben lässt, sondern einen Albtraum ohne Entrinnen. Kritiker stellten entgegen, dass Marilyn Monroe allerdings nicht nur Opfer war, nicht nur traurig und schwach. Denn blickt man auf die reale Biographie, so war die blonde Schauspielerin nicht nur naiv, hat sich in Hollywood auch hochgearbeitet und wurde Filmproduzentin.


Hauptdarstellerin Ana de Armas sprach nun im Variety-Format „Actors on Actors“ mit Eddie Redmayne über den Film „Blond“ und ihre Interpretation von Marilyn Monroe. Dabei erklärte sie, dass der Film von vielen falsch verstanden worden sei, gerade da „Blond“ nicht den Anspruch einer Dokumentation habe: „Ich denke, das ist es, was für das Publikum an dem Film schwer zu verstehen war; die emotionale Wahrheit ist in dem Film so stark, dass es schwer zu trennen ist, dass es sich nicht um ein Biopic handelt. Ich habe gehört `Du hast diesen Teil ihres Lebens verpasst´ und `Sie war nicht nur traurig oder deprimiert´. Ich weiß, aber wir erzählen diese Geschichte.“

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