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114 Filme aus 64 Ländern: FilmFest Hamburg stellt Programm für 2026 vor

Autorenbild: Toni Schindele
Toni Schindele
vor 11 Minuten
2 Min. Lesezeit

Das 34. FilmFest Hamburg hat sein offizielles Programm vorgestellt. Das Filmfestival, das in diesem Jahr vom 24. September bis 3. Oktober stattfindet, bringt 114 Filme aus 64 Ländern in die Hansestadt.


Gelbes Logo des FilmFest Hamburg auf schwarzem Hintergrund, darunter der Festivalzeitraum vom 24. September bis 3. Oktober 2026.
Bildnachweis: Grafik: Der Film Journalist / Logo: FilmFest Hamburg

Zehn Tage lang wird Hamburg Ende September wieder zum Treffpunkt für internationales Kino: Für seine 34. Ausgabe hat das FilmFest Hamburg nun das vollständige Programm vorgestellt. Zum Auftakt wurde in diesem Zuge „The Idiot(s)“ von Małgorzata Szumowska und Michał Englert angekündigt, den Schlusspunkt setzt Josef Kubota Wladykas „Ha-Chan, Shake Your Booty!“. Dazwischen spannt das FilmFest sein Programm über zehn Sektionen und drei wiederkehrende Motive: Freiheit, Verbundenheit und Neuanfang. Zum Programm gehören dabei nicht nur die Filme selbst, sondern auch zahlreiche prominente Gäste. Oscarpreisträgerin Helen Mirren erhält den Douglas Sirk Preis; Małgorzata Szumowska und Lukas Dhont rückt das Festival mit dem Programmformat „Filmmaker in Focus“ in den Mittelpunkt.


Außerdem werden unter anderem Cristian Mungiu, Andrey Zvyagintsev, Martin McDonagh, Wim Wenders, Petra Volpe und Emily Atef in Hamburg erwartet. Einige von ihnen bringen Filme mit, die ihre ersten großen Festivalerfolge bereits hinter sich haben: Cristian Mungius „Fjord“ gewann in diesem Jahr die Goldene Palme in Cannes und bringt Sebastian Stan und Renate Reinsve als rumänische Familie zusammen, deren Neuanfang in Norwegen schnell zur Frage wird, wo gesellschaftliche Toleranz endet und staatliche Einmischung beginnt. Auch Andrey Zvyagintsev meldet sich nach fast einem Jahrzehnt mit Auszeichnung zurück auf der großen Leinwand. Sein in Cannes mit dem Großen Preis der Jury prämierter „Minotaurus“ blickt als Thriller auf Macht, Korruption und das heutige Russland.


Martin McDonagh schlägt dagegen einen deutlich schwarzhumorigeren Ton an: In „Wild Horse Nine“ schickt er John Malkovich, Sam Rockwell und Steve Buscemi auf die Osterinsel, wo zwei CIA-Agenten in ein Geflecht aus Vergangenheit und Verschwörung geraten. Emily Atef bringt mit „Call Me Queen“ eine Weltpremiere über die Freundschaft einer alleinerziehenden Mutter und einer irischen Journalistin im Nairobi der 1990er-Jahre mit, Petra Volpe erzählt in „Frank & Louis“ von zwei Männern, die sich in einem US-Gefängnis über Fürsorge näherkommen. Und schließlich landet das Festival auch ganz unmittelbar vor der eigenen Haustür: Fatih Akins neuer Film „Geister“ spielt vor Hamburger Kulisse und lässt eine junge Liebe nach dem Tod seiner Protagonistin noch 40 Nächte lang in den Träumen ihres Partners weiterleben.


Für einige Filme im Hamburger Programm beginnt zugleich ein Weg, der im besten Fall bis nach Hollywood führt. Denn neben „Fjord“ für Rumänien und Lukas Dhonts „Coward“ für Belgien laufen mit „The Meltdown“ für Chile, „Dua“ für den Kosovo, „How to Divorce During the War“ für Litauen, „Possible Love“ für Südkorea und „Strawberries“ für Marokko mehrere nationale Einreichungen für den Oscar als bester internationaler Film im Programm. Der reguläre Vorverkauf für das FilmFest Hamburg beginnt am 10. September um 11 Uhr. Am 3. Oktober sind beim dritten „Tag des freien Eintritts“ 37 Filme in fünf Festivalkinos und neun „FilmFest ums Eck“-Kinos kostenlos zu sehen. Das komplette Programm ist auf der Webseite des FilmFest Hamburg abrufbar.

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