Die Gewinner der 98. Oscars im Überblick
- Toni Schindele

- 16. März
- 6 Min. Lesezeit
Hollywood hat erneut seine wichtigsten Filmpreise vergeben. Bei der 98. Verleihung der Academy Awards im Dolby Theatre in Los Angeles zeichnete die Academy of Motion Picture Arts and Sciences die aus ihrer Sicht herausragenden Filme und Leistungen des vergangenen Kinojahres aus.

Die Oscars gelten als bedeutendste Auszeichnung der internationalen Filmindustrie. Seit 1929 werden die Preise jährlich von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences vergeben, deren mehr als 11.000 Mitglieder aus allen Bereichen der Filmbranche über die Gewinner abstimmen. Die 98. Oscar-Verleihung fand am 15. März 2026 im Dolby Theatre in Hollywood statt und wurde erneut von US-Comedian Conan O’Brien moderiert, der mit satirischen Kommentaren über Filmbranche, Streamingdienste und aktuelle Ereignisse durch den Abend führte. Die wichtigste Auszeichnung des Abends, der Oscar für den besten Film, ging an „One Battle After Another“. Das Drama gewann außerdem in mehreren zentralen Kategorien, darunter für die beste Regie und das beste adaptierte Drehbuch für Paul Thomas Anderson sowie für den besten Nebendarsteller Sean Penn.
Anderson erhielt damit erstmals zwei Oscars nach zuvor bei elf Nominierungen leer ausging. Ebenfalls ausgezeichnet wurde der Film für den Schnitt durch Andy Jurgensen. Aber auch „Blood & Sinners“ erhielt mehrere wichtige Auszeichnungen, darunter für das beste Originaldrehbuch von Ryan Coogler, die beste Filmmusik von Ludwig Göransson, die beste Kamera von Autumn Durald Arkapaw sowie den Oscar für den besten Hauptdarsteller für Michael B. Jordan. Arkapaw schrieb dabei Oscar-Geschichte: Erstmals wurde eine Frau mit dem Preis für die beste Kamera ausgezeichnet. Bei den Darstellerpreisen setzte sich außerdem Jessie Buckley für ihre Rolle in „Hamnet“ als beste Hauptdarstellerin durch. Der Oscar für die beste Nebendarstellerin ging an Amy Madigan für „Weapons – Die Stunde des Verschwindens“.
In der Kategorie „Bester internationaler Film“ gewann „Sentimental Value“ aus Norwegen. Der Oscar für den besten Animationsfilm ging an „KPop Demon Hunters“, während der beste Song mit „Golden“ ebenfalls aus diesem Film stammt. Der Netflix-Film „Frankenstein“ erhielt Auszeichnungen für Kostümdesign, Make-up und Szenenbild. „Avatar: Fire and Ash“ gewann den Oscar für die besten visuellen Effekte, während „F1 – Der Film“ für den besten Ton ausgezeichnet wurde. Erstmals wurde bei der 98. Oscar-Verleihung zudem der Preis für „Bestes Casting“ vergeben. Die Premiere dieser neuen Kategorie gewann Cassandra Kulukundis für „One Battle After Another“.
In der Dokumentarfilm-Kategorie gewann „Mr. Nobody against Putin“, dessen Hauptfigur Pavel Talankin seine Dankesrede für einen politischen Appell nutzte: „Beendet all diese Kriege jetzt.“ Eine Seltenheit gab es zudem beim Oscar für den besten Kurzfilm, den „The Singers“ und „Two People Exchanging Saliva“ nach einem Stimmengleichstand gemeinsam erhielten. Die Academy erinnerte während der Gala auch an verstorbene Filmschaffende des vergangenen Jahres. In einer gesonderten Würdigung gedachte die Zeremonie dem im Dezember 2025 ermordeten Regisseur Rob Reiner, der mit Filmen wie „Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers“, „Harry und Sally“ und „Eine Frage der Ehre“ über Jahrzehnte hinweg das US-amerikanische Kino geprägt hatte.
Nachfolgend alle Oscar-Auszeichnungen in der Übersicht (Gewinner in grün):
In der Kategorie „Bester Film“:
„Bugonia“
„F1 - Der Film“
„Frankenstein“
„Hamnet“
„Marty Supreme“
„One Battle after Another“
„The Secret Agent“
„Sentimental Value“
„Blood & Sinners“
„Train Dreams“
In der Kategorie „Beste Regie“:
Chloé Zhao für „Hamnet“
Josh Safdie für „Marty Supreme“
Paul Thomas Anderson für „One Battle after Another“
Joachim Trier für „Sentimental Value“
Ryan Coogler für „Blood & Sinners“
In der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“:
Timothée Chalamet für „Marty Supreme“
Leonardo DiCaprio für „One Battle after Another“
Ethan Hawke für „Blue Moon“
Michael B. Jordan für „Blood & Sinners“
Wagner Moura für „The Secret Agent“
In der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“:
Jessie Buckley für „Hamnet“
Rose Byrne für „If I Had Legs I'd Kick You“
Kate Hudson für „Song Sung Blue“
Renate Reinsve für „Sentimental Value“
Emma Stone für „Bugonia“
In der Kategorie „Bester Nebendarsteller“:
Benicio Del Toro für „One Battle after Another“
Jacob Elordi für „Frankenstein“
Delroy Lindo für „Blood & Sinners“
Sean Penn für „One Battle after Another“
Stellan Skarsgård für „Sentimental Value“
In der Kategorie „Beste Nebendarstellerin“:
Elle Fanning für „Sentimental Value“
Inga Ibsdotter Lilleaas für „Sentimental Value“
Amy Madigan für „Weapons – Die Stunde des Verschwindens“
Wunmi Mosaku für „Blood & Sinners“
Teyana Taylor für „One Battle after Another“
In der Kategorie „Bestes Originaldrehbuch“:
Robert Kaplow für „Blue Moon“
Jafar Panahi, Nader Saïvar, Shadmehr Rastin und Mehdi Mahmoudian für „Ein Einfacher Unfall“
Ronald Bronstein und Josh Safdie für „Marty Supreme“
Eskil Vogt und Joachim Trier für „Sentimental Value“
Ryan Coogler für „Blood & Sinners“
In der Kategorie „Bestes adaptiertes Drehbuch“:
Will Tracy für „Bugonia“
Guillermo del Toro für „Frankenstein“
Chloé Zhao und Maggie O'Farrell für „Hamnet“
Paul Thomas Anderson für „One Battle after Another“
Clint Bentley und Greg Kwedar für „Train Dreams“
In der Kategorie „Beste Kamera“:
Dan Laustsen für „Frankenstein“
Darius Khondji für „Marty Supreme“
Michael Bauman für „One Battle after Another“
Autumn Durald Arkapaw für „Blood & Sinners“
Adolpho Veloso für „Train Dreams“
In der Kategorie „Bestes Casting“:
Nina Gold für „Hamnet“
Jennifer Venditti für „Marty Supreme“
Cassandra Kulukundis für „One Battle after Another“
Gabriel Domingues für „The Secret Agent“
Francine Maisler für „Blood & Sinners“
In der Kategorie „Beste Filmmusik“:
Jerskin Fendrix für „Bugonia“
Alexandre Desplat für „Frankenstein“
Max Richter für „Hamnet“
Jonny Greenwood für „One Battle after Another“
Ludwig Goransson für „Blood & Sinners“
In der Kategorie „Bester Filmsong“:
„Dear Me“ aus „Diane Warren: Relentless“ – Musik und Text: Diane Warren
„Golden“ aus „KPop Demon Hunters“ – Musik und Text: EJAE, Mark Sonnenblick, Joong Gyu Kwak, Yu Han Lee, Hee Dong Nam, Jeong Hoon Seon und Teddy Park
„"I Lied To You“ aus „Blood & Sinners“ – Musik und Text: Raphael Saadiq und Ludwig Goransson
„Sweet Dreams Of Joy“ aus „Viva Verdi!“ – Musik und Text: Nicholas Pike
„Train Dreams“ aus „Train Dreams“ – Musik und Text: Nick Cave and Bryce Dessner und Nick Cave
In der Kategorie „Bester Schnitt“:
Stephen Mirrione für „F1 - Der Film“
Ronald Bronstein und Josh Safdie für „Marty Supreme“
Andy Jurgensen für „One Battle after Another“
Olivier Bugge Coutté für „Sentimental Value“
Michael P. Shawver für „Blood & Sinners“
In der Kategorie „Bester Kurzfilm“:
„Butcher's Stain“
„A Friend of Dorothy“
„Jane Austen's Period Drama“
„The Singers“
„Two People Exchanging Saliva“
In der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“:
„The Alabama Solution“
„Come See Me in the Good Ligh“
„Cutting through Rocks“
„Mr. Nobody against Putin“
„The Perfect Neighbor“
In der Kategorie „Bester Dokumentar-Kurzfilm“:
„All the Empty Rooms“
„Armed Only with a Camera: The Life and Death of Brent Renaud“
„Children No More: "Were and Are Gone“
„The Devil Is Busy“
„Perfectly a Strangeness“
In der Kategorie „Bester animierter Kurzfilm“:
„Butterfly“
„Forevergreen“
„The Girl Who Cried Pearls“
„Retirement Plan“
„The Three Sisters“
In der Kategorie „Bester Animationsfilm“:
„Arco“
„Elio“
„KPop Demon Hunters“
„Little Amélie or The Character of Rain“
„Zoomania 2“
In der Kategorie „Bestes Kostümdesign“:
Deborah L. Scott für „Avatar: Fire and Ash“
Kate Hawley für „Frankenstein“
Malgosia Turzanska für „Hamnet“
Miyako Bellizzi für „Marty Supreme“
Ruth E. Carter für „Blood & Sinners“
In der Kategorie „Bestes Szenenbild“:
Tamara Deverell und Shane Vieau für „Frankenstein“
Fiona Crombie und Alice Felton für „Hamnet“
Jack Fisk und Adam Willis für „Marty Supreme“
Florencia Martin und Anthony Carlino für „One Battle after Another“
Hannah Beachler und Monique Champag für „Blood & Sinners“
In der Kategorie „Bestes Make-up und beste Frisuren“
Mike Hill, Jordan Samuel and Cliona Furey für „Frankenstein“
Kyoko Toyokawa, Naomi Hibino und Tadashi Nishimatsu für „Kokuho“
Ken Diaz, Mike Fontaine und Shunika Terry für „Blood & Sinners“
Kazu Hiro, Glen Griffin and Bjoern Rehbein für „The Smashing Machine“
Thomas Foldberg und Anne Cathrine Sauerberg für „The Ugly Stepsister“
In der Kategorie „Bester Ton“
Gareth John, Al Nelson, Gwendolyn Yates Whittle, Gary A. Rizzo und Juan Peralta für „F1 - Der Film“
Greg Chapman, Nathan Robitaille, Nelson Ferreira, Christian Cooke and Brad Zoern für „Frankenstein“
José Antonio García, Christopher Scarabosio und Tony Villaflor für „One Battle after Another“
Chris Welcker, Benjamin A. Burtt, Felipe Pacheco, Brandon Proctor und Steve Boeddeker für „Blood & Sinners“
Amanda Villavieja, Laia Casanovas and Yasmina Praderas für „Blood & Sinners“
In der Kategorie „Beste visuelle Effekte“:
Joe Letteri, Richard Baneham, Eric Saindon und Daniel Barrett für „Avatar: Fire and Ash“
Ryan Tudhope, Nicolas Chevallier, Robert Harrington und Keith Dawson für „F1“
David Vickery, Stephen Aplin, Charmaine Chan und Neil Corbould für „Jurassic World: Die Wiedergeburt“
Charlie Noble, David Zaretti, Russell Bowen und Brandon K. McLaughlin für „The Lost Bus“
Michael Ralla, Espen Nordahl, Guido Wolter und Donnie Dean für „Blood & Sinners“
In der Kategorie „Bester internationaler Film“:
„Ein Einfacher Unfall“ aus Frankreich
„The Secret Agent“ aus Brasilien
„Sentimental Value“ aus Norwegen
„Sirāt“ aus Spanien
„Die Stimme von Hind Rajab“ aus Tunesien





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