A Tribute To ... Award: Zurich Film Festival zeichnet Martin McDonagh aus

Martin McDonagh wird beim diesjährigen Zurich Film Festival für sein bisheriges Filmschaffen ausgezeichnet. Der irische Regisseur und Drehbuchautor erhält den A Tribute To ... Award und stellt in Zürich zugleich seinen neuen Film „Wild Horse Nine“ vor.

Für Martin McDonagh steht in Zürich diesmal mehr auf dem Programm als die Premiere seines neuen Films. Denn wie das Zurich Film Festival ankündigte, wird man den irischen Regisseur und Drehbuchautor mit dem A Tribute To ... Award ehren. Seit 2005 zeichnet das Festival damit Filmschaffende aus, deren Handschrift sich kaum mit einer anderen verwechseln lässt. Eine solche Handschrift entwickelte McDonagh schon früh in seiner noch vergleichsweise überschaubaren Filmografie. Seinen Einstand als Filmemacher gab McDonagh mit dem knapp dreißig Minuten langen Kurzfilm „Six Shooter“ über einen trauernden Witwer und eine zunehmend eskalierende Zugfahrt, für den er 2006 gleich einen Oscar gewann.
Zwei Jahre später folgte mit „Brügge sehen… und sterben?“ sein Langfilmdebüt, ehe er mit „7 Psychos“, „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ und „The Banshees of Inisherin“ seine Mischung aus schwarzem Humor, scharfen Dialogen und tragischen Abgründen weiter ausbaute. Auch im Langfilmformat blieb McDonagh bei den Oscars präsent: „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“ erhielt sieben Nominierungen, „The Banshees of Inisherin“ 2023 sogar neun. Und auch Zürich kennt ihn längst: Beide Filme liefen bereits bei früheren Ausgaben des Festivals. Nun kehrt McDonagh mit „Wild Horse Nine“ zurück. Die Geschichte seines fünften Langspielfilms spielt kurz vor dem Militärputsch in Chile 1973 und folgt den CIA-Agenten Chris und Lee, gespielt von John Malkovich und Sam Rockwell, die auf der Osterinsel gemeinsam mit ihrem Vorgesetzten MJ in ein Geflecht aus Vergangenheit und Verschwörungen geraten.
Im Rahmen der Gala-Premiere von „Wild Horse Nine“ wird McDonagh der A Tribute To ... Award verliehen. In der Begründung für die Auszeichnung hebt das Zurich Film Festival besonders McDonaghs inszenatorische Präzision hervor. ZFF-CEO Christian Jungen bezeichnet ihn in der Pressemitteilung als einen „der aufregendsten Autorenfilmer seiner Generation“ und verweist auf dessen künstlerisches „Fingerspitzengefühl für die Balance zwischen dem Absurden und dem Vertrauten“. Auch seine „komplexe, nuancierte Schauspielerführung“ gehöre zu den Merkmalen seines Stils. Sein neuer Film „Wild Horse Nine“ sei nach Jungens Einschätzung einer „der besten Filme der Saison“. Neben der Auszeichnung ist McDonagh beim Festival auch für ein ZFF Masters angekündigt, in dem er über seine Arbeit als Autor und Regisseur sprechen soll.





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