Dreharbeiten für neue ARD-Serie „Der Circus – Welt der Träume“ mit riesiger Kulisse gestartet

Für die neue ARD-Serie „Der Circus – Welt der Träume“ wird derzeit ein Stück Zirkusgeschichte wieder zum Leben erweckt. Vor der Kamera stehen unter anderem Laura Berlin, Heino Ferch und Brigitte Hobmeier.

Ein Zirkus vor dem Aus und eine junge Diebin auf der Suche nach einem Zufluchtsort: Davon erzählt die neue ARD-Serie „Der Circus – Welt der Träume“, die im München des frühen 20. Jahrhunderts spielt. Die sechs Folgen entstehen derzeit in Lettland, Litauen und Bayern; gedreht wird noch bis Mitte November 2026. Produziert wird die Serie von Dreamtool Entertainment im Auftrag von ARD Degeto Film und dem BR. Den historischen Hintergrund bilden die Anfangsjahre eines Münchner Zirkus, der später Weltruhm erlangen sollte. Die ARD nennt zwar keinen konkreten Namen, doch manches erinnert an die frühen Jahre des Circus Krone, der sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts in München etablierte und zu einem der bekanntesten Zirkusunternehmen Europas entwickelte.
Für diese vergangene Zirkuswelt entstand auf rund 20.000 Quadratmetern eine eigene historische Kulisse. Dort kreuzen sich die Wege von Pauline und Carl. Julia Novohradsky spielt Pauline, die sich als Diebin durchs Leben schlägt und von einem selbstbestimmten Leben in Neuseeland träumt. Nach einem gescheiterten Juwelenraub flieht sie vor der Polizei und landet bei der Menagerie Continental, einem Zirkus, der selbst in einer prekären Lage steckt. Carl, verkörpert von Rick Okon, hat als neuer Direktor der Menagerie mit seinem Erbe zunächst wenig vor: Er will das Unternehmen verkaufen. Doch dann beschließt er, den Zirkus neu zu erfinden – mit einem großen Zelt, elektrischem Licht, einem eigenen Orchester und dem festen Willen, dem Unternehmen eine Zukunft zu geben.
Carls Vorhaben bindet ihn jedoch an den von Heino Ferch gespielten Tierhändler Brockstätt, der diese Abhängigkeit bald nutzt, um ihn immer stärker unter Druck zu setzen. Während Carl sich der Löwenbändigerin Ida annähert, die von „Vikings: Valhalla“-Star Laura Berlin gespielt wird, findet Pauline im Zirkus zum ersten Mal so etwas wie ein Zuhause. Vor allem der von Diyar Agit gespielte Hochseilartist Camillo entwickelt sich für sie zu einer wichtigen Bezugsperson. Zum Ensemble zählen außerdem Leigh Gill, Johanna Bittenbinder, Michael A. Grimm, Vytautas Medineckas, Mina Tander, Francis Fulton-Smith, Sushila Sara Mai und Brigitte Hobmeier. Ulrich Tukur übernimmt eine Gastrolle. An der Umsetzung der Zirkusnummern ist zudem René Casselly beteiligt.
Der Artist und „Let’s Dance“-Gewinner entwickelt die Shownummern der Serie; daneben stehen professionelle Artisten gemeinsam mit dem Schauspielensemble vor der Kamera. Auch Elefanten, Löwen und andere Wildtiere gehören zur Zirkuswelt der Handlung – vor der Kamera stehen sie allerdings nicht. Wie die ARD mitteilt, wird bei den Dreharbeiten vollständig auf echte Wildtiere verzichtet. Die tierischen Auftritte entstehen stattdessen digital mithilfe von CGI und KI-gestützten Verfahren. Regie bei „Der Circus – Welt der Träume“ führt Sven Bohse, Simon X. Rost verantwortet als Headwriter die Drehbücher. Die sechs jeweils rund 45-minütigen Folgen sollen 2027 in der ARD zu sehen sein. Ein genauer Starttermin für die Mediathek sowie Sendetermine für das lineare Fernsehen stehen jedoch noch nicht fest.





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