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HBO zieht Schlussstrich: „Euphoria“ endet nach der dritten Staffel

  • Autorenbild: Toni Schindele
    Toni Schindele
  • 1. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Der Sender hatte sich lange bedeckt gehalten, öffentliche Aussagen der Beteiligten deuteten jedoch seit Monaten darauf hin, dass „Euphoria“ vor dem Ende steht. Nun herrscht endgültige Klarheit: Die dritte Staffel bildet offiziell das Ende der HBO-Serie.


Rue, gespielt von Zendaya, sitzt in der dritten Staffel von „Euphoria“ in einer düster beleuchteten Erdgrube und blickt erschöpft nach oben.
Bildnachweis: © Foto von Eddy Chen/HBO

Mit ihrer Mischung aus Drogenmilieu, Identitätssuche, Gewalt, Sexualität und psychischen Krisen entwickelte sich „Euphoria“ seit 2019 zu einer der meistdiskutierten Serien der letzten Jahre. Gleichzeitig stand die Serie immer wieder wegen ihrer drastischen Darstellung und langer Produktionspausen in der Kritik. Jetzt ist offiziell bestätigt, was sich bereits seit längerer Zeit abzeichnete: Mit der finalen Episode der dritten Staffel hat „Euphoria“ ihr Ende gefunden. Eine vierte Staffel wird es nicht mehr geben. Über Monate hatte der US-Premiumsender offengelassen, ob die Serie von Showrunner Sam Levinson noch fortgesetzt werden könnte.


Spätestens seit Aussagen von Hauptdarstellerin Zendaya Anfang April galt ein Serienende jedoch als wahrscheinlich. In der „The Drew Barrymore Show“ antwortete die Schauspielerin auf die Frage, ob Staffel drei das Ende von „Euphoria“ sei, ungewöhnlich direkt mit: „Ich denke schon, ja.“ Dass Zendaya als medienerfahrene Hauptdarstellerin dabei nicht auswich, war bereits damals bemerkenswert. Inzwischen hat nun auch Serienmacher Sam Levinson öffentlich erklärt, dass die Geschichte aus seiner Sicht abgeschlossen sei. Im Podcast der The New York Times meinte er, die Serie habe immer eine Geschichte über Sucht und deren Konsequenzen erzählen wollen.


Wie die dritte Staffel daher endet, fühle sich deshalb „wie das Ende“ an. In einem von HBO veröffentlichten Behind-the-Scenes-Video zur letzten Episode sagte Levinson zudem, er habe bewusst ein „ehrliches Ende“ erzählen wollen. Besonders der Tod von Angus Cloud, der in der Serie die Figur Fezco spielte und 2023 verstarb, habe die kreative Ausrichtung der letzten Staffel verändert. Levinson erklärte, man könne heute keine Geschichte über Sucht erzählen, ohne die realen Konsequenzen sichtbar zu machen. Die Serie ende deshalb tragisch, aber aus seiner Sicht wahrhaftig.

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