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Laufzeit steht fest: Wie viel Zeit nimmt sich Villeneuve für „Dune: Part Three“?

Autorenbild: Toni Schindele
Toni Schindele
vor 3 Minuten
3 Min. Lesezeit

Denis Villeneuve nimmt sich für den Abschluss seiner „Dune“-Trilogie weniger Zeit als für die beiden Vorgänger. Die nun vorliegende Laufzeit macht „Dune: Part Three“ zum kürzesten Film seiner Reihe.


Timothée Chalamet als Paul Atreides hält Zendaya als Chani in „Dune: Part Three“ von hinten im Arm. Beide blicken im warmen Licht eines Zeltes nach unten.
Bildnachweis: © 2026 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved

Nach zwei monumentalen Science-Fiction-Filmen steuert Denis Villeneuves „Dune“-Trilogie auf ihren Abschluss zu. Doch für das Finale nimmt sich der Regisseur offenbar etwas weniger Zeit als bisher. Die irische Filmprüfstelle IFCO hat „Dune: Part Three“ geprüft und eine Laufzeit von 150 Minuten und sieben Sekunden veröffentlicht. Damit ist der Film rund fünf Minuten kürzer als „Dune“ von 2021 und sogar 16 Minuten kürzer als „Dune: Part Two“. Dass der dritte Teil weniger Erzählzeit benötigt, dürfte auch mit seiner literarischen Vorlage zusammenhängen. Während Villeneuve für die ersten beiden Filme Frank Herberts rund 700 bis 900 Seiten starken Roman „Dune“ aufteilte, widmet er sich nun dessen wesentlich kürzerer Fortsetzung. Der 1969 erschienene Roman „Dune Messiah“, auf Deutsch „Der Herr des Wüstenplaneten“, umfasst je nach Ausgabe nur etwa 300 bis 350 Seiten und ist damit nicht einmal halb so umfangreich wie sein Vorgänger.


„Dune: Part Three“ setzt 17 Jahre nach den Ereignissen des zweiten Films ein. Paul Atreides ist inzwischen Imperator, doch seine Macht hat einen hohen Preis. Gegen ihn wird eine Verschwörung geschmiedet, der Widerstand gegen seine Herrschaft wächst, und seine Visionen zeigen ihm den drohenden Untergang seines Reiches. Daneben treibt ihn die Frage um, ob es noch einen Weg zurück zu Chani gibt, die er durch seine Entscheidungen verloren hat. Die Beziehung der beiden, die am Ende des zweiten Films zerbrach, bildet laut Villeneuve das emotionale Zentrum der Geschichte. Erzählen wollte er sie diesmal vor allem als Thriller. Timothée Chalamet und Zendaya übernehmen erneut die Rollen von Paul und Chani. Auch Florence Pugh als Irulan, Javier Bardem als Stilgar und Rebecca Ferguson als Lady Jessica sind wieder dabei.


Anya Taylor-Joy, die im zweiten Film nur einen kurzen Auftritt hatte, bekommt als Pauls Schwester Alia diesmal eine größere Rolle. Jason Momoa kehrt ebenfalls zurück. Neu zur Besetzung gehört Robert Pattinson, der mit Scytale einen von Pauls Gegenspielern verkörpert. Im Gespräch mit der New York Times erzählten Chalamet, Zendaya und Pattinson kürzlich, was den dritten Film aus ihrer Sicht auszeichnet. Zendaya zufolge orientiert sich die Handlung in vielen Punkten eng an Herberts Roman, weicht an anderen Stellen aber bewusst davon ab. Pattinson beschrieb die Geschichte als politische und moralische Fabel. Besonders das Thema Elternschaft sei ihm nahegegangen: „Vieles dreht sich um Elternschaft, und ich fand das einfach sehr bewegend.“ Chalamet wiederum zeigte sich zufrieden damit, wie Villeneuve den Stoff umgesetzt hat, und hob hervor, dass sich das Finale von seinen Vorgängern unterscheide: „Dieser Film ist etwas ganz Eigenes.“



Für die Kamera zeichnet bei „Dune: Part Three“ diesmal Linus Sandgren verantwortlich, der Greig Fraser ablöst. Erstmals wurde für einen Film der Reihe zudem mit analogen IMAX-Kameras gedreht. Nach Angaben von IMAX werden mehr als 60 Minuten im erweiterten Bildformat zu sehen sein. Der Soundtrack stammt erneut von Hans Zimmer. Mit „Dune: Part Three“ verabschiedet sich Villeneuve von Paul Atreides. Einen vierten Film plant der Regisseur nicht. Ob damit auch die Kinogeschichte von „Dune“ endet, ist allerdings offen. Frank Herberts weitere Romane bieten noch reichlich Stoff für mögliche weitere Filme rund um den Wüstenplaneten Arrakis. In „Die Kinder des Wüstenplaneten“ treten Pauls Zwillinge Leto II und Ghanima beispielsweise sein gefährliches Erbe an und geraten zwischen religiösen Fanatismus, politische Intrigen und die Frage, ob sich die Zukunft überhaupt noch verändern lässt.


Rund 3.500 Jahre später hat sich Leto II in „Der Gottkaiser des Wüstenplaneten“ in eine bizarre Verschmelzung aus Mensch und Sandwurm verwandelt und regiert als nahezu unsterblicher Tyrann über die Menschheit. In den folgenden Romanen zerfällt die von ihm geschaffene Ordnung, neue Mächte kämpfen um die Kontrolle über das Spice und die geheimnisvollen Bene Gesserit müssen sich gegen eine Schwesternschaft behaupten, die ihnen in Sachen Manipulation und Machtstreben kaum nachsteht. An Geschichten für weitere „Dune“-Filme würde es also nicht mangeln. Im Fernsehen spinnt „Dune: Prophecy“ die Saga bereits weiter: 10.000 Jahre vor den Filmen erzählt die Prequel-Serie von den Machtspielen der Harkonnen und den Anfängen der Bene Gesserit. Staffel zwei ist bereits abgedreht und könnte Ende 2026 oder 2027 erscheinen. Zuvor wird aber erst einmal „Dune: Part Three“ am 17. Dezember 2026 in den Kinos starten.

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