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Laufzeit von „Die Odyssee“ enthüllt: So lang ist der neue Epos von Christopher Nolan

  • Autorenbild: Toni Schindele
    Toni Schindele
  • vor 9 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Christopher Nolan bleibt seinem Trend zu immer längeren Filmen treu. Nun ist offenbar vorab die Laufzeit von „Die Odyssee“ veröffentlicht geworden, die erneut einen sehr langen Kinobesuch verspricht.


Matt Damon als Odysseus in Christopher Nolans „Die Odyssee“ in einer kampfbereiten Pose mit antiker Rüstung und Helm mit rotem Federkamm, umgeben von Feuer, Rauch und Funken in einer düsteren Kriegsszenerie.
Bildnachweis: © Universal Studios. All Rights Reserved.

Wie unter anderem das Gaming- und Entertainment-Portal IGN berichtet, war „Die Odyssee“ zwischenzeitlich auf den Webseiten der US-Kinoketten AMC sowie IMAX mit einer Laufzeit von 2 Stunden und 53 Minuten gelistet. Die Einträge wurden inzwischen wieder entfernt. Laut IGN war die Laufzeit dort jedoch bereits öffentlich sichtbar hinterlegt, bevor die Angaben offenbar wieder offline genommen wurden. Möglich ist, dass die Daten versehentlich vor dem offiziellen Vorverkaufsstart veröffentlicht wurden. Da die Informationen direkt von Kinobetreibern stammten, gilt die Angabe dennoch als wahrscheinlich korrekt. Sollte sich die Laufzeit bestätigen, wäre „Die Odyssee“ der zweitlängste Film in Christopher Nolans Karriere.


Nur „Oppenheimer“ lief mit exakt 180 Minuten noch länger. Bereits im Vorfeld war spekuliert worden, dass Nolan mit seiner Adaption von Homers Epos erstmals die Drei-Stunden-Marke überschreiten könnte. Dass der Film nun knapp darunter bleibt, dürfte auch technische Gründe haben. Nolan dreht seit Jahren bevorzugt auf analogem IMAX-70mm-Filmmaterial und bezeichnete das Format mehrfach als die intensivste Form des Kinoerlebnisses. Gegenüber der Directors Guild of America erklärte der Regisseur bereits 2012: „Ich halte IMAX für das beste Filmformat aller Zeiten. Es ist der Goldstandard, an dem sich jede andere Technologie messen muss.“ Gerade dieses analoge IMAX-Format bringt jedoch physische Grenzen mit sich.


Anders als bei digitalem IMAX laufen die 70mm-Filmstreifen horizontal durch die Projektoren und verbrauchen aufgrund der enormen Bildfläche extrem viel Material. Bereits die IMAX-70mm-Kopie von „Oppenheimer“ erreichte mit rund 17 bis 18 Kilometern Länge und etwa 270 Kilogramm Gewicht die Belastungsgrenze der Projektionssysteme. Nolan erklärte später, dass IMAX die sogenannten Platter-Systeme über Jahre erweitern musste, um immer längere Filme überhaupt projizieren zu können. Für „Oppenheimer“ habe IMAX schließlich bestätigt, dass drei Stunden „gerade noch“ möglich seien, der Arm der Projektionsanlage aber „praktisch am Anschlag“.


Vor diesem Hintergrund erscheint nachvollziehbar, warum „Die Odyssee“ knapp unter dieser

Matt Damon als Odysseus in Christopher Nolans „Die Odyssee“ mit antikem Bronzehelm und rotem Helmkamm vor einer bemalten Wand im Stil der griechischen Antike.
Bildnachweis: © Universal Studios. All Rights Reserved.

Grenze bleibt. Lang wird der Film dennoch. Mit 173 Minuten liegt das neue Werk deutlich über Nolans durchschnittlicher Filmlänge von rund 136 Minuten. Gleichzeitig setzt sich damit eine Entwicklung fort, die sich durch seine gesamte Karriere zieht: Während sein Debütfilm „Following“ lediglich 70 Minuten dauerte, wurden Produktionen wie „Interstellar“, „Tenet“ oder zuletzt „Oppenheimer“ zunehmend ausgedehnter. „Die Odyssee“ reiht sich nun direkt hinter „Oppenheimer“ und vor „Interstellar“ in Nolans längste Filme ein.


Mit „Die Odyssee“ adaptiert Christopher Nolan erstmals Homers antikes Epos über die jahrelange Heimreise des Odysseus nach dem Trojanischen Krieg. Im Zentrum steht die Rückkehr des Königs von Ithaka zu Penelope und Telemachos, während auf seiner Reise politische Intrigen, mythische Kreaturen und tödliche Prüfungen auf ihn warten. Die Besetzung fällt wieder sehr prominent aus: Matt Damon übernimmt die Hauptrolle als Odysseus, Tom Holland spielt Telemachos, Anne Hathaway verkörpert Penelope und Zendaya die Göttin Athena. Darüber hinaus gehören unter anderem Robert Pattinson, Charlize Theron, Lupita Nyong’o, Jon Bernthal, Benny Safdie und Mia Goth zum Ensemble. Der deutsche Kinostart ist in noch rund sieben Wochen am 16. Juli 2026.

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