Leichter Rückgang bei den Einreichungen: So viele Filme sind 2026 im Oscar-Rennen
- Toni Schindele
- vor 3 Stunden
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Die Oscar-Saison nimmt weiter Form an. Die Zahl der zugelassenen Produktionen für die 98. Academy Awards steht fest, ebenso der Kreis jener Filme, die die besonders strengen Kriterien der Königskategorie erfüllen.

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences hat bekanntgegeben, dass insgesamt 317 Spielfilme für die 98. Academy Awards zugelassen sind. Von diesen erfüllen 201 Produktionen die zusätzlichen formalen Anforderungen, um in der Kategorie „Bester Film“ berücksichtigt werden zu können. Damit liegt die Zahl leicht unter dem Vorjahresniveau, als 323 Filme zugelassen waren und 207 die Voraussetzungen für die Hauptkategorie erfüllten. Voraussetzung für die allgemeine Zulassung ist unter anderem ein regulärer Kinostart im Kalenderjahr 2025 mit einer mindestens siebentägigen Auswertung in einem der sechs anerkannten US-Metropolräume – darunter Los Angeles County, New York City und Chicago – sowie eine Laufzeit von mehr als 40 Minuten. Für die Kategorie „Bester Film“ gelten darüber hinaus strengere Maßstäbe: Die Produktionen müssen zusätzlich bestimmte Repräsentations- und Inklusionsstandards erfüllen und einen erweiterten Kinolauf in mehreren großen US-Märkten nachweisen.
Ein Blick auf die Liste der zugelassenen Filme zeigt eine große Bandbreite an Produktionen – von großen Studiofilmen über Independent-Titel bis hin zu internationalen Koproduktionen. Unter den für „Bester Film“ zugelassenen Werken finden sich unter anderem Franchise-Fortsetzungen wie „Avatar: Fire and Ash“, „Mission: Impossible – The Final Reckoning“, „Zoomania 2“ oder „Jurassic World: Die Wiedergeburt“, aber auch Autoren- und Arthouse-Filme wie „Hamnet“, „The Life of Chuck“, „The History of Sound“ oder „The Chronology of Water“. Auch deutsche Koproduktionen sind in dem Feld vertreten: Mit „Tatami“, „Sirāt“ und „Sentimental Value“ finden sich drei international finanzierte Produktionen mit deutscher Produktionsbeteiligung auf der Liste. Unabhängig davon bestehen dennoch deutschsprachige Oscar-Hoffnungen auf anderem Weg: Sowohl für Deutschland als auch für die Schweiz stehen mit „In die Sonne schauen“ und „Heldin“ zwei Filme auf der Shortlist für den International Feature Film. Allerdings handelt es sich dabei noch nicht um die finale Nominierungsliste – diese wird am Ende auf fünf Filme reduziert.
Die Abstimmung über die Nominierungen beginnt am 12. Januar 2026 und endet am 16. Januar 2026. Bekannt gegeben werden die Nominierten am 22. Januar 2026. Verliehen werden die Oscars schließlich am 15. März 2026 im Dolby Theatre in Hollywood. In Deutschland gibt es mehrere Möglichkeiten, die Oscar-Nacht live zu verfolgen. Die zentrale TV-Anlaufstelle bleibt ProSieben, das die Verleihung in der Nacht zum Montag live im Free-TV überträgt, inklusive Vorberichterstattung und Red-Carpet-Sendung. Parallel dazu ist die Gala im Livestream über Joyn abrufbar und kann dort auch über mobile Endgeräte oder Smart-TVs verfolgt werden. Außerdem zählt auch Disney+ in Deutschland zu den internationalen Übertragungspartnern der Oscars. Wer die Verleihung ohne Werbeunterbrechungen und ohne redaktionelles Rahmenprogramm verfolgen möchte, wird dies vermutlich auch in diesem Jahr wieder direkt über den Streamingdienst tun können.

