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Mehr als 1.000 Hollywood-Stars protestieren gegen Paramount-Übernahme von Warner Bros. Discovery

  • Autorenbild: Toni Schindele
    Toni Schindele
  • vor 1 Tag
  • 3 Min. Lesezeit

Ein offener Brief sorgt in Hollywood für Aufsehen: Mehr als 1.000 Filmschaffende stellen sich geschlossen gegen die Fusion von Warner Bros. Discovery und Paramount Skydance. Im Zentrum steht die Frage, wie viel Konzentration die Branche noch verkraftet.


Collage mit zahlreichen bekannten Filmschaffenden aus Hollywood in einer mehrreihigen Porträtübersicht vor neutralen und Event-Hintergründen.
Bildnachweis: Alle Bilder via Wikimedia Commons. Obere Reihe: (1) Gage Skidmore (CC BY-SA 3.0), (2) Bryan Berlin (CC BY-SA 4.0), (3) Kevin Payravi (CC BY-SA 4.0), (4) Bryan Berlin (CC BY-SA 4.0), (5) Gage Skidmore (CC BY-SA 3.0), (6) Kevin Paul (CC BY 4.0), (7) Harald Krichel (CC BY-SA 4.0), (8) Elena Ternovaja (CC BY-SA 3.0). Mittlere Reihe: (1) Mrikkkk (CC0), (2) Gage Skidmore (CC BY-SA 2.0), (3) Elena Ternovaja (CC BY-SA 3.0), (4) Gage Skidmore (CC BY-SA 2.0), (5) Martin Kraft (CC BY-SA 4.0), (6) Gabriel Hutchinson Photography (CC BY-SA 4.0), (7) Super Festivals (CC BY 2.0), (8) Frank Sun (CC BY-SA 4.0). Untere Reihe: (1) Eva Rinaldi (CC BY-SA 2.0), (2) Harald Krichel (CC BY-SA 3.0), (3) Jay Dixit / Fuzheado (CC BY 4.0), (4) Frank Sun (CC BY-SA 4.0), (5) Harald Krichel / WikiPortraits, (6) Quejaytee (CC BY 4.0), (7) Pixoos (CC BY-SA 4.0), (8) Gage Skidmore (CC BY-SA 2.0).

Mehr als 1.000 Filmschaffende – darunter Schauspieler, Drehbuchautoren, Regisseure und Produzenten – haben sich in einem offenen Brief gegen die geplante Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount ausgesprochen. Der Brief wurde am Montag veröffentlicht und richtet sich gegen die von David Ellison geführte Übernahmeinitiative von Paramount Skydance, die Ende Februar ein Angebot in Höhe von rund 111 Milliarden US-Dollar für Warner Bros. Discovery vorgelegt hatte – nachdem sich der Konzern in einem Bieterverfahren gegen Netflix durchgesetzt hatte. Das Geschäft zählt zu den bedeutendsten Konsolidierungsvorhaben der internationalen Medienbranche und wird derzeit von Kartellbehörden geprüft. In dem Schreiben warnen die Unterzeichner vor einer weiteren Konzentration der Medienlandschaft.


Die Fusion würde „den Wettbewerb weiter einschränken“ und komme zu einem Zeitpunkt, an dem die Branche bereits unter strukturellem Druck stehe. Konkret befürchten die Filmschaffenden weniger Produktionsmöglichkeiten, sinkende Beschäftigung im Produktionssektor sowie steigende Kosten und eine geringere Angebotsvielfalt für das Publikum. Besonders kritisch sehen sie die mögliche Reduktion der großen US-Studios auf nur noch vier Akteure. Dies würde bestehende Entwicklungen verschärfen, darunter den Rückgang mittelbudgetierter Filme, den Verlust unabhängiger Vertriebsstrukturen und eine zunehmende Kontrolle weniger Konzerne über Inhalte und Produktionsbedingungen. Die Unterzeichner verweisen zudem auf weitreichende wirtschaftliche Folgen: Die zunehmende Medienkonzentration habe bereits zur Erosion von Gewinnbeteiligungsmodellen, zur Schwächung von Filmcredits und zum Einbruch internationaler Absatzmärkte beigetragen.


Zu den prominenten Unterzeichnern zählen unter anderem Bryan Cranston, Glenn Close, Ben Stiller, Don Cheadle, Jason Bateman, Florence Pugh, Ted Danson, Mark Ruffalo, Rosario Dawson, Pedro Pascal, Joaquin Phoenix, Kristen Stewart, Emma Thompson, Jane Fonda sowie weitere Schauspieler wie Javier Bardem, Edward Norton, Marisa Tomei, Lily Gladstone und Sandra Hüller aus Deutschland. Auch zahlreiche prägende Stimmen hinter der Kamera unterstützen den Brief, darunter Regisseure wie Nia DaCosta, David Fincher, Denis Villeneuve, Joachim Trier, Yorgos Lanthimos, J. J. Abrams, Adam McKay und Taika Waititi sowie Autoren und Produzenten wie Vince Gilligan, Damon Lindelof, Tony Kushner, Eric Roth und Mark Duplass.


Auffällig ist, dass zahlreiche Unterzeichner aktuell oder zuletzt für eines der beteiligten Studios gearbeitet haben. Paramount reagierte bereits auf den offenen Brief mit einer Stellungnahme, in der das Unternehmen die Bedenken aus der Kreativbranche anerkennt, zugleich aber auf die strukturellen Herausforderungen der Industrie verweist, da die Branche durch die Pandemie, den Markteintritt großer Technologieunternehmen und ein verändertes Konsumverhalten erheblich unter Druck geraten sei. Die geplante Fusion solle daher den Wettbewerb und die Angebotsvielfalt vielmehr stärken sowie neue Chancen für Kreative schaffen. Paramount kündigte an, weiterhin Inhalte zu lizenzieren und jährlich mindestens 30 Filme in die Kinos zu bringen.

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