Nach nur einer Staffel: Prime Video setzt „Spider-Noir“ mit Nicolas Cage ab
- Toni Schindele

- vor 28 Minuten
- 2 Min. Lesezeit
Prime Video wird „Spider-Noir“ nicht fortsetzen. Trotz guter Kritiken, elf Emmy-Nominierungen und eines zunächst starken Starts erhält die Superheldenserie mit Nicolas Cage keine zweite Staffel.

Wie das US-Branchenmagazin Deadline berichtet, hat Prime Video entschieden, keine zweite Staffel von „Spider-Noir“ zu bestellen. Die achtteilige Serie war am 25. Mai 2026 zunächst bei MGM+ und zwei Tage später weltweit bei Prime Video gestartet. Nicolas Cage spielt darin Ben Reilly, einen Privatdetektiv im New York der 1930er-Jahre, der sich nach einer persönlichen Tragödie mit seiner Vergangenheit als maskierter Superheld The Spider auseinandersetzen muss. Die auf der Marvel-Figur Spider-Man Noir basierende Serie verbindet die Welt der Superhelden mit der düsteren Ästhetik des klassischen Film Noir und wurde passend dazu sowohl in Schwarz-Weiß als auch in Farbe inszeniert.
An fehlender Resonanz bei Kritik und Publikum dürfte „Spider-Noir“ kaum gescheitert sein. Bei Rotten Tomatoes steht die erste Staffel derzeit bei 92 Prozent positiven Kritiken und 90 Prozent Zustimmung durch das Publikum; hinzu kommen elf Emmy-Nominierungen und damit mehr als für jede andere Prime-Video-Serie in diesem Jahr. Auch beim Start ließen die Zahlen zunächst wenig auf ein schnelles Ende schließen: In ihrer ersten Woche kam die Serie laut Nielsen auf 851 Millionen gesehene Minuten und damit auf Platz zwei unter den Streaming-Originalserien in den USA.
Innerhalb der ersten sechs Wochen summierte sich die Nutzung auf 2,6 Milliarden Minuten. Der starke Auftakt erwies sich allerdings nicht als dauerhaft. „Spider-Noir“ verlor vergleichsweise schnell an Reichweite und verschwand früher aus den täglichen Prime-Video-Charts als andere aktuelle Produktionen des Dienstes. Deadline verweist in diesem Zusammenhang auf die hohen Produktionskosten, die unter anderem durch den parallelen Dreh separater Farb- und Schwarz-Weiß-Fassungen entstanden waren. Entscheidend könnte damit weniger die absolute Reichweite als ihr Verhältnis zu den Kosten gewesen sein.





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