Nur 13,6 Mio. US-Dollar zum Start: „The Bride! – Es lebe die Braut“ steuert auf massiven Kino-Flop zu
- Toni Schindele

- vor 12 Stunden
- 3 Min. Lesezeit
Ein großer Studiofilm, eine prominente Besetzung und ein Klassiker der Literatur als Vorlage – dennoch startet „The Bride! – Es lebe die Braut“ weltweit alarmierend niedrig. Bereits nach dem ersten Wochenende deutet vieles darauf hin, dass weniger die Frage ist, ob der Film ein Flop wird, sondern wie groß der finanzielle Schaden am Ende ausfallen könnte.

Der aufwendig produzierte Horrorfilm „The Bride! – Es lebe die Braut“ ist mit einem äußerst schwachen Einspielergebnis in den Kinos gestartet. In 3.304 nordamerikanischen Kinos spielte der Film am Startwochenende lediglich rund 7,3 Millionen US-Dollar ein; weitere etwa 6,3 Millionen US-Dollar kamen aus internationalen Märkten hinzu. Damit liegt das weltweite Auftaktergebnis bei rund 13,56 Millionen US-Dollar. Damit verfehlte der Film selbst die bereits niedrigen Prognosen deutlich, denen zufolge „The Bride! – Es lebe die Braut“ mit 16 bis 18 Millionen US-Dollar in Nordamerika und rund 40 Millionen US-Dollar weltweit gestartet wäre und somit insgesamt rund 60 Millionen US-Dollar eingespielt hätte. Die tatsächlichen Einnahmen liegen damit rund 77 Prozent unter den Erwartungen.
Angesichts der Produktionskosten von rund 80 Millionen US-Dollar – zuzüglich geschätzter Marketingausgaben von etwa 65 Millionen US-Dollar – wird die Dimension des möglichen Misserfolgs bereits nach dem Startwochenende sichtbar. Ein Film dieser Größenordnung müsste weltweit deutlich über 300 Millionen US-Dollar einspielen, um seine Kosten allein über die Kinoauswertung zu decken. Sollte sich der aktuelle Trend jedoch fortsetzen, dürfte „The Bride! – Es lebe die Braut“ am Ende lediglich einen Bruchteil dieser Summe erreichen. Selbst optimistisch prognostiziert wird der Film weltweit kaum über 30 bis 40 Millionen US-Dollar hinauskommen können. Sollte sich dieser Verlauf bestätigen, würde der Film rund 270 Millionen US-Dollar unter einer plausiblen Kino-Break-even-Schwelle bleiben und damit nur etwa zehn Prozent des notwendigen Einspielergebnisses erreichen.
„The Bride! – Es lebe die Braut“ basiert lose auf Figuren aus Mary Shelleys Roman „Frankenstein“ sowie der Filmfigur aus „Frankensteins Braut“ von James Whale und erzählt eine

neue Geschichte rund um ein Monster auf der Suche nach Liebe. Regie führte Maggie Gyllenhaal, die auch das Drehbuch schrieb. Der Film verlegt die Handlung teilweise in das Chicago der 1930er-Jahre und erzählt von einem von Frankenstein erschaffenen Wesen, das gemeinsam mit einer Wissenschaftlerin eine wiederbelebte Frau zu seiner Braut machen will – während zugleich die Polizei Jagd auf das ungewöhnliche Paar macht. Die Hauptrollen spielen Christian Bale, Jessie Buckley, Jake Gyllenhaal und Penélope Cruz. Warum der Film mit dieser Besetzung eine solche Bruchlandung an den Kinokassen hinlegen konnte, wird derzeit eifrig in den sozialen Medien und von Branchenmagazinen diskutiert.
So verweist Variety unter anderem auf einen womöglich ungünstig terminierten Kinostart: Ursprünglich sollte der Film schon im Oktober 2025 starten, also in unmittelbarer Nähe zu Halloween – ein Zeitraum, in dem Horrorfilme traditionell besonders stark performen. Stattdessen verschob Warner Bros. den Start auf Anfang März. Hinzu kommt, dass das Marketing offenbar kein klares Star-Narrativ etablieren konnte. Hauptdarstellerin Jessie Buckley steht derzeit vor allem wegen ihrer gefeierten Leistung im Historiendrama „Hamnet“ im Fokus der aktuellen Award-Saison und gilt dort als Kandidatin für den Oscar als beste Hauptdarstellerin. In der öffentlichen Wahrnehmung wird sie deshalb derzeit deutlich stärker mit diesem Projekt als mit „The Bride! – Es lebe die Braut“ verbunden – ein Umstand, der dem ohnehin schwer einzuordnenden Studiofilm zusätzliche Aufmerksamkeit entzogen haben könnte.





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