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Oscar-nominierte Casterin sucht den neuen James Bond: Wer wird der nächste 007?

  • Autorenbild: Toni Schindele
    Toni Schindele
  • vor 9 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Seit dem Ende der Ära von Daniel Craig als James Bond herrscht eine der größten offenen Fragen der modernen Blockbuster-Landschaft: Wer wird der nächste 007-Agent? Nun beginnt die Suche offiziell.


Daniel Craig als James Bond in einer Szene aus „James Bond 007 - Keine Zeit zu sterben“: Der Schauspieler hält eine Pistole mit ausgestreckten Armen und blickt konzentriert nach vorn.
Bildnachweis: © Universal Pictures

Wie das US-Branchenmagazin Variety berichtet, hat Amazon MGM Studios die britische Casting-Direktorin Nina Gold mit der Suche nach dem neuen James Bond beauftragt. Damit startet offiziell die Besetzung des 26. offiziellen Bond-Films und gleichzeitig die Suche nach erst dem siebten Hauptdarsteller in über 60 Jahren Bond-Geschichte. Seit „Keine Zeit zu sterben“ aus dem Jahr 2021 war offen geblieben, wie es mit der Reihe weitergeht. Der Film war zugleich der Abschied von Daniel Craig, der die Figur über anderthalb Jahrzehnte geprägt hatte. Dass nun Nina Gold die Suche nach dem neuen Bond übernimmt, dürfte viele Fans aufhorchen lassen. Denn die Britin steckt hinter einigen der größten Serien- und Filmhits der vergangenen Jahre.


Sie war unter anderem am Casting von „Game of Thrones“, „The Crown“, „Chernobyl“, „Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht“ und erst kürzlich „Hamnet“ beteiligt. Vor allem mit „Game of Thrones“ wurde ihre Arbeit weltweit bekannt. Gemeinsam mit Casting-Direktor Robert Sterne stellte sie dort ein Ensemble zusammen, das später ganze Karrieren hervorbrachte. Viele Schauspieler der Serie waren vor ihrem Durchbruch international noch kaum bekannt. Auch bei den wichtigsten Film- und Fernsehpreisen taucht Nina Golds Name seit Jahren immer wieder auf. Die Television Academy nominierte sie bislang 20-mal für den Emmy, sechs Mal gewann sie die Auszeichnung – unter anderem für „Game of Thrones“, „The Crown“ und 2024 für „Baby Reindeer“.


Schon 2016 erhielt sie außerdem einen Sonderpreis der BAFTA. Damals war sie die erste Casting-Direktorin überhaupt, die diese Ehrung bekam. 2026 schrieb Gold dann erneut Geschichte: Für „Hamnet“ wurde sie als erste britische Casting-Direktorin für den neu eingeführten Oscar in der Kategorie für das beste Casting nominiert. Und mit ihr startet jetzt auch offiziell das große Rätselraten um den nächsten James Bond. Seit Monaten werden immer wieder neue Namen gehandelt, einige tauchen dabei besonders häufig auf. Zu den derzeit meistdiskutierten Kandidaten zählen Callum Turner, Harris Dickinson und Jacob Elordi. Turner wird bei mehreren Wettanbietern aktuell sogar als Favorit geführt.


Viele sehen in ihm einen Bond, der stark an frühere Versionen der Figur erinnert: britisch, charismatisch und körperlich überzeugend, gleichzeitig aber noch nicht so überpräsent in Hollywood, dass man sofort nur den Schauspieler statt der Figur sehen würde. Dickinson gilt dagegen eher als etwas modernere und riskantere Wahl. Seine Rollen verbinden oft Eleganz mit einer gewissen Kälte und Unsicherheit – Eigenschaften, die Bond eine neue Richtung geben könnten. Elordi wiederum würde die Figur deutlich jünger wirken lassen und stärker international öffnen. Als Australier wäre er erst der zweite Bond-Darsteller ohne britische Herkunft nach George Lazenby. Außerdem werden weiterhin Aaron Taylor-Johnson, Jack O'Connell, Damson Idris, James Norton, Josh O'Connor und Aaron Pierre genannt.


Die Wahl des neuen Bond-Darstellers gehört seit Jahrzehnten zu den größten Entscheidungen der Reihe. Schließlich wurde James Bond seit „Dr. No“ im Jahr 1962 offiziell nur von sechs Schauspielern im Kino gespielt und jeder von ihnen veränderte die Figur auf seine eigene Weise. Sean Connery machte Bond einst zum gefährlichen Gentleman mit harter Ausstrahlung und trockenem Charme. George Lazenby zeigte die Figur emotionaler und verletzlicher, wurde dafür damals jedoch zunächst sehr kritisch gesehen. Roger Moore brachte später mehr Humor und Abenteuer in die Reihe, während Timothy Dalton Bond deutlich ernster und näher an den Romanvorlagen spielte. Pierce Brosnan verband in den 1990er-Jahren Eleganz, Action und Ironie, bevor Daniel Craig die Figur ab 2006 deutlich rauer, verletzlicher und psychologisch komplexer interpretierte.


Kaum eine andere Filmfigur hat sich über Jahrzehnte hinweg so stark mit ihren jeweiligen Darstellern verändert wie James Bond. Während die Suche nach dem nächsten 007 nun offiziell läuft, stehen dafür aber einige wichtige Namen hinter der Kamera bereits fest. Regie übernimmt Denis Villeneuve. Der Filmemacher hinter „Arrival“, „Blade Runner 2049“ und der „Dune“-Reihe wurde seit Jahren immer wieder als Wunschkandidat für Bond gehandelt und auch Villeneuve selbst hatte schon mehrfach erzählt, dass er mit den Bond-Filmen aufgewachsen sei und die Reihe ihn schon früh geprägt habe. Das Drehbuch stammt von Steven Knight. Bekannt wurde Knight unter anderem durch das Oscar-nominierte Drehbuch zu „Kleine schmutzige Tricks“ sowie durch Serien und Filme wie „Peaky Blinders“ und „SAS: Rogue Heroes“.

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