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US-Kartellrecht: Prüfung der Paramount-Übernahme von Warner Bros. Discovery offenbar ohne unmittelbare Blockade

  • Autorenbild: Toni Schindele
    Toni Schindele
  • vor 5 Minuten
  • 2 Min. Lesezeit

Die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount könnte bereits die nächste entscheidende Wegmarke passiert haben. Einem Bericht zufolge soll die kartellrechtliche Prüfung auf US-Bundesebene schon ohne Blockade verlaufen sein.


Bildnachweis: Antoine Taveneaux, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Bildnachweis: Antoine Taveneaux, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Der milliardenschwere Übernahmepoker um Warner Bros. Discovery hat eine weitere Wendung genommen. Nur wenige Tage nachdem Paramount Global den bereits unterzeichneten Deal mit Netflix faktisch ausgehebelt und selbst den Zuschlag erhalten hatte, könnte nun eine zentrale Hürde gefallen sein: Wie das Branchenmagazin Variety berichtet, soll die kartellrechtliche Prüfung durch die US-Bundesbehörden bereits passiert worden sein. Was im Dezember noch wie ein nahezu besiegelter Zusammenschluss zwischen Warner Bros. Discovery und Netflix wirkte, ist binnen kurzer Zeit kollabiert. Am 5. Dezember 2025 hatte Warner Bros. Discovery eine Vereinbarung mit Netflix unterzeichnet, die den Erwerb der gesamten Studiosparte zu einer Bewertung von 72 Milliarden US-Dollar vorsah – inklusive Warner Bros. Pictures, HBO, des Streamingdienstes HBO Max, der DC Studios sowie Warner Bros. Television.


Im Fokus steht nun die regulatorische Dimension und die wettbewerbsrechtlichen Risiken unterscheiden sich je nach Käufer erheblich. Während ein Zusammenschluss mit Netflix aufgrund dessen dominanter Marktstellung massive Bedenken ausgelöst hatte, gilt Paramount im Streamingmarkt als deutlich kleinerer Akteur. Gleichwohl würde auch diese Fusion zweier traditionsreicher Hollywood-Studios mit umfangreichen Produktionskapazitäten die Marktstruktur nachhaltig verändern. Wie das Branchenmagazin Variety nun berichtet, soll die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount bereits die gesetzliche Wartefrist überschritten haben, die es dem US-Justizministerium ermöglicht, Fusionen präventiv zu blockieren.


Das bedeutet jedoch nicht, dass der Deal endgültig durch ist. Zwar könnte das Ministerium weiterhin eingreifen, faktisch liegt die weitere Entwicklung nun vor allem bei den Generalstaatsanwälten der einzelnen Bundesstaaten. Mehrere von ihnen haben bereits signalisiert, die Transaktion eigenständig prüfen zu wollen. Zwar verfügen einzelne Bundesstaaten über geringere Ressourcen als die Bundesbehörden, können sich jedoch zusammenschließen und gemeinsam klagen – um die Fusion zu stoppen oder mit Auflagen zu versehen.

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