Vampire, Zombies und Hitchcock: ARTE stellt sein Halloween-Programm 2026 vor

ARTE widmet Halloween in diesem Jahr mehrere Tage seines Programms. Zwischen dem 25. Oktober und 2. November zeigt der Sender Horrorfilme, Genreklassiker und neue Dokumentationen.

Wenn die Nächte länger werden, lässt es ARTE passend zu Halloween ordentlich spuken. Unter der Überschrift „Grenzenlos gruselig: Halloween bei ARTE“ versammelt der Kultursender Vampire, Zombies, Geister und andere Gestalten, die sich besonders wohl fühlen, wenn es draußen dunkel wird. Den Auftakt ins Halloween-Wochenende macht am Freitag, 30. Oktober, um 20.15 Uhr Jim Sharmans „The Rocky Horror Picture Show“. Was 1975 zunächst keineswegs als Erfolg begann, entwickelte sich durch die legendären Midnight Screenings zum Kultphänomen, bei dem Fans kostümiert ins Kino kamen, Dialoge mitriefen und zum „Time Warp“ tanzten. Direkt im Anschluss erzählt die neue Dokumentation „Die ‚Rocky Horror Show‘: Eine wilde Geschichte“ von dieser außergewöhnlichen Karriere.
Regisseur Linus O’Brien, Sohn von „Rocky Horror“-Schöpfer Richard O’Brien, konnte dafür unter anderem seinen Vater sowie Tim Curry, Susan Sarandon, Barry Bostwick und Jim Sharman vor die Kamera holen. Am Halloween-Abend selbst geht es einem der berühmtesten Blutsauger überhaupt an den Kragen. Die Erstausstrahlung „Dracula: die wahre Geschichte“ beschäftigt sich am 31. Oktober um 20.15 Uhr mit Vlad III. Drăculea, jenem walachischen Fürsten des 15. Jahrhunderts, der als „der Pfähler“ berüchtigt wurde. Auf Grundlage historischer Quellen zeichnet die Dokumentation nach, was über Vlad tatsächlich bekannt ist und wie sich daraus über Jahrhunderte jener Mythos entwickelte, der schließlich auch Bram Stokers „Dracula“ prägte. Weitere Dokumentationen widmen sich der Karriere der Untoten und der Lust am Fürchten.
„Zombies: Faszination der Untoten“ verfolgt die Entwicklung der lebenden Toten vom frühen Genrekino bis zum modernen Blockbuster und kommt dabei auch auf George A. Romeros wegweisenden „Night of the Living Dead“ zu sprechen. „Warum lieben wir Horror? 42: Die Antwort auf fast alles“ fragt dagegen, weshalb Menschen freiwillig Angst suchen und warum Gruseln gerade dann Spaß machen kann, wenn es intensiv, aber noch kontrollierbar bleibt. Besonders ergiebig fällt das Programm für Freunde des japanischen Horrorkinos aus. Bereits am 28. Oktober läuft Hideo Nakatas „Ring: Das Original“ von 1998, dessen verfluchtes Videoband und die langhaarige Sadako zu Ikonen des J-Horrors wurden. Am 30. Oktober folgt mit „Dark Water“ ein weiterer Nakata-Film, der eine Geistergeschichte mit einem Mutter-Tochter-Drama verbindet.
Kiyoshi Kurosawas „Pulse“ von 2001 verlegt das Grauen dagegen ins damals noch junge Internet. Vernetzung bringt die Menschen darin nicht näher zusammen, sondern verstärkt ihre Einsamkeit, eine Idee, die auch Jahrzehnte später kaum an Unbehagen verloren hat. Eingerahmt wird das Halloween-Programm von zwei Filmen Alfred Hitchcocks. Am 25. Oktober läuft „Ich kämpfe um dich“ von 1945 mit Ingrid Bergman und Gregory Peck, berühmt nicht zuletzt für seine von Salvador Dalí entworfene Traumsequenz. Zum Abschluss folgt am 1. November um 20.15 Uhr „Rebecca“, Hitchcocks erste Hollywood-Produktion über eine junge Frau, die auf dem düsteren Landsitz Manderley immer stärker unter dem Schatten der verstorbenen ersten Ehefrau ihres Mannes leidet. Auch darüber hinaus bleibt das Programm weit gefächert. Die Reihe „Haunted Places“ reist an Orte, an denen Landschaft, Geschichte und überlieferte Schauergeschichten ineinandergreifen, etwa nach Transsilvanien, ins französische Gévaudan und zum Loch Ness.
„Die Kinder des Voodoo“ führt nach Benin und will mit Klischees aufräumen, die westliche Horrorfilme über Voodoo verbreitet haben. Eine etwas andere Form des Vampirismus steuert schließlich Julian Radlmaiers „Blutsauger“ bei. Die 1928 angesiedelte Komödie verbindet Vampirfilm, Liebesgeschichte und politische Satire und spielt dabei augenzwinkernd mit Karl Marx’ Bild vom Kapital, das sich wie ein Vampir von lebendiger Arbeit ernährt. Wer an Halloween nicht rechtzeitig vor dem Fernseher sitzt, muss sich allerdings nicht gleich zu Tode erschrecken. Ein großer Teil des Programms bleibt auch auf arte.tv verfügbar. „Ring“ und „Dark Water“ beispielsweise sind bis zum 21. Februar 2027 abrufbar, „Pulse“ sogar bis Ende März. Damit bleibt auch nach Halloween noch reichlich Zeit für gepflegten Grusel.
Das Halloween-Programm bei ARTE im Überblick:
Datum | Uhrzeit auf ARTE | Sendung | Auf arte.tv |
So., 25. Oktober | 20.15 Uhr | „Ich kämpfe um dich“ | am 25. Oktober 2026 |
Mi., 28. Oktober | 22.20 Uhr | „Ring: Das Original“ | 24. Oktober 2026 bis 21. Februar 2027 |
Fr., 30. Oktober | 20.15 Uhr | „The Rocky Horror Picture Show“ | am 30. Oktober 2026 |
Fr., 30. Oktober | 21.50 Uhr | „Die ‚Rocky Horror Show‘: Eine wilde Geschichte“ | 23. Oktober 2026 bis 27. Januar 2027 |
Fr., 30. Oktober | 23.05 Uhr | „Dark Water“ | 24. Oktober 2026 bis 21. Februar 2027 |
Sa., 31. Oktober | 20.15 Uhr | „Dracula: die wahre Geschichte“ | 24. Oktober 2026 bis 28. Januar 2027 |
Sa., 31. Oktober | 21.45 Uhr | „Haunted Places: Vom wilden Transilvanien bis in die Cevennen“ | 22. Oktober 2026 bis 19. Januar 2027 |
Sa., 31. Oktober | 22.30 Uhr | „Warum lieben wir Horror? 42: Die Antwort auf fast alles“ | 5. Dezember 2025 bis 2. Juli 2029 |
Sa., 31. Oktober | 23.05 Uhr | „Zombies: Faszination der Untoten“ | 24. Oktober 2026 bis 21. Januar 2027 |
Sa., 31. Oktober | 23.55 Uhr | „Die Kinder des Voodoo“ | 24. Oktober 2026 bis 31. Januar 2027 |
So., 1. November | 00.40 Uhr | „Helloween: Summer Breeze Open Air 2026“ | 31. Oktober 2026 bis 28. Januar 2027 |
So., 1. November | 20.15 Uhr | „Rebecca“ | am 1. November 2026 |
Mo., 2. November | 01.25 Uhr | „Blutsauger“ | 31. Oktober bis 29. November 2026 |
nur auf arte.tv | „Pulse“ | 24. Oktober 2026 bis 31. März 2027 |





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