Weißer Elefant 2026: Momo“ und „Pferd am Stiel“ räumen ab

Mit „Der weiße Elefant“ werden auch in diesem Jahr wieder Produktionen ausgezeichnet, die sich gezielt an Kinder und Jugendliche richten. Nun steht fest, welche Filme die Jury 2026 überzeugen konnten.

Am 16. Oktober ist der Medienpreis „Der weiße Elefant“ im Rahmen der 49. Filmtage Bayerischer Schulen im Theater am Hagen in Straubing verliehen worden. Jeweils 1.500 Euro gehen in diesem Jahr an die beiden ausgezeichneten Kinofilme. Für „Pferd am Stiel“ von Lieblingsfilm, entstanden in Koproduktion mit ZDF und KiKA, werden Produzent Philipp Budweg und Drehbuchautorin Gerlind Becker ausgezeichnet. Der Film erzählt von der 13-jährigen Sarah, die in einem Münchner Brennpunktviertel lebt und ihre Begeisterung für Hobby Horsing entdeckt. Die Jury würdigt besonders den Blick auf die jugendlichen Figuren: Der Film zeige „authentisch und nah an den Protagonistinnen die Herausforderungen des Heranwachsens“ und nehme sowohl die Jugendlichen als auch das Hobby Horsing ernst. Ebenfalls 1.500 Euro erhält die Neuverfilmung von Michael Endes „Momo“.
Ausgezeichnet werden Produzent Christian Becker, Regisseur und Autor Christian Ditter sowie Kameramann Christian Rein. Die Jury lobt die „kraftvolle und zeitgemäße“ Übertragung des bekannten Stoffes in die Gegenwart ebenso wie die „eigenständige, atmosphärisch starke Bildsprache“. Zu den diesjährigen Preisträgern gehört außerdem die Fernsehproduktion „Woozle Goozle: Wer regiert unser Land?“. Produzent Nils Neumann und Autor Andreas Guni erhalten dafür 500 Euro. In der von RTL Studios im Auftrag von Super RTL produzierten Folge will Woozle König von Deutschland werden und lernt bei einem Besuch im Reichstagsgebäude die Grundzüge demokratischer Entscheidungsprozesse kennen. Die Jury sieht darin eine „für junge Zuschauer gut nachvollziehbare Einführung in die politischen Prozesse“. Mit 1.000 Euro wird zudem die Dokumentation „Der talentierte Mr. F. – Die Jagd auf einen Filmdieb“ ausgezeichnet.
Sie begleitet die Filmemacher Julius Drost und Moritz Henneberg, nachdem ein Mann ihren Abschlussfilm mit verändertem Titel und Abspann auf Festivals eingereicht und dafür Auszeichnungen und Preisgelder erhalten hatte. Der Preis für die Produktion von Neue Flimmer im Auftrag von MDR/ARD Kultur, BR, RBB und HR geht an die Produzenten Christopher Zwickler und Solmaz Sohrabi. Für die Jury handelt der Film nicht allein „von Ehre und Preisgeldern“, sondern von „Wahrheit in einer Welt, in der zu viel gelogen wird“. Im Anschluss an die Preisverleihung wurde die Dokumentation in Straubing noch einmal vor Publikum gezeigt. Über die diesjährigen Preisträger entschied eine Jury unter Vorsitz von Barbara Schardt, der unter anderem Produzent Christian Becker, Regisseurin Christine Hartmann sowie Vertreterinnen und Vertreter von BR, MDR und ARD angehörten.





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