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Erneute Probleme bei „Tomb Raider“-Serie: Dreharbeiten verletzten britisches Recht

  • Autorenbild: Toni Schindele
    Toni Schindele
  • vor 3 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Erneut sorgen Probleme bei der Produktion der neuen „Tomb Raider“-Serie für Schlagzeilen. Nach Sophie Turners verletzungsbedingtem Drehstopp im Frühjahr wird nun bekannt, dass die britische Arbeitsschutzbehörde Sicherheitsverstöße am Set festgestellt hatte.


Sophie Turner als Lara Croft in actionbetonter Pose vor neutral-dunklem Hintergrund trägt ein ärmelloses grünes Top, schwarze Shorts mit Oberschenkelholstern, Fingerhandschuhe und ein Schultergeschirr. Sie hält eine Pistole in der rechten Hand, trägt rote Sonnenbrillen und hat die Haare nach hinten gebunden.
Bildnachweis: © Amazon Content Services LLC

Für Prime Video entsteht derzeit die erste Live-Action-Serie rund um die Videospielheldin Lara Croft, gespielt von Sophie Turner. Die Dreharbeiten in Großbritannien hatten bereits Ende März für rund zwei Wochen pausiert, nachdem sich Turner bei der Produktion leicht verletzt hatte. Während die Arbeit anschließend wieder aufgenommen werden konnte, hatte die britische Health and Safety Executive (HSE) kurz darauf auch Sicherheitsmängel hinter den Kulissen festgestellt. Wie nun Branchenmagazin Deadline berichtet, erließ die Behörde am 27. April zwei formelle Anordnungen gegen Project Temple Productions Ltd, die Produktionsgesellschaft hinter der Serie.


Konkret ging es um den Einsatz isocyanathaltiger Sprühlacke. Nach Feststellung der Behörde hatte die Produktionsgesellschaft nicht ausreichend sichergestellt, dass betroffene Crewmitglieder durch sogenanntes biologisches Monitoring auf eine mögliche Aufnahme der Stoffe untersucht wurden. Damit soll überprüft werden, ob die vorgesehenen Schutzmaßnahmen bei Lackierarbeiten tatsächlich ausreichend sind. Isocyanate können beim Versprühen als feiner, zunächst unsichtbarer Nebel in der Luft verbleiben und zählen nach Angaben der HSE zu den wichtigen Ursachen berufsbedingten Asthmas.


Die Behörde beanstandete damit nicht grundsätzlich den Einsatz der Lacke, sondern die unzureichende Kontrolle der damit verbundenen Gesundheitsrisiken. Unmittelbare Folgen für die weitere Produktion hatte der Vorgang offenbar nicht. Die sogenannten Improvement Notices verpflichteten Project Temple Productions dazu, die festgestellten Mängel innerhalb einer Frist zu beheben; beide Anordnungen führt die HSE inzwischen als erfüllt. Zu einem erneuten Drehstopp kam es deshalb nicht. Auch Auswirkungen auf den Start der „Tomb Raider“-Serie sind nicht bekannt; die erste Staffel wird derzeit für 2027 erwartet.

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