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Deutscher Filmpreis führt erstmals Lola für „Bestes Casting“ ein

  • Autorenbild: Toni Schindele
    Toni Schindele
  • vor 51 Minuten
  • 2 Min. Lesezeit

Der Deutsche Filmpreis erweitert im kommenden Jahr seinen Wettbewerb um eine weitere Kategorie. Parallel zum Start des Auswahlverfahrens für 2027 hat die Deutsche Filmakademie eine neue Lola angekündigt.


Goldene Lola des Deutschen Filmpreises vor blau-weiß beleuchtetem Hintergrund.
Bildnachweis: © Clemens Porikys · Deutscher Filmpreis

Bei der nächsten Verleihung des Deutschen Filmpreises kommt erstmals eine Lola in der Kategorie „Bestes Casting“ hinzu, wie die Deutsche Filmakademie zum Start des Einreichungsverfahrens für 2027 mitteilte. Casting-Direktoren hätten einen „entscheidenden Anteil am kreativen Prozess des Filmemachens“, erklären die Präsidentin der Filmakademie Vicky Krieps und Präsident Florian Gallenberger in der Ankündigung. „Sie entdecken, verändern und prägen unseren Blick auf Schauspielende und Figuren. Wir freuen uns sehr, dass ihre wichtige Arbeit ab dem kommenden Jahr mit einer Lola gewürdigt wird.“ Auch Jacqueline Rietz und Nina Haun aus dem Vorstand der Sektion Casting begrüßen die neue Kategorie in der Ankündigung. „Seit vielen Jahren fiebern wir mit den Nominierten mit, mit denen uns die gemeinsame Arbeit verbindet.“


Welche Bedeutung das Casting für einen Film hat, führen Rietz und Haun weiter aus: „Eine herausragende Besetzung prägt den künstlerischen Ausdruck und die Wirkung eines Films in besonderer Weise. Es freut uns sehr, dass unser Gewerk nun sichtbarer wird und durch die Vergabe einer Lola für das Beste Casting Anerkennung und Wertschätzung erfährt.“ Mit der neuen Lola greift der Deutsche Filmpreis eine Entwicklung auf, die zuletzt auch bei den Oscars zu einer stärkeren Anerkennung des Castings geführt hat. Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences gründete 2013 eine eigene Casting Directors Branch und kündigte im Februar 2024 schließlich einen regulären Casting-Oscar an. Seine Premiere feierte der Preis bei den 98. Academy Awards im März 2026: Cassandra Kulukundis gewann für „One Battle After Another“.


Ebenfalls nominiert waren die Casting-Verantwortlichen von „Hamnet“, „Marty Supreme“, „The Secret Agent“ und „Blood & Sinners“. Damit kam bei den Oscars erstmals seit mehr als zwei Jahrzehnten wieder eine neue reguläre Kategorie hinzu. Zuvor war zuletzt der Preis für den besten Animationsfilm neu geschaffen und 2002 erstmals vergeben worden. Beim Deutschen Filmpreis liegt eine solche Erweiterung deutlich weniger lange zurück: Erst 2020 kam die Kategorie „Beste visuelle Effekte und Animation“ hinzu. Parallel zur neuen Casting-Lola läuft bereits die Einreichungsphase für den Deutschen Filmpreis 2027. Deutsche Spiel-, Kinder- und Dokumentarfilme können noch bis zum 18. September 2026 angemeldet werden, sofern ihre Kinoauswertung zwischen dem 4. Dezember 2025 und dem 6. Mai 2027 liegt.

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