Box-Office-Desaster in den USA: Disney streicht „Ella McCay“ aus der deutschen Kinoplanung
- Toni Schindele

- 23. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Nach einem auffallend schwachen US-Kinostart zieht Disney schnelle Konsequenzen. Für Deutschland ist der Kinostart von „Ella McCay“ mit Emma Mackey, Jamie Lee Curtis und Woody Harrelson in den Hauptrollen vorerst ersatzlos gestrichen.

Der neue Film von James L. Brooks, produziert unter dem 20th-Century-Studios-Label der Walt Disney Company, sollte als erwachsenes Ensemble-Drama eine Nische jenseits des Blockbusterkinos besetzen. Stattdessen entwickelte sich „Ella McCay“ in den USA binnen weniger Tage zu einem klaren Box-Offisdce-Misserfolg. Disney reagiert nun mit einem Rückzug aus der Kinoauswertung und stoppt auch den deutschen Kinostart vollständig. „Ella McCay“ startete in den USA landesweit auf rund 2.500 Leinwänden, erzielte am Eröffnungswochenende jedoch lediglich etwas mehr als zwei Millionen US-Dollar. Bereits am zweiten Wochenende brachen die Einnahmen um fast 80 Prozent ein, das kumulierte US-Einspiel blieb nach zwei Wochen bei rund vier Millionen Dollar stehen. Für einen Film mit einem Produktionsbudget von etwa 35 Millionen Dollar gelten diese Werte branchenweit als klares Alarmsignal.
In der Folge reduzierten zahlreiche Kinos ihre Spielzeiten oder nahmen den Titel frühzeitig aus dem Programm. In Deutschland soll „Ella McCay“ nun erst gar nicht mehr ins Kino kommen – zumindest sicher nicht mehr am 22. Januar 2026, dem bisherigen Starttermin. Denn wie der Mediendienst THE SPOT media & film unter Verweis auf aktuelle Startlisten berichtet, ist der Film derzeit nicht mehr für einen deutschen Kinostart vorgesehen. Eine offizielle Stellungnahme zu einer möglichen späteren Kinoveröffentlichung oder zu alternativen Auswertungswegen liegt bislang nicht vor. Ob Disney den Titel zu einem späteren Zeitpunkt doch noch ins Kino bringt oder stattdessen direkt in andere Auswertungsformen überführt, ist offen. Branchenüblich gilt es nun jedoch als wahrscheinlich, dass Disney „Ella McCay“ ohne weitere Ankündigung in die Zweitverwertung überführt, etwa über Streaming oder digitales Home-Entertainment. Eine reguläre Kinoauswertung in Deutschland erscheint unter den gegebenen Umständen kaum noch realistisch.
Inhaltlich erzählt „Ella McCay“ von einer jungen Vizegouverneurin, die nach dem überraschenden Abgang ihres politischen Mentors an die Spitze eines US-Bundesstaates rückt und dabei mit familiären Konflikten, öffentlicher Verantwortung und persönlicher Überforderung konfrontiert wird. Die Hauptrolle übernimmt Emma Mackey, unterstützt von einem prominent besetzten Ensemble mit Jamie Lee Curtis, Woody Harrelson und Albert Brooks. Regie und Drehbuch stammen von James L. Brooks, der mit dem Film nach rund 15 Jahren erstmals wieder einen Kinostoff realisierte. Während Teile des Publikums dem Film solide, aber zurückhaltende Bewertungen ausstellten, fiel die Resonanz der US-Kritik überwiegend verhalten aus. In Kombination mit dem schwachen Start verstärkte dies den wirtschaftlichen Druck. Nach aktuellem Stand ist der Film in Deutschland damit nicht nur verschoben, sondern vollständig von der Startliste genommen.





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