Die Nominierungen für den Deutschen Fernsehpreis 2025 stehen fest
- Toni Schindele

- 28. Aug. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Die Nominierungen für den Deutschen Fernsehpreis 2025 stehen fest. Besonders die Dramaserie „KRANK Berlin“ konnte sich mit insgesamt sechs Nominierungen als Favorit positionieren.

Der Deutsche Fernsehpreis gilt seit 1999 als eine der wichtigsten Auszeichnungen für TV-Produktionen in Deutschland. Er wird von den großen Sendern gemeinsam getragen und zeichnet herausragende Leistungen in verschiedenen Kategorien aus. Für die Branche ist er gleichermaßen ein Prestigeobjekt wie ein Seismograph aktueller Entwicklungen – auch, weil neben klassischen Fernsehanstalten zunehmend Streamingdienste dominieren. Im fiktionalen Bereich sticht in diesem Jahr „KRANK Berlin“ hervor. Die Dramaserie, die nach dem Ausstieg von Sky von ZDF und Apple TV+ übernommen wurde, führt mit sechs Nominierungen die Liste an. Unter anderem ist die Serie in den Kategorien „Beste Drama-Serie“, „Beste Regie“ und „Beste Kamera“ vertreten. Auch bei den Darstellern hat „KRANK Berlin“ Chancen: Haley Louise Jones und Slavko Popadic sind für ihre Rollen nominiert.
Zu den weiteren großen Konkurrenten zählt die Miniserie „Herrhausen – Der Herr des Geldes“, die Geschichte des 1989 ermordeten Deutsche-Bank-Chefs Alfred Herrhausen. Die ARD-Serie erhielt drei Nominierungen, darunter in den Kategorien „Bester Fernsehfilm/Mehrteiler“ und „Beste Regie“. Ebenfalls drei Nennungen erhielt die Anthologieserie „ZEIT Verbrechen“, die bei RTL+ läuft. Auch „Uncivilized“ von Bilal Bahadir, bereits mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet, wurde als „Beste Drama-Serie“ nominiert. Im Comedy-Bereich stehen drei sehr unterschiedliche Formate im Wettbewerb: Netflix’ „Achtsam Morden“ mit Tom Schilling, die RTL+-Produktion „Angemessen Angry“ von Elsa van Damke sowie die ZDF-Serie „Tschappel“. Auch in den Einzelleistungen finden sich bekannte Namen. Maria Furtwängler ist für ihre Rolle in „Bis zur Wahrheit“ nominiert, während Marie Bloching für „Angemessen Angry“ und Lou Strenger für „Wer ohne Schuld ist“ ins Rennen gehen.
Auf der Männerseite stehen unter anderem Leonard Kunz für „Ein Mann seiner Klasse“, Friedrich Mücke für „Ich bin Dagobert“ und Aaron Hilmer für „Wer ohne Schuld ist“ auf der Liste. Insgesamt führt die ARD mit 26 Nominierungen, dicht gefolgt vom ZDF mit 25. Auffällig stark vertreten ist RTL Deutschland mit 17 Nennungen. Bei den Produktionsfirmen liegt X Filme mit sieben Nominierungen vorne. Die Verleihung des Deutschen Fernsehpreises findet am 9. und 10. September 2025 in Köln statt. Am ersten Abend werden im Rahmen der „Nacht der Kreativen“ die künstlerischen Gewerke ausgezeichnet, moderiert von Gisa Flake. Am zweiten Abend folgt die Gala in den MMC-Studios, moderiert von Barbara Schöneberger.
Die Nominierungen 2025 im Überblick:
Bester Fernsehfilm/Mehrteiler
„Ein Mann seiner Klasse“ (ARD/SWR/BR/Saxonia Media)
„Herrhausen – Der Herr des Geldes“ (ARD/Degeto/rbb/SWR/hr/Sperl Film/X Filme)
„Wer ohne Schuld ist“ (ARD/SWR/Relevant Film)
Beste Drama-Serie
„KRANK Berlin“ (ZDF/Apple TV+/Violet Pictures/REAL FILM Berlin)
„Uncivilized“ (ZDF/Das kleine Fernsehspiel/cocktailfilms/Kollektiv Zwo)
„ZEIT Verbrechen“ (RTL+/X Filme)
Beste Comedy-Serie
„Achtsam Morden“ (Netflix/Constantin Film)
„Angemessen Angry“ (RTL+/Studio Zentral)
„Tschappel“ (ZDF/Apollonia Film/LAX Entertainment)
Beste Schauspielerin
Marie Bloching für „Angemessen Angry“ (RTL+/Studio Zentral)
Maria Furtwängler für „Bis zur Wahrheit“ (ARD/NDR/Atalante Film/Nordfilm)
Haley Louise Jones für „KRANK Berlin“ (ZDF/Apple TV+/Violet Pictures/REAL FILM Berlin)
Melodie Simina für „Schwarze Früchte“ (ARD/Degeto/Jünglinge Film/Studio Zentral)
Lou Strenger für „Wer ohne Schuld ist“ (ARD/SWR/Relevant Film)
Bester Schauspieler
Aaron Hilmer für „Wer ohne Schuld ist“ (ARD/SWR/Relevant Film)
Leonard Kunz für „Ein Mann seiner Klasse“ (ARD/SWR/BR/Saxonia Media)
Friedrich Mücke für „Ich bin Dagobert“ (RTL+/Zeitsprung Pictures)
Slavko Popadic für „KRANK Berlin“ (ZDF/Apple TV+/Violet Pictures/REAL FILM Berlin)
Tom Schilling für „Achtsam Morden“ (Netflix/Constantin Film)
Beste Regie Fiktion
Alex Schaad und Fabian Möhrke für „KRANK Berlin“ (ZDF/Apple TV+/Violet Pictures/REAL FILM Berlin)
Pia Strietmann für „Herrhausen – Der Herr des Geldes“ (ARD/Degeto/rbb/SWR/hr/Sperl Film/X Filme)
Elsa van Damke für „Angemessen Angry“ (RTL+/Studio Zentral)
Bestes Buch Fiktion
Bilal Bahadır für „Uncivilized“ (ZDF/Das kleine Fernsehspiel/cocktailfilms/Kollektiv Zwo)
Lena Fakler für „Bis zur Wahrheit“ (ARD/NDR/Atalante Film/Nordfilm)
Jan Schomburg, Astrid Øye, Pål Sletaune für „Die Affäre Cum-Ex“ (ZDF/X Filme/True Content Entertainment/epo-Film)
Beste Kamera Fiktion
Felix Cramer für „Ich bin Dagobert“ (RTL+/Zeitsprung Pictures)
Tim Kuhn und Jieun Yi für „KRANK Berlin“ (ZDF/Apple TV+/Violet Pictures/REAL FILM Berlin)
Felix Pflieger für „ZEIT Verbrechen: Dezember“ (RTL+/X Filme)
Beste Montage Fiktion
Andrea „Andi“ Pek, Christoph Otto, Andreas Menn und Friederike Hohmuth für „ZEIT Verbrechen“ (RTL+/X Filme)
Julia Kovalenko, Gesa Jäger, Bobby Good und Adrienne Hudson für „KRANK Berlin“ (ZDF/Apple TV+/ Violet Pictures/REAL FILM Berlin)
Amina Lorenz für „Polizeiruf 110 – Jenseits des Rechts“ (ARD/BR/PROVOBIS)
Beste Musik Fiktion
Martina Eisenreich für „Herrhausen – Der Herr des Geldes“ (ARD/Degeto/rbb/SWR/hr/Sperl Film/X Filme)
Mathieu Lamboley für „Cassandra“ (Netflix/Rat Pack Filmproduktion)
Karwan Marouf für „Love Sucks“ (ZDF/Studio Zentral/U5 Filmproduktion)
Beste Ausstattung Fiktion
Tanja Gierich (Kostüm) für „Ein Mann seiner Klasse“ (ARD/SWR/BR/Saxonia Media)
Andreas Kohl und Nicolas Corson (VFX) für „Nachts im Paradies“ (MagentaTV/Windlight Pictures/Beside Productions/Satel Film)
Anke Winckler (Kostüm), Julian Augustin (Szenenbild) für „Ich bin Dagobert“ (RTL+/Zeitsprung Pictures)





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