Dreharbeiten abgeschlossen: Elmar Fischers Biopic-Drama „Tania“ ist im Kasten
- Toni Schindele

- vor 1 Tag
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Mit der letzten Klappe auf Gran Canaria sind die Dreharbeiten zu Elmar Fischers neuem Film „Tania“ abgeschlossen, der sich dem Leben der gleichnamigen deutsch-argentinischen Guerillakämpferin widmet.

Mit „Tania“ realisiert Elmar Fischer ein seit Jahren vorbereitetes Spielfilmprojekt, das sich der Biografie von Tamara Bunke widmet – einer Frau, die in Argentinien geboren wurde, in der DDR aufwuchs und in den 1960er-Jahren Teil der kubanischen Revolutionsbewegung wurde. Bunke kämpfte im bolivianischen Guerillakrieg an der Seite von Ernesto Che Guevara und starb 1967 im Einsatz. Zum Drehstart erklärte Fischer in einer Pressemitteilung, es sei „unwirklich, dass es nun wahr wird“. Er habe „Zeitzeuginnen befragt, Originalschauplätze in Bolivien, Kuba und der DDR bereist und umfangreiches Archivmaterial ausgewertet“. Die Geschichte, so der Regisseur, stamme aus einer Zeit, „die uns heute fern erscheint“, sei aber angesichts globaler Entwicklungen „von bedrückender Aktualität“.
Die Handlung von Elmar Fischers Film beginnt im Ost-Berlin des Jahres 1961, als der Staatsbesuch einer kubanischen Delegation um Ernesto Che Guevara die geteilte Stadt in Aufruhr versetzt. Tamara Bunke arbeitet als Übersetzerin, kommt Che Guevara nahe und begegnet dem kubanischen Kommandanten Ulises Estrada. Um eine Ausreise nach Kuba zu ermöglichen, geht sie eine Zusammenarbeit mit der Staatssicherheit der DDR ein. In Kuba wird sie zur Doppelagentin ausgebildet, nimmt den Kampfnamen Tania an und wird in die Vorbereitungen für den bolivianischen Guerillakampf eingebunden. Parallel entwickelt sich eine Beziehung zu Estrada, der sich zunehmend von Ches revolutionären Plänen distanziert. Der daraus entstehende Loyalitätskonflikt zwischen politischer Überzeugung und persönlicher Bindung bildet den dramaturgischen Kern des Films und mündet im tödlichen Einsatz am bolivianischen Río Grande.
Gedreht wurde ab Anfang Dezember 2025, zunächst in Eisenhüttenstadt, später in Nordrhein-Westfalen, Südtirol und auf Gran Canaria. Die titelgebende Hauptrolle übernimmt Mercedes Müller, Che Guevara wird von Alberto Ammann gespielt. Zum weiteren Ensemble gehören unter anderem Moritz Führmann, Ronny Zehrfeld, Claudia Michelsen, Anna Unterberger, Daniel Hernández und Hanno Koffler. Das Drehbuch stammt von Thomas Brussig, Tobias Stille und Elmar Fischer. Den deutschen Kinostart übernimmt Weltkino, während Beta Cinema für den Weltvertrieb verantwortlich ist. Ein genau terminierter Starttermin steht noch nicht fest. Der WDR ist als Senderpartner an der Produktion beteiligt.





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