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Insider-Bericht offenbart Hintergründe: Warum das „Buffy – Im Bann der Dämonen“-Revival scheiterte

  • Autorenbild: Toni Schindele
    Toni Schindele
  • 18. März
  • 4 Min. Lesezeit

Die Rückkehr von „Buffy – Im Bann der Dämonen“ ist gescheitert, noch bevor sie richtig begonnen hatte. Ein neuer Insider-Bericht und Aussagen von Sarah Michelle Gellar werfen nun ein neues Licht auf die Hintergründe.


Sarah Michelle Gellar als Buffy Summers in der Kultserie „Buffy – Im Bann der Dämonen“, hinter ihr ein Vampir mit entstelltem Gesicht; daneben das Logo des Streamingdienstes Hulu, der das geplante Serien-Reboot nicht weiterverfolgt.
Bildnachweis: (l) © 20th Century Studios (r) Hulu, LLC, Public domain, via Wikimedia Commons

Die Nachricht traf Fans und Branche gleichermaßen unerwartet: Streamingdienst Hulu hat das geplante Revival von „Buffy – Im Bann der Dämonen“ eingestellt. Hauptdarstellerin Sarah Michelle Gellar machte diese Entscheidung vor wenigen Tagen öffentlich und erklärte in einer Videobotschaft, sie sei „wirklich traurig“, diese Nachricht überbringen zu müssen. Die Serie, die als Mischung aus Reboot und Fortsetzung angelegt war, hätte eine neue Jägerin in den Mittelpunkt gestellt, während Gellar als Buffy Summers in einer Mentorinnenrolle zurückgekehrt wäre. An ihrer Seite sollte Ryan Kiera Armstrong als neue Slayerin Nova auftreten, inszeniert von Oscarpreisträgerin Chloé Zhao, mit einem Drehbuch von Nora und Lilla Zuckerman. Noch vor wenigen Tagen schien das Projekt kurz vor einer Serienbestellung zu stehen – doch dann folgte abrupt das Aus.


Ein Insider-Bericht des Branchenmagazins Deadline liefert nun eine detaillierte Rekonstruktion der Ereignisse. Demnach verdichteten sich intern zuletzt eigentlich die Hinweise auf eine bevorstehende Freigabe der Pilotfolge. Deadline-Chefredakteurin Nellie Andreeva berichtet unter Berufung auf Quellen, dass die Studios 20th Television und Searchlight Television zuletzt „fast täglich“ mit Produzenten und Kreativteam in Kontakt standen, nachdem das Drehbuch überarbeitet worden war. Die neue Fassung sei umfangreicher gewesen, habe mehr Fokus auf Buffy selbst gelegt und sei als 90-minütiger Pilotfilm konzipiert worden – mit einer klaren Ausrichtung auf Streaming statt klassisches Network-Fernsehen. Umso überraschender kam die Entscheidung: Am Freitag, dem 13. März 2026, gegen 18 Uhr soll Craig Erwich, Präsident der Disney Television Group und verantwortlich für Hulu Originals, laut Deadline-Quellen die Beteiligten telefonisch über das Aus informiert haben.


Der Zeitpunkt gilt als besonders problematisch: Gellar befand sich beim SXSW-Festival zur Premiere von „Ready or Not 2“, während Zhao im Umfeld der Oscar-Verleihung präsent war, bei der ihr Film „Hamnet“ und sie selbst mehrfach nominiert waren. „Ich wollte gerade auf die Bühne gehen“, erinnert sich Sarah Michelle Gellar in einem ausführlichen Interview mit dem Magazin People, das weitere Einblicke in das Serien-Aus gab. Die Schauspielerin schildert, wie sie über Jahre hinweg eine Rückkehr abgelehnt hatte, bis Chloé Zhao sie überzeugte: „Bei einem einzigen Treffen brachte sie mich dazu, zu etwas Ja zu sagen, was ich nie für möglich gehalten hätte. Das lag an ihrer tiefen Liebe, ihrem Engagement und ihrer Leidenschaft für diese Figur.“ Besonders reizvoll sei für Gellar die Gegenüberstellung der Generationen gewesen: „Wir hatten diese neue, jüngere Jägerin […] und dann hätten wir dort weitergemacht, wo Buffy jetzt ist.“


Doch genau hier setzt ein zentraler Kritikpunkt an, der laut Deadline maßgeblich zur Entscheidung beigetragen haben könnte. Nach der Fertigstellung der Pilotfolge habe Hulu das Projekt intern als zu stark auf eine junge Zielgruppe ausgerichtet bewertet; zudem sei es einigen Verantwortlichen nicht „mutig genug“ erschienen. Gleichzeitig bleibt unklar, warum diese Bedenken erst nach Abschluss zentraler Entwicklungsphasen aufkamen. Ein weiterer, besonders brisanter Aspekt betrifft interne Spannungen im Produktionsumfeld. Gellar berichtet im People-Interview von einem entscheidenden Widerstand innerhalb des Projekts: „Wir hatten einen Produzenten in unserer Sendung, der nicht nur kein Fan des Originals war, sondern uns auch ständig stolz daran erinnerte, dass er die Serie nie komplett gesehen hatte und sie nichts für ihn sei.“ Sie ergänzt: „Das ist sehr schwierig, wenn man eine so beliebte Marke wie Buffy übernimmt.“ Laut mehreren Deadline-Quellen soll es sich bei dieser Person um Craig Erwich handeln.


Diese Aussage wirft ein neues Licht auf die Entscheidungsstruktur beim Streamingdienst Hulu. Erwich gilt als einer der einflussreichsten Manager im US-Fernsehen und hat maßgeblich am Ausbau von Hulu zu einem führenden Streaminganbieter mitgewirkt. Unter seiner Führung entstanden Serien wie „The Handmaid's Tale – Der Report der Magd“ oder „Only Murders in the Building“. Gleichzeitig deutet der Fall „Buffy“ darauf hin, wie stark individuelle Präferenzen auf höchster Entscheidungsebene den Ausgang eines Projekts beeinflussen können. Neben kreativen Differenzen könnten auch wirtschaftliche Faktoren eine Rolle gespielt haben. Einige Deadline-Quellen geben an, dass die überarbeitete Version des Piloten als zu teuer bewertet worden sei. Andere sehen die Erwartungen an eine ikonische Marke wie „Buffy – Im Bann der Dämonen“ als nicht erfüllt. Eine eindeutige Begründung gibt es bislang nicht – vielmehr deutet sich ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren an.


Gellar zeigt sich vor allem vom Umgang mit dem Projekt enttäuscht und deutet an, dass der Zeitpunkt der Entscheidung bereits viel über den internen Umgang aussage. Gleichzeitig betont sie, dass die Motivation hinter dem Reboot klar gewesen sei: „Die Fans waren der einzige Grund, warum wir diese Show überhaupt gemacht haben.“ Besonders hebt sie auch die Leistung von Ryan Kiera Armstrong hervor: „Ich möchte […] sagen, dass Ryan Kiera Armstrong ein Superstar ist. Ich bin total enttäuscht, dass niemand sie als Killerin wahrnimmt.“ Armstrong übernahm erste größere Rollen in Serien wie „Anne with an E“ und „American Horror Story: Double Feature“, bevor sie auch in Kinofilmen wie „Black Widow“ und „The Tomorrow War“ zu sehen war. Eine zentrale Hauptrolle spielte sie schließlich in der Stephen-King-Adaption „Firestarter“. Zuletzt trat sie im „Star Wars“-Kosmos in „Skeleton Crew“ auf.

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