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Nach Wills Coming-out: „Stranger Things“ erlebt massives Review-Bombing

  • Autorenbild: Toni Schindele
    Toni Schindele
  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Die fünfte Staffel von „Stranger Things“ sorgt kurz vor dem Serienende für heftige Reaktionen. Nach der Coming-out-Szene von Will Byers in der vorletzten und siebten Episode verzeichnen Bewertungsplattformen einen deutlichen Einbruch der Zuschauerwertungen.


Szene aus „Stranger Things“: Zwei Jugendliche sitzen nebeneinander vor einem bunt lackierten Van. Der dunkelhaarige Junge lächelt zur Seite und legt der rothaarigen Jugendlichen mit zwei geflochtenen Zöpfen beruhigend eine Hand auf die Schulter.
Bildnachweis: COURTESY OF NETFLIX © 2025

„Stranger Things“ zählt seit 2016 zu den international erfolgreichsten Serien auf Netflix. Die fünfte Staffel bildet den Abschluss der Geschichte um Hawkins und den Konflikt mit dem sogenannten Upside Down. In der siebten Folge mit dem Titel „Kapitel Sieben: Die Brücke“ bekennt sich Will Byers offen zu seiner Homosexualität. Diese Szene, die erzählerisch als emotionaler Wendepunkt angelegt ist, wurde von Teilen des Publikums zum Auslöser einer massiven Bewertungswelle. Über die fünf Staffeln hinweg lagen die durchschnittlichen Episodenwertungen der Serie bislang stabil im hohen Bereich: Staffel eins erreichte im Schnitt 9,17 von 10 Punkten, Staffel zwei 8,77, Staffel drei 8,82 und Staffel vier 9,07. Auch die fünfte Staffel bewegte sich zunächst im positiven Spektrum, mit einem derzeitigen Gesamtmittelwert von rund 8,43 von 10 pro Folge.


Erst die siebte Episode mit Wills Coming-out markiert einen deutlichen Bruch: Sie fiel auf 5,4 Punkte zurück und weist damit die niedrigste Bewertung einer einzelnen Folge der gesamten Serie auf. Auffällig ist die extreme Streuung: Neben vielen Höchstwertungen stehen überdurchschnittlich viele 1-Stern-Bewertungen. Zugleich stieg die Zahl der abgegebenen Stimmen sprunghaft an – von im Durchschnitt 61.279 pro Episode auf 125.019 Stimmen für Folge sieben. Damit ist sie nicht nur die am schlechtesten bewertete, sondern zugleich die meistbewertete Folge der gesamten Serie. Ein ähnliches Bild zeigt sich in aggregierten Publikumswertungen. Bei Rotten Tomatoes sank der Audience-Score nach Veröffentlichung der zweiten Episodengruppe von Staffel fünf auf 57 Prozent – ein historischer Tiefstwert für „Stranger Things“. Zuvor lagen die vier Staffeln im Durchschnitt noch bei 90,25 Prozent.


Dass letzte Staffeln erfahrungsgemäß besonders kritisch betrachtet werden, ist grundsätzlich nicht ungewöhnlich, doch bis auf die Coming-out-Folge bewegen sich die Bewertungen zur fünften und finalen trotz insgesamt hartnäckig kritischer Stimmen in den sozialen Medien auf einem positiven Niveau. Aktuell ist nur die siebte Folge vom Review-Bombing betroffen. Unter dem Begriff versteht man die massenhafte Abgabe überwiegend negativer Bewertungen, die weniger auf inhaltliche Kritik am Werk selbst zielen, sondern als Ausdruck von Protest oder Ablehnung bestimmter Entscheidungen verstanden werden. Wie nachhaltig sich das Review-Bombing auf die Gesamtwahrnehmung der Serie auswirkt, bleibt vorerst abzuwarten – zumal die Abschlussfolge der fünften Staffel noch aussteht.

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