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Rob Reiner erhält posthum Emmy für „The Bear“ und stellt neuen Rekord auf

  • Autorenbild: Toni Schindele
    Toni Schindele
  • vor 5 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Neun Monate nach seinem Tod ist Rob Reiner posthum mit einem Emmy ausgezeichnet worden. Für seinen Gastauftritt in „The Bear: King Of The Kitchen“ erhielt der Regisseur und Schauspieler seinen ersten Emmy seit fast fünf Jahrzehnten und stellte damit zugleich einen Rekord auf.


Rob Reiner applaudiert lächelnd bei einer öffentlichen Veranstaltung, trägt einen dunklen Anzug und grauen Bart vor neutralem Hintergrund.
Bildnachweis: Jay Godwin, Public domain, via Wikimedia Commons

Wie Variety berichtet, wurde Reiner bei der zweiten Nacht der Creative Arts Emmy Awards als bester Gastdarsteller in einer Comedyserie ausgezeichnet. Für seine Rolle in „The Bear: King Of The Kitchen“ ließ Reiner unter anderem Michael J. Fox und Brett Goldstein aus „Shrinking“ hinter sich; ebenfalls nominiert waren Hamish Linklater für „Widow’s Bay“, Christopher McDonald für „Hacks“ und Connor Storrie für „Saturday Night Live“. Moderatorin Wendi McLendon-Covey nahm den Preis stellvertretend für Reiner entgegen. Der Regisseur und Schauspieler und seine Ehefrau Michele Singer Reiner waren am 14. Dezember 2025 in ihrem Haus im Los-Angeles-Stadtteil Brentwood getötet worden.


Ihr gemeinsamer Sohn Nick Reiner muss sich deshalb wegen zweifachen Mordes ersten Grades vor Gericht verantworten. Er bestreitet die Vorwürfe; ein Prozessbeginn steht noch nicht fest. Mit der posthumen Auszeichnung schließt sich zugleich ein ungewöhnlich weiter Bogen in Reiners Emmy-Geschichte. Denn für Reiner ist es der erste Emmy-Gewinn seit 1978. Damals war er für seine Darstellung des Michael „Meathead“ Stivic in der Sitcom „All in the Family“ als bester Nebendarsteller ausgezeichnet worden. Zwischen beiden Siegen liegen damit 48 Jahre – länger als bei jedem anderen Schauspieler zwischen zwei Emmy-Auszeichnungen.


Den bisherigen Rekord hielt ausgerechnet Reiners Vater Carl Reiner mit 37 Jahren: Er gewann 1958 für „Caesar’s Hour“ und 1995 für einen Gastauftritt in „Mad About You“. Rob Reiner wurde zunächst als Schauspieler durch „All in the Family“ bekannt, prägte später jedoch vor allem als Regisseur das US-Kino der 1980er- und frühen 1990er-Jahre. Zu seinen bekanntesten Filmen zählen „Stand by Me – Das Geheimnis eines Sommers“, „Die Braut des Prinzen“, „Harry und Sally“, „Misery“, „Eine Frage der Ehre“ und die Mockumentary „This Is Spinal Tap“.

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