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Nach triumphalem Auftakt: „Die Odyssee“ erzielt den besten Kino-Montag des Jahres

  • Autorenbild: Toni Schindele
    Toni Schindele
  • 21. Juli
  • 3 Min. Lesezeit

Nach seinem außergewöhnlich starken Eröffnungswochenende legt Christopher Nolans „Die Odyssee“ direkt nach. Schon am ersten Montag deutet sich in Nordamerika der nächste Jahresbestwert an.


Krieger stürmen vor einer brennenden Festung in eine Schlacht – Szenenbild aus Christopher Nolans „Die Odyssee“.
Bildnachweis: © Universal Studios. All Rights Reserved.

Nach dem außergewöhnlich starken Startwochenende nimmt Christopher Nolans „Die Odyssee“ auch zum Wochenbeginn kaum Tempo heraus. Die lautstarken Debatten über erste Bilder, Trailer und einzelne Besetzungsentscheidungen mögen das Netz über Monate beschäftigt haben – an den Kinokassen hinterlassen sie bislang keine erkennbaren Spuren. Bereits die Voraufführungen am Donnerstag brachten in den USA und Kanada 17,6 Millionen US-Dollar ein, von Freitag bis Sonntag folgten nach finaler Auszählung weitere 123,5 Millionen. Außerhalb Nordamerikas kamen zum Start 140,3 Millionen Dollar hinzu, womit das Epos sein erstes Wochenende weltweit bei 263,8 Millionen beendete. Und kaum ist dieser Auftakt verbucht, steht bereits der nächste Bestwert im Raum: Wie das Branchenmagazin Deadline unter Berufung auf mehrere Quellen berichtet, spielte „Die Odyssee“ am Montag, dem 20. Juli, voraussichtlich weitere 17,5 Millionen Dollar in den USA und Kanada ein.


Der Film hinter diesen Zahlen ist Christopher Nolans groß angelegte Verfilmung von Homers antiker Irrfahrt. Nach zehn Jahren vor Troja will Odysseus endlich zu seiner Frau Penelope und seinem Sohn Telemachos nach Ithaka zurückkehren. Doch aus der ersehnten Heimkehr wird eine jahrelange Irrfahrt durch eine Welt aus Göttern, Monstern und Versuchungen. Matt Damon führt das prominent besetzte Ensemble als Odysseus an, an seiner Seite spielen Anne Hathaway als Penelope, Tom Holland als Telemachos und Zendaya als Athene. Hinzu kommen Robert Pattinson, Charlize Theron und Lupita Nyong’o. Nolan verantwortete Drehbuch und Regie und produzierte den gemeinsam mit Emma Thomas realisierten Film, der vollständig mit IMAX-Filmkameras entstand. In Deutschland läuft „Die Odyssee“ seit dem 16. Juli 2026 im Kino, in den USA kam der Film einen Tag später auf die große Leinwand.


Bestätigt sich nun die Hochrechnung vom Branchenmagazin Deadline, hätte „Die Odyssee“ den bislang umsatzstärksten Montag des nordamerikanischen Kinojahres 2026 erzielt und „Toy Story 5“ knapp von der Spitze verdrängt. Der Animationsfilm hatte am 22. Juni 17,3 Millionen US-Dollar eingespielt. Wie stark Nolans Epos auch nach dem Wochenende gefragt bleibt, zeigt jedoch erst der Blick auf die Relationen: Die geschätzten 17,5 Millionen Dollar entsprechen mehr als 14 Prozent des gesamten Umsatzes von Freitag bis Sonntag. An nur einem Montag hätte der Film damit ungefähr ein weiteres Siebtel seines dreitägigen Startgeschäfts eingenommen und sein nordamerikanisches Gesamtergebnis auf rund 141 Millionen Dollar gesteigert. Gegenüber den 30,8 Millionen US-Dollar vom Sonntag wäre das zwar ein Rückgang um etwa 43 Prozent, für den Sprung vom Startwochenende in den ersten regulären Werktag aber ein bemerkenswert stabiler Verlauf.


Begünstigt wird er allerdings durch die Sommerferien, die auch unter der Woche mehr Publikum in die Kinos bringen. Fast noch aussagekräftiger als der Jahresvergleich ist der Blick zurück auf den Donnerstagabend. Mit geschätzten 17,5 Millionen US-Dollar läge der Montag nur 100.000 US-Dollar unter den Voraufführungen, die „Die Odyssee“ 17,6 Millionen eingebracht hatten. Dabei bündeln Previews gewöhnlich genau jene Nachfrage, die sich über Wochen im Vorverkauf aufgestaut hat: besonders erwartungsvolle Fans, teure Premiumvorstellungen und ein großer Andrang in wenigen Stunden. Dass der erste Montag beinahe auf dasselbe Ergebnis kommt, deutet darauf hin, dass der Film nicht allein von diesem Kernpublikum getragen wird. Umso stärker wiegt die Zahl angesichts der Bedingungen, unter denen Nolan antritt.


„Die Odyssee“ läuft 172 Minuten und trägt in den USA wegen Gewaltdarstellungen und einzelner Kraftausdrücke eine R-Freigabe. Damit finden pro Saal weniger Vorstellungen statt, während zugleich ein Teil des jüngeren Publikums nur eingeschränkt erreicht wird. Einen Teil dieses Nachteils gleichen allerdings die Premiumformate aus: Mehr als die Hälfte des nordamerikanischen Startumsatzes entfiel Berichten zufolge auf IMAX und vergleichbare Großformate, deren höhere Ticketpreise die Einnahmen zusätzlich steigern. Ob „Die Odyssee“ daraus einen außergewöhnlich langen Kinolauf entwickelt, wird vor allem das zweite Wochenende zeigen. Derzeit erscheint ein weltweites Endergebnis um 1,1 Milliarden US-Dollar plausibel; damit würde der Film „The Dark Knight“ übertreffen und sich Nolans bisherigem Karrierebestwert „The Dark Knight Rises“ nähern.

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