„Wie weit können wir gehen?“: So sahen die ursprünglichen Pläne von Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett für „Scream 7“ aus
- Toni Schindele

- 28. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Lange bevor „Scream 7“ seine heutige Form annahm, existierten andere kreative Vorstellungen für die Fortsetzung des Horror-Franchise. Nun haben die ursprünglichen Regisseure offengelegt, welche inhaltliche Richtung der Film unter ihrer Leitung eingeschlagen hätte.

Das Regie-Duo Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett, das 2022 mit dem fünften „Scream“-Film und „Scream VI“ die Reihe nach längerer Pause wiederbelebte, war ursprünglich auch für „Scream 7“ vorgesehen. Beide ihrer Filme rückten die von Melissa Barrera gespielte Sam Carpenter und deren Schwester Tara, gespielt von „Wednesday“-Star Jenna Ortega, ins Zentrum und etablierten einen erzählerischen Bogen um Sams Abstammung von Billy Loomis, dem Hauptantagonisten des ersten „Scream“-Films. Im Sommer 2023 schieden Bettinelli-Olpin und Gillett jedoch aus Termingründen aus: Der Drehplan von „Scream 7“ kollidierte mit ihrem Vampir-Thriller „Abigail“, in dem Barrera ebenfalls eine Hauptrolle übernahm. Gegenüber Entertainment Weekly beschrieben die ursprünglichen Regisseure ihre Pläne als bewussten Gegenentwurf zu „Scream VI“.
So meinte Matt Bettinelli-Olpin: „Bei ‚Scream 7‘ ging es uns im Grunde darum: ‚Wie weit können wir gehen?‘ Darüber haben wir viel gesprochen. Wir dachten immer: Wenn ‚Scream VI‘ ein heimlicher Wohlfühlfilm ist, dann wird ‚Scream 7‘ euch komplett fertigmachen.“ Tyler Gillett erklärte zudem: „Da wir den Handlungsrahmen durch den Umzug nach New York erweitert hatten, sprachen wir – wohlgemerkt nur Matt und ich, nicht mit den Drehbuchautoren – darüber, wie man das Gegenteil für Teil 7 umsetzen könnte.“ Zu konkreten Drehbuchfassungen kam es jedoch nicht mehr, da das Duo noch vor Beginn der eigentlichen Skriptphase ausstieg. Nach ihrem Rückzug übernahm zunächst „Freaky“-Regisseur Christopher Landon die Regie, zog sich jedoch bereits im Dezember 2023 wieder zurück. Später bezeichnete er das Projekt als „einen Traumjob, der sich in einen Albtraum verwandelt hat“.
In Ashley Cullins’ Buch „Your Favorite Scary Movie: How the Scream Films Rewrote the Rules of Horror“ erklärte Landon laut Entertainment Weekly, er habe eine Woche nach der Entlassung von Melissa Barrera selbst Konsequenzen gezogen: „Es gab keinen Film mehr. Das ganze Drehbuch drehte sich um sie. Ich habe nicht unterschrieben, um einen ‚Scream‘-Film zu machen. Ich habe unterschrieben, um diesen Film zu machen. Als dieser Film nicht mehr existierte, habe ich mich anderen Dingen zugewandt.“ Parallel kursierten über Monate hinweg zahlreiche Plot-Theorien, die sich auf angebliche Insiderinformationen stützten. Ein zentrales Gerücht betraf den möglichen Tod von Tara Carpenter, der Sam in eine psychologische Abwärtsspirale gestürzt hätte – bis hin zu der Idee, dass sie selbst zur Ghostface-Figur wird.
Andere Theorien rückten Christina Carpenter, die Mutter der Schwestern, als zentrale Gegenspielerin ins Zentrum. Fest steht jedoch: Offizielle Details zum ursprünglichen Drehbuch von „Scream 7“ gibt es kaum. Bestätigt ist lediglich, dass Sam Carpenter erneut im Zentrum der Handlung gestanden hätte. Alles Weitere bewegt sich bereits im Bereich von Spekulationen und kursierenden Fan-Theorien – belastbare Belege dafür existieren nicht. Die nun realisierte Version von „Scream 7“ schlägt ohnehin einen anderen Weg ein. Im Zentrum steht wieder Sidney Prescott, die sich in Pine Grove, Indiana, ein neues Leben aufgebaut hat – bis ihre Tochter ins Visier eines weiteren Ghostface-Killers gerät und Sidney gezwungen ist, sich dem Schrecken ihrer Vergangenheit erneut zu stellen.





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