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„Michael“ durchbricht als erstes Biopic die Milliardenmarke

  • Autorenbild: Toni Schindele
    Toni Schindele
  • 14. Juli
  • 3 Min. Lesezeit

Das MJ-Biopic „Michael“ hat knapp drei Monate nach seinem Kinostart weltweit mehr als eine Milliarde US-Dollar eingespielt. Trotz seines rekordbrechenden Auftakts war dieser historische Meilenstein keineswegs absehbar.


Jaafar Jackson als Michael Jackson im Film „Michael“, lächelnd in ikonischer roter Lederjacke auf der Bühne, umgeben von Tänzern im Hintergrund.
Bildnachweis: © 2025 Lionsgate

In seinem zwölften Auswertungswochenende hat „Michael“ weltweit rund 1,002 Milliarden US-Dollar an den Kinokassen erreicht. Davon entfallen nach den aktuellen Zahlen etwa 371,9 Millionen US-Dollar auf die USA und Kanada sowie 629,8 Millionen US-Dollar auf die internationalen Märkte. Bereits Ende Juni hatte der Film Christopher Nolans „Oppenheimer“, der weltweit rund 975,8 Millionen US-Dollar einspielte, als umsatzstärkstes Biopic der Filmgeschichte abgelöst. Nun ist „Michael“ zugleich die erste Filmbiografie, die mehr als eine Milliarde US-Dollar erreichte. Für das verantwortliche US-Studio Lionsgate bedeutet das Ergebnis ebenfalls einen neuen Rekord.


Bislang war „Die Tribute von Panem: Catching Fire“ mit rund 865,2 Millionen US-Dollar der weltweit erfolgreichste Film des Studios. „Michael“ ist damit die erste Lionsgate-Produktion im Milliardenklub. Im Kinojahr 2026 gelang der Sprung über die Marke bislang lediglich einem weiteren Film: „Der Super Mario Galaxy Film“ erreichte sie bereits Anfang Juni in seinem zehnten Auswertungswochenende. Schon der Kinostart von „Michael“ hatte die bisherigen Maßstäbe für Filmbiografien deutlich verschoben. Am ersten Wochenende spielte die Produktion weltweit rund 217,4 Millionen US-Dollar ein. Davon kamen 97,2 Millionen US-Dollar aus den USA und Kanada, weitere rund 120,4 Millionen US-Dollar aus den internationalen Märkten.


In Nordamerika übertraf der Film damit unter anderem „Straight Outta Compton“, der 2015 mit 60,2 Millionen US-Dollar gestartet war und bis dahin den stärksten Auftakt eines Musik-Biopics verzeichnet hatte. Auch „Oppenheimer“ und „Bohemian Rhapsody“ lagen bei ihren nordamerikanischen Starts unter dem Ergebnis von „Michael“. Dass „Michael“ die Milliardenmarke erreicht hat, lag nicht allein an seinem starken Start. Entscheidend war vielmehr, dass der Film auch in den Wochen danach ungewöhnlich viele Menschen ins Kino zog. Besonders außerhalb Nordamerikas erwies sich „Michael“ als Langläufer: Dort stieg das Einspielergebnis von zunächst rund 120 Millionen auf knapp 630 Millionen US-Dollar.


Wie bemerkenswert diese Entwicklung ist, zeigt der Vergleich mit „Der Super Mario Galaxy Film“. Der Animationsfilm startete mit rund 372,6 Millionen US-Dollar weltweit deutlich stärker und hatte die Milliardenschwelle damit schon nach den ersten Tagen klar in Reichweite. „Michael“ lag zum Start dagegen mehr als 150 Millionen US-Dollar zurück und musste anschließend wesentlich mehr aufholen. Nach dem Auftakt fehlten „Der Super Mario Galaxy Film“ noch rund 627 Millionen US-Dollar bis zur Milliarde. Bei „Michael“ waren es fast 785 Millionen US-Dollar. Trotzdem liegen beide Filme inzwischen nahezu gleichauf: Der Mario-Film kommt auf rund 1,01 Milliarden US-Dollar, „Michael“ auf gut 1,002 Milliarden. Der Unterschied liegt damit vor allem im Verlauf. „Der Super Mario Galaxy Film“ verdankte sein Ergebnis in erster Linie einem außergewöhnlich großen Start.


„Michael“ entwickelte sich dagegen über viele Wochen hinweg deutlich stärker, als es nach dem ersten Wochenende zu erwarten gewesen war. Vor allem auf den internationalen Märkten hielt sich das Interesse lange: Während der Mario-Film dort von rund 182 auf knapp 580 Millionen US-Dollar zulegte, wuchs das Einspielergebnis von „Michael“ von rund 120 auf fast 630 Millionen US-Dollar. Bei „Der Super Mario Galaxy Film“ war ein späteres Milliardenergebnis deshalb schon nach dem Start realistisch. Bei „Michael“ kam der Meilenstein wesentlich überraschender. Dass das Biopic trotz des deutlich kleineren Auftakts beinahe auf dasselbe Gesamtergebnis kommt, zeigt, wie außergewöhnlich stabil sich der Film über seine gesamte Kinoauswertung hinweg entwickelt hat.


Inszeniert wurde „Michael“ von Antoine Fuqua, während John Logan das Drehbuch schrieb. Michael Jackson wird von seinem Neffen Jaafar Jackson verkörpert, der mit der Hauptrolle sein Spielfilmdebüt gibt. Juliano Krue Valdi spielt Jackson als Kind. In weiteren Rollen sind Colman Domingo, Nia Long, Miles Teller, Kendrick Sampson und Mike Myers zu sehen. Inhaltlich zeichnet „Michael“ Jacksons Weg vom jüngsten Mitglied der Jackson Five zum weltweit erfolgreichen Solokünstler nach. Der Film behandelt seinen Aufstieg bei Motown, die Zusammenarbeit mit Quincy Jones sowie die Entstehung der Alben „Off the Wall“, „Thriller“ und „Bad“.

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