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„Nicht mit mir“: Mahershala Ali zieht nach jahrelangem „Blade“-Chaos einen Schlussstrich

  • Autorenbild: Toni Schindele
    Toni Schindele
  • vor 1 Stunde
  • 2 Min. Lesezeit

Nach sieben Jahren voller Verschiebungen, Regiewechsel und verworfener Drehbücher hat Mahershala Ali seine Beteiligung an Marvels „Blade“ für beendet erklärt. Damit dürfte endgültig feststehen, dass der zweifache Oscarpreisträger nicht als Daywalker ins MCU einziehen wird.


Mahershala Ali lächelt bei einer Veranstaltung in die Kamera. Er trägt eine schwarze „Blade“-Kappe und ein gemustertes Sakko.
Bildnachweis: Von Gage Skidmore, CC BY-SA 3.0

Die jahrelange Hängepartie um „Blade“ hat für Mahershala Ali wohl ein eindeutiges Ende gefunden. Auf die Frage des US-Magazins GQ, ob die Verfilmung inzwischen einer Realisierung näher gekommen sei, antwortete der Schauspieler knapp: „Nicht mit mir.“ Seine anschließende Begründung fiel ebenso eindeutig aus. „Ich mache das jetzt seit fast 30 Jahren professionell, und eines habe ich gelernt: Was für einen bestimmt ist, ist für einen bestimmt und was nicht, ist es nicht“, erklärte Ali. „Aus welchem Grund auch immer, dieses Projekt ist nichts für mich. Wenn sie es gewollt hätten, hätten wir es gemacht. Also muss ich weitermachen.“


Für Ali liegt der Grund dafür bei Marvel: „Ich stand unter Vertrag, sie haben Milliarden von Dollar. Wenn sie den Film gewollt hätten, hätten wir ihn gemacht. Also machen wir den Film nicht.“ Für sich selbst zieht Ali daraus einen klaren Schluss: „Ich bin bereit, die ‚Blade‘-Fragen hinter mir zu lassen. Diese Fragen sind für sie. Sie wollten ihn nicht machen, also sollten sie diese Frage beantworten.“ Marvel hatte Ali am 20. Juli 2019 auf der San Diego Comic-Con als neuen Blade vorgestellt. Zu einem sichtbaren Auftritt kam es jedoch nie: In der Abspannszene von „Eternals“ war der Schauspieler 2021 lediglich aus dem Off zu hören. Die Hauptdreharbeiten zu seinem Solofilm begannen trotz mehrerer Anläufe nicht. Bassam Tariq verließ die Regie im September 2022, sein Nachfolger Yann Demange schied 2024 ebenfalls aus.


Mindestens fünf Autoren arbeiteten zeitweise an unterschiedlichen Fassungen, während der Kinostart zunächst von November 2023 auf September 2024 und anschließend auf November 2025 verschoben wurde. Im Oktober 2024 entfernte Disney „Blade“ schließlich vollständig aus seinem Veröffentlichungskalender. Marvel-Studios-Chef Kevin Feige hatte erst wenige Tage vor Alis Interview im Podcast „Happy Sad Confused“ eingeräumt, sich wegen des gescheiterten Vorhabens wie ein „riesiger Verlierer und Versager“ zu fühlen. Das Studio habe keine Drehbuchfassung gefunden, die seinen Qualitätsansprüchen genügt habe. Feige bezeichnete „Blade“ zugleich als Folge jener Phase, in der Marvel seine Produktion stark ausgeweitet und Quantität über Qualität gestellt habe.


Ali und Tariq haben ihre Zusammenarbeit inzwischen mit dem eigenständigen Actiondrama „Your Mother Your Mother Your Mother“ fortgesetzt. Ali spielt darin Latif, einen gläubigen muslimischen Auftragsmörder, der nach dem Tod seiner Frau allein für seine drei Kinder sorgen muss und in einen politischen sowie religiösen Konflikt gerät. Im Gespräch mit GQ erklärte Ali, für die Rolle auf Fähigkeiten zurückgegriffen zu haben, die er sich während seines mehr als einjährigen Trainings für „Blade“ angeeignet hatte. Wann der Film hierzulande in die Kinos kommen wird, ist noch unklar, in den USA startet er ab dem 25. September 2026 auf der großen Leinwand.

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