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Christopher Nolans „Die Odyssee“ steuert auf nächstes Rekordwochenende zu

  • Autorenbild: Toni Schindele
    Toni Schindele
  • vor 11 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

„Die Odyssee“ könnte auch am zweiten Wochenende eine Summe einspielen, die für viele Filme bereits zum Kinostart ein Erfolg wäre. Besonders außergewöhnlich ist dabei, wie wenig der Film nach seinem bereits gewaltigen Start an Zugkraft verlieren dürfte.


Matt Damon steht als Odysseus in Christopher Nolans „Die Odyssee“ inmitten bewaffneter Krieger in einem nebligen Wald.
Bildnachweis: © Universal Studios. All Rights Reserved.

Weltweit spielte „Die Odyssee“ an seinem ersten Wochenende rund 264 Millionen US-Dollar ein. Davon entfielen 123,5 Millionen auf die USA und Kanada und genau dort könnte Christopher Nolans Epos nun auch am zweiten Wochenende außergewöhnlich stark bleiben. Von Freitag bis Sonntag werden in Nordamerika derzeit weitere 84,5 Millionen US-Dollar erwartet. Das entspräche einem Rückgang von lediglich 32 Prozent gegenüber dem Auftakt. Wie außergewöhnlich hoch diese Prognose ausfällt, veranschaulicht TheWrap mit einem Vergleich zu Nolans vorherigem Film: „Oppenheimer“ eröffnete 2023 in Nordamerika mit 82,4 Millionen US-Dollar. „Die Odyssee“ könnte somit an seinem zweiten Wochenende mehr einspielen, als der spätere Oscar-Gewinner während seines gesamten Auftaktwochenendes erreichte.


Gerade weil „Die Odyssee“ bereits mit gewaltigen Zahlen gestartet ist, kommt dem zweiten Wochenende besondere Bedeutung zu. Erst jetzt zeigt sich, ob der Erfolg vor allem vom ersten Ansturm getragen wurde oder ob der Film auch darüber hinaus ein breites Publikum erreicht. In den ersten Tagen bündeln sich Vorverkäufe, die größte Werbewirkung und all jene Kinobesucher, die einen Film möglichst früh sehen möchten. Am zweiten Wochenende fällt ein großer Teil dieses Effekts weg. Nun zählen Empfehlungen, Wiederholungsbesuche und die Frage, wie stark die allgemeine Nachfrage tatsächlich bleibt. Gerade Filme, die schon zum Auftakt mehr als 100 Millionen US-Dollar einspielen, haben dabei besonders viel Umsatz zu verlieren. „Die Odyssee“ könnte nun rund 68 Prozent seines Startgeschäfts halten. Ein Rückgang von nur 32 Prozent wäre deshalb nicht bloß ordentlich, sondern für einen Film dieser Größenordnung außergewöhnlich.


Selbst Nolans „The Dark Knight“, dessen Laufzeit an den Kinokassen bis heute als Paradebeispiel für einen langlebigen Blockbuster gilt, verlor am zweiten Wochenende rund 52 Prozent und nahm dabei 75,2 Millionen US-Dollar ein. Sollte die aktuelle Prognose Bestand haben, würde „Die Odyssee“ damit zugleich das beste zweite Wochenende in Nolans Karriere erzielen. Den bisherigen Höchstwert von „The Dark Knight“ könnte der Film um mehr als neun Millionen US-Dollar übertreffen. Ganz überraschend kommt die Stabilität allerdings nicht, denn auch der Spielplan kommt Nolans Epos entgegen. Zwischen seinem Start und der Ankunft von „Spider-Man: Brand New Day“ in der kommenden Woche hält sich Hollywood mit großen Neustarts weitgehend zurück. „Die Odyssee“ muss daher kaum Leinwände abgeben – im Gegenteil: Die Zahl der nordamerikanischen Kinos steigt in der zweiten Woche sogar leicht von 3.919 auf 3.942.


Doch auch ohne starke Konkurrenz muss ein Film die vorhandenen Säle erst einmal füllen. Dass dies weiterhin gelingt, hatte sich bereits unter der Woche abgezeichnet. Schon vor dem zweiten Freitag näherte sich „Die Odyssee“ in Nordamerika der Marke von 200 Millionen US-Dollar. Von Montag bis Donnerstag kamen dort noch einmal fast 76 Millionen hinzu. Mit dem prognostizierten zweiten Wochenende würde der Film seinen nordamerikanischen Gesamtstand bis Sonntag auf knapp 284 Millionen US-Dollar steigern. Der Erfolg beschränkt sich nicht auf die USA und Kanada. Bis Donnerstag hatte „Die Odyssee“ außerhalb Nordamerikas weitere 164,1 Millionen US-Dollar eingespielt. Weltweit beliefen sich die Einnahmen damit bereits vor Beginn des zweiten Wochenendes auf rund 363,6 Millionen US-Dollar.


Besonders große Wellen schlägt „Die Odyssee“ bislang in Frankreich. Dort erreichte Nolans Film innerhalb seiner ersten vollständigen Kinowoche 1,84 Millionen Besucher. Damit gelang ihm nicht nur die beste erste Woche eines Films im französischen Kinojahr 2026, sondern zugleich Nolans bislang größter Start in Frankreich. Auch in Italien sorgte „Die Odyssee“ unter der Woche weiter für volle Kassen. Bis einschließlich Mittwoch stieg der Umsatz dort auf rund 16,1 Millionen Euro. Der Film trug damit maßgeblich dazu bei, dass der italienische Kinomarkt im Juli deutlich stärker abschnitt als in den beiden Vorjahren. Die Marke von 400 Millionen US-Dollar dürfte weltweit spätestens im Laufe des Wochenendes fallen. Sollte sich „Die Odyssee“ auch außerhalb Nordamerikas ähnlich stabil halten, könnte bereits am Sonntag sogar die halbe Milliarde in Reichweite rücken.

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