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Oscar-Vorauswahl steht: Academy bestätigt alle eingereichten Filme in drei Kernkategorien

  • Autorenbild: Toni Schindele
    Toni Schindele
  • 23. Nov. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Kurz vor Beginn der Abstimmungsphase hat die Oscar-Academy bekanntgegeben, welche Produktionen in den Kategorien „Bester Animationsfilm“, „Bester Dokumentarfilm“ und „Bester internationaler Film“ offiziell eingereicht wurden.


Blick auf die festlich ausgeleuchtete Bühne der Oscars im Dolby Theatre in Hollywood, mit großem „OSCARS“-Schriftzug, goldener Bühnengestaltung und wartendem Publikum bei der Live-Verleihung.
Bildnachweis: © Richard Harbaugh / The Academy

Mit der Veröffentlichung der vollständigen Listen aller Einreichungen in den Kategorien „Bester Animationsfilm“, „Bester Dokumentarfilm“ und „Bester internationaler Film“ hat die Academy of Motion Picture Arts and Sciences die erste wichtige Weichenstellung für die 98. Academy Awards vorgenommen. Für die Produktionen bedeutet die Aufnahme in diese Listen, dass sie die Qualifikationskriterien erfüllen und im weiteren Verfahren berücksichtigt werden. Über die endgültigen Nominierungen entscheidet jedoch erst die mehrstufige Abstimmung durch die jeweiligen Branchensektionen sowie optierende Academy-Mitglieder aller Gewerke. In der Kategorie „Bester Animationsfilm“ wurden 35 Langfilmproduktionen bestätigt, die im kommenden Abstimmungsprozess zur Vorauswahl stehen. Das Spektrum reicht von großen Studioveröffentlichungen wie „Die Gangster Gang 2“, „Elio“, „SpongeBob Schwammkopf: Piraten Ahoi!“ und „Zoomania 2“ bis hin zu unabhängig produzierten Titeln wie „All Operators Are Currently Unavailable“, „Little Amélie or the Character of Rain“ oder „Olivia & the Clouds“.


Einige der eingereichten Filme müssen jedoch noch ihre qualifizierende US-Auswertung nachreichen; erst dann können sie tatsächlich offiziell in die nächste Runde gehen. Stimmberechtigt für diese Kategorie sind automatisch die Mitglieder der Animationsbranchensektion, während die Academy-Mitglieder anderer Gewerke ebenfalls die Option zur Abstimmung haben, für die sie allerdings neuerdings eine Mindestanzahl an Sichtungen der eingereichten Filme absolvieren müssen. Denn erst rund einen Monat nach der letzten Verleihung hat die Oscar-Academy den Abstimmungsprozess reformiert, was zukünftig in allen finalen Abstimmungsrunden verhindern soll, dass – wie in früheren Jahren häufig kritisiert – Stimmen ohne vollständige Sichtung abgegeben werden. Wie die Academy die neuen Sichtungspflichten jedoch tatsächlich kontrollieren will, ist unklar; eine Nachweispflicht wurde bislang nicht angekündigt. Animationsfilme können zudem parallel in weiteren Kategorien nominiert werden und sind ebenfalls zugelassen, wenn sie zugleich als nationaler Beitrag im Wettbewerb um den besten internationalen Film eingereicht wurden.


Für die Kategorie „Bester Dokumentarfilm“ sind 201 Titel qualifiziert. Auch hier gilt: Einige Filme müssen ihre qualifizierende Veröffentlichung noch nachreichen. Die Dokumentarfilm-Branchensektion entscheidet über die 15 Titel, die am 16. Dezember 2025 eine Shortlist bilden werden. Wie in den anderen Kategorien können dokumentarische Arbeiten auch in weiteren Oscar-Sektionen berücksichtigt werden, sofern sie die jeweiligen Bedingungen erfüllen. Der Wettbewerb um den „Besten internationalen Film“ umfasst in diesem Jahr 86 eingereichte Produktionen. Der Definition zufolge muss ein Beitrag außerhalb der USA produziert und dabei überwiegend nicht englischsprachig sein. Aus Deutschland geht Mascha Schilinskis „In die Sonne schauen“ ins Rennen, aus dem DACH-Raum entsendet Österreich außerdem „Pfau – Bin ich echt?“ und die Schweiz Petra Volpes „Heldin“. Jedes Land darf jährlich nur einen Titel nominieren, der in einem nationalen Auswahlverfahren bestimmt wird.


Die internationale Branchensektion der Academy entscheidet anschließend mit Unterstützung optierender Mitglieder über die 15-Filme-Shortlist, die ebenfalls am 16. Dezember 2025 veröffentlicht wird. Die erste Abstimmungsrunde findet zwischen dem 8. und 12. Dezember 2025 statt und legt die Grundlage für die Shortlists. Die offiziellen Nominierungen werden schließlich am 22. Januar 2026 veröffentlicht. Die Verleihung selbst folgt am 15. März 2026 im Dolby Theatre in Hollywood und wird weltweit in mehr als 200 Territorien übertragen. In Deutschland ist davon auszugehen, dass die Verleihung wie in den Vorjahren erneut von ProSieben übertragen wird. Der Sender hielt in den letzten Jahren durchgängig die linearen und digitalen Übertragungsrechte, inklusive Livestream über Joyn. Eine offizielle Bestätigung für 2026 steht jedoch noch aus.

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