Rechtsstreit um Ghostface: Wem gehört die Maske von „Scream“?
- Toni Schindele
- vor 19 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Kurz vor dem Kinostart von „Scream 7“ gerät ausgerechnet das ikonischste Element der Horrorreihe in den Fokus eines Rechtsstreits, der klären soll, wem überhaupt die Ghostface-Maske gehört.

Wenige Wochen vor dem deutschen Kinostart von „Scream 7“ sieht sich das traditionsreiche Horror-Franchise mit einem Rechtsstreit konfrontiert, der weit über den aktuellen Film hinausreicht. Im Kern geht es um die Frage, wem das Design der Ghostface-Maske rechtlich zuzuordnen ist. Seit fast drei Jahrzehnten steht die Ghostface-Maske sinnbildlich für das „Scream“-Franchise und gehört zu den wiedererkennbarsten Motiven des modernen Horrorkinos. Auslöser des nun aufgekommenen Rechtsstreits ist eine vorsorgliche Klage von Paramount Pictures und Spyglass Media Group gegen das in Los Angeles ansässige Effekte-Studio Alterian Ghost Factory. Die Studios beantragen eine gerichtliche Feststellung, dass Alterian keine Ansprüche auf das Design der Ghostface-Maske geltend machen kann.
Denn Alterian behauptete kürzlich, die charakteristische Maskenform bereits vor deren Markteinführung durch den Kostümhersteller Fun World entworfen zu haben. Fun World wiederum hatte die Maske Anfang der 1990er-Jahre als handelsübliches Produkt unter dem Namen „Peanut-Eyed Ghost“ vertrieben. Erst 1996 wurde sie im ersten „Scream“-Film eingesetzt – nach Lizenzverhandlungen, bei denen das Studio eine Nutzungserlaubnis erhielt, die Eigentumsrechte am Design jedoch beim Hersteller verblieben. Diese Trennung zwischen Filmfigur und Produktdesign gilt bislang als rechtliche Grundlage des Franchise. Der nun angestoßene Streit stellt genau dieses Konstrukt infrage und zielt darauf ab zu klären, ob Fun World zur Lizenzvergabe überhaupt berechtigt war. Der Zeitpunkt des Konflikts ist brisant: „Scream 7“ soll am 26. Februar 2026 in den deutschen Kinos starten und hat bereits eine von Umbrüchen geprägte Entwicklungsphase hinter sich.
Nach der Trennung von Melissa Barrera, dem Ausstieg von Jenna Ortega und dem Rückzug des ursprünglich vorgesehenen Regisseurs Christopher Landon wurde das Projekt neu aufgestellt. Mit der Rückkehr von Neve Campbell als Sidney Prescott und Kevin Williamson als Regisseur und Drehbuchautor orientiert sich der Film stärker an den Ursprüngen der Reihe. Inhaltlich konzentriert sich „Scream 7“ damit wieder auf Sidney Prescott, die nach den früheren Gewaltereignissen versucht, mit ihrer Familie ein zurückgezogenes Leben zu führen. Aus diesem Plan wird jedoch nichts, als erneut ein Ghostface-Killer auftaucht. Dieses Mal scheint es der gesichtslose Mörder nicht auf sie selbst, sondern auf ihre Tochter abgesehen zu haben. Sidney Prescott muss nun alles daran setzen, ihre Tochter und ihre Familie zu schützen – und sich erneut dem Ghostface-Killer stellen.

