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Universal knackt erstmals seit neun Jahren wieder die Fünf-Milliarden-Dollar-Marke

Autorenbild: Toni Schindele
Toni Schindele
vor 17 Stunden
2 Min. Lesezeit

Universal hat 2026 als erstes Hollywood-Studio weltweit mehr als fünf Milliarden US-Dollar an den Kinokassen eingespielt. Für das Unternehmen ist es erst das dritte Fünf-Milliarden-Dollar-Jahr seiner Geschichte und das erste seit 2017.


Blick in einen Kinosaal bei der Universal-Tradeshow auf der CineHamburg 2026: Auf der großen Leinwand wird das Filmprogramm des ersten Halbjahres 2026 gezeigt, davor stehen mehrere Personen auf der Bühne.
Bildnachweis: (Universal-Tradeshow bei der CineHamburg 2026) © Stephan Wallocha / ZKM

Wie NBCUniversal verkündete, haben die von Universal vertriebenen Filme 2026 bislang 1,788 Milliarden US-Dollar in den USA und Kanada sowie weitere 3,218 Milliarden US-Dollar im Rest der Welt eingespielt. Unterm Strich stehen damit rund 5,006 Milliarden US-Dollar an den Kinokassen. In diese Bilanz fließen nicht nur Filme von Universal Pictures selbst ein, sondern auch Veröffentlichungen der zur Universal-Gruppe gehörenden Unternehmen Illumination, DreamWorks Animation und Focus Features. Die Marke von fünf Milliarden US-Dollar bezieht sich dabei auf das weltweite Kinoeinspielergebnis und nicht auf den Umsatz oder gar den Gewinn, der am Ende bei Universal verbleibt.


Der mit Abstand größte Baustein dieses Erfolgs ist Christopher Nolans „Die Odyssee“. Rund 1,7 Milliarden US-Dollar hat der Film weltweit eingespielt und damit sogar „Jurassic World“ hinter sich gelassen. Kein von Universal vertriebener Film war an den Kinokassen jemals erfolgreicher. Doch Nolan trägt die Bilanz nicht allein. „Michael“ kommt auf etwa 1,03 Milliarden US-Dollar, „Der Super Mario Galaxy Film“ auf rund 1,01 Milliarden US-Dollar. Beim Michael-Jackson-Biopic ist Universal allerdings nur außerhalb Nordamerikas für den Vertrieb zuständig; produziert wurde der Film von Lionsgate. Damit laufen drei der bislang fünf Filme, die 2026 weltweit mehr als eine Milliarde US-Dollar eingespielt haben, zumindest teilweise über Universal.


Auch unterhalb dieser Schwelle ist das Jahr stark: „Minions & Monster“ steuerte rund 524 Millionen US-Dollar bei, „Obsession – Du sollst mich lieben“ weitere 519 Millionen US-Dollar. Letzterer ist damit der weltweit erfolgreichste Film in der Geschichte von Focus Features. Das zu Universal Pictures gehörende Studio setzt traditionell stärker auf kleinere bis mittelgroße Filme mit Autoren- und Prestigeanspruch; zu seinem Katalog zählen etwa „Brokeback Mountain“, „Abbitte“ und „Nosferatu – Der Untote“. Dass nun ausgerechnet ein Focus-Film mehr als eine halbe Milliarde US-Dollar einspielt, zeigt, wie breit Universals Kinojahr 2026 aufgestellt ist.


Die Marke von fünf Milliarden US-Dollar hatte Universal zuvor nur 2015 und 2017 überschritten. Besonders 2015 setzte das Studio Maßstäbe: „Jurassic World“, „Fast & Furious 7“ und „Minions“ spielten jeweils mehr als eine Milliarde US-Dollar ein und machten Universal zum ersten Studio, das innerhalb eines Kalenderjahres drei Filme mit einem weltweiten Einspielergebnis von jeweils mehr als einer Milliarde US-Dollar veröffentlichte. Dass die Marke von fünf Milliarden US-Dollar 2026 bereits Ende September fällt, unterstreicht die Größenordnung des laufenden Kinojahres.

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