Venedig ehrt Luca Guadagnino mit dem Cartier Glory to the Filmmaker Award
- Toni Schindele

- vor 3 Stunden
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Venedig würdigt Luca Guadagnino. Bei den 83. Internationalen Filmfestspielen erhält er den Cartier Glory to the Filmmaker Award und präsentiert zugleich seinen neuen, mehr als siebenstündigen Dokumentarfilm.

Luca Guadagnino kehrt in diesem Jahr nicht nur mit einem neuen Film auf den Lido zurück, sondern nimmt dort auch eine besondere Auszeichnung entgegen: Die Internationalen Filmfestspiele von Venedig ehren den italienischen Filmemacher mit dem Cartier Glory to the Filmmaker Award. Mit dem Preis würdigen die Biennale di Venezia und Cartier Filmschaffende, die dem zeitgenössischen Kino eine eigenständige Handschrift gegeben haben. Überreicht wird Guadagnino die Auszeichnung am 8. September um 15 Uhr im Sala Casinò des Palazzo del Casinò und der Geehrte bringt für diesen Anlass gleich neues Material mit.
Denn direkt im Anschluss zeigt die Mostra seinen Dokumentarfilm „Joie de vivre“ außer Konkurrenz, wie die Biennale di Venezia am Freitag mitteilte. Den Cartier Glory to the Filmmaker Award vergeben Festival und Hauptsponsor Cartier seit Beginn ihrer Partnerschaft im Jahr 2021. Die 83. Internationalen Filmfestspiele von Venedig finden vom 2. bis 12. September auf dem Lido statt. Für „Joie de vivre“ richtete Guadagnino den Blick auf einen der prägendsten Regisseure des italienischen Kinos: Bernardo Bertolucci. Guadagnino nimmt sich dafür viel Zeit: Mit 435 Minuten Laufzeit erstreckt sich die Dokumentation über sieben Stunden und 15 Minuten. Mit „Joie de vivre“ schreibt Guadagnino zugleich eine lange gemeinsame Geschichte mit der Mostra fort.
Erst in den vergangenen Jahren brachte er „After the Hunt“, „Queer“ und „Bones and All“ nach Venedig; für „Bones and All“ erhielt er 2022 auch den Silbernen Löwen für die beste Regie. Doch seine Verbindung zum Festival reicht deutlich weiter: Auch „The Protagonists“, „I Am Love“, „A Bigger Splash“, „Suspiria“ und „Salvatore: The Shoemaker of Dreams“ waren dort bereits zu sehen. Festivaldirektor Alberto Barbera begründet die diesjährige Ehrung unter anderem mit Guadagninos Variabilität, sich zwischen unterschiedlichen Genres bewegen zu können sowie seiner Position an der Schnittstelle von italienischem Autorenkino und internationalen Produktionen.
So meinte Barbera in der Pressemitteilung: „Sein Kino ist vital und scheut kein Risiko: nomadisch, sinnlich, anspruchsvoll und doch einem breiten Publikum zugänglich, wo intellektuelle Provokation und Emotion, Erinnerung und Moderne auf brillante Weise koexistieren.“ Guadagnino selbst wird darin zur Annahme des Preises mit den Worten zitiert: „Für das eigene Handwerk oder das Leben als Filmemacher geehrt zu werden, ist ein Ziel, von dem kein Filmemacher je zu träumen wagt – insbesondere, indem ich mich in die Reihe der Filmemacher einordne, die diese prestigeträchtige Auszeichnung vor mir erhalten haben und denen ich so viel von meiner Entwicklung verdanke. Deshalb möchte ich noch einmal betonen, welch eine Ehre es ist, diesen Preis entgegenzunehmen, insbesondere von Alberto Barbera und der Biennale di Venezia.“





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