„Das war immer das Ende“: Meaghan Oppenheimer enthüllt Serienende von „Tell Me Lies“
- Toni Schindele
- vor 1 Tag
- 2 Min. Lesezeit
Nach drei Staffeln ist Schluss: „Tell Me Lies“-Serienschöpferin Meaghan Oppenheimer hat das Serienende offiziell bestätigt und erstmals ausführlich begründet, warum die Geschichte um Lucy Albright und Stephen DeMarco nicht fortgesetzt wird.

Die auf dem gleichnamigen Roman von Carola Lovering basierende Serie „Tell Me Lies“ startete 2022 bei Hulu und wurde im deutschsprachigen Raum Ende desselben Jahres bei Disney+ veröffentlicht. Erzählt wird die Geschichte der toxischen Beziehung zwischen Lucy Albright und Stephen DeMarco, die sich über mehrere Jahre hinweg entfaltet und deren Auswirkungen weit über das Paar hinausreichen. Mit der dritten Staffel, die im Januar 2026 startete, erreichte die Serie nochmals eine gesteigerte Aufmerksamkeit – nun steht jedoch fest, dass mit der achten Episode dieser Staffel das letzte Kapitel geschrieben ist. Serienschöpferin Meaghan Oppenheimer hat bestätigt, dass die Serie nach dem Staffel-Finale nicht fortgesetzt wird. Auf Instagram schrieb sie: „Nach drei fantastischen Staffeln von ‚Tell Me Lies‘ läuft heute Abend die letzte Folge. Das war immer das Ende, das mein Autorenteam und ich uns vorgestellt hatten“.
Ziel sei es stets gewesen, die Qualität der Serie zu wahren und eine in sich geschlossene Geschichte zu erzählen; ein Privileg, das Serien nicht immer hätten. Oppenheimer sprach zugleich von Wehmut über den Abschied, zeigte sich aber dankbar, das Projekt mit einem bewusst gesetzten Ende beenden zu können. Unter dem Instagram-Post reagierten zahlreiche Fans in den Kommentaren überrascht auf die Entscheidung. Kommentare forderten zusätzliche Episoden, kritisierten offene Fragen oder wünschten sich ein Spin-off. Einzelne Stimmen schlugen etwa eine eigene Serie über Nebenfiguren wie Wrigley und Bree vor oder forderten eine filmische Fortsetzung der Zeit zwischen College und Hochzeit. Eine konkrete Fortsetzung im „Tell Me Lies“-Universum ist jedoch bislang nicht angekündigt. Gegenüber dem Branchenmagazin Deadline führte die Serienschöpferin die Entscheidung weiter aus und machte deutlich, dass strukturelle Gründe gegen eine Fortsetzung sprachen.
Inhaltlich gebe es nach dem College-Abschnitt kaum noch verbindende Elemente zwischen den Figuren; die Charaktere lebten an unterschiedlichen Orten, befänden sich in verschiedenen Lebensphasen und teilten keine gemeinsame Rahmenhandlung mehr. Eine weitere Staffel hätte eine grundlegende Neukonzeption erfordert und sich „wie eine völlig andere Serie“ angefühlt. Für Oppenheimer sei entscheidend gewesen, nur dann weiterzumachen, wenn sie selbst an die Richtung glaube; im Zweifel habe sie sich bewusst gegen eine Verlängerung entschieden. Sie habe frühzeitig mit der Besetzung über diese Perspektive gesprochen und die dritte Staffel mit dem Bewusstsein geschrieben, dass dies das Ende sein könnte; insbesondere die Hochzeitsvorbereitungen seien als erzählerische Auflösung gedacht gewesen. Parallel bestätigte Oppenheimer, dass sie bei 20th Television an einem neuen Projekt arbeitet. Dieses solle erneut komplexe, konfliktreiche Beziehungen in den Mittelpunkt stellen, diesmal jedoch im Kontext eines Familiendramas über erwachsene Geschwister.

