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Ein Jahresrückblick mit Nhung Hong: „Mir kommt dieses Jahr unfassbar lang vor“

  • Autorenbild: Toni Schindele
    Toni Schindele
  • vor 3 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

„Wenn ich nicht am Set bin, weiß ich manchmal gar nicht so richtig, wer ich bin“, erzählt Nhung Hong über die Unsicherheiten ihres Berufs, der zwischen intensiven Drehphasen und längeren Stillständen pendelt.


Zweiteiliges Aufmacherbild zum Jahresrückblick 2025: Links steht groß ‚2025 Recap‘ auf goldenem Hintergrund, rechts ein Portrait von Nhung Hong mit langen dunklen Haaren, die freundlich in die Kamera blickt.
Bildnachweis: (Foto-Credit) Sasha Ilushina

Das Film- und Serienjahr 2025 neigt sich seinem Ende zu – Zeit für einen Rückblick mit einer Schauspielerin, die in diesem Jahr ihren Durchbruch feierte: Nhung Hong. Ob in etablierten Fernsehreihen oder auf der Kinoleinwand – 2025 führte kaum ein Weg an ihr vorbei. Bereits zu Jahresbeginn war sie in der ARD-Krimireihe „Nord bei Nordwest“ zu sehen: Am 2. Januar lief mit „Fette Ente mit Pilzen“ die 25. Folge der Reihe, in der sie neben Hinnerk Schönemann, Jana Klinge und Marleen Lohse Teil des Ensembles war. Es folgten weitere TV-Auftritte, darunter eine Episodenrolle in der dritten Staffel von „WaPo Duisburg“ sowie ein Auftritt in der vierten Staffel der ZDFneo-Comedyserie „Doppelhaushälfte“, deren neue Folgen im April starteten. Spätestens mit dem Kinofilm „Mädchen, Mädchen“ rückte sie auch für ein breiteres Publikum ins Zentrum der Aufmerksamkeit.


Die Neuinszenierung des gleichnamigen Films aus dem Jahr 2001, die sich zeitgenössischer den

Szenenbild aus dem Film ‚Mädchen, Mädchen‘: Nhung Hong sitzt als Lena an einem bunt gedeckten Gartentisch vor einem Laptop, umgeben von Blumen und einem Hängesessel, und schaut konzentriert auf den Bildschirm.
Bildnachweis: © Constantin Film Verleih / Petro Domenigg

Themen weiblicher Sexualität, Freundschaft und Selbstfindung widmet, feierte ihre Premiere am 29. Juni 2025 beim Filmfest München und kam am 3. Juli 2025 regulär in die deutschen Kinos. Unter der Regie von Martina Plura spielte Nhung Hong neben Kya-Celina Barucki und Julia Novohradsky eine der drei Hauptrollen. Doch „Mädchen, Mädchen“ blieb nicht ihr einziger Leinwandauftritt. Mit „Zweigstelle“ von Julius Grimm war Nhung Hong in einer weiteren deutschen Kinoproduktion vertreten, die ebenfalls 2025 Premiere feierte: Der Film lief am 2. Juli beim Filmfest München und startete am 9. Oktober bundesweit im Kino.


Die Tragikomödie über vier Freunde, die nach einem tödlichen Autounfall mit der Bürokratie einer bayerischen Nachweltbehörde konfrontiert werden, wurde beim Filmfest mit dem National Audience Award ausgezeichnet und mehrfach für den Förderpreis Neues Deutsches Kino nominiert – darunter auch in der Kategorie Schauspielerische Leistung, mit Nhung Hong als Teil des Ensembles. Zum Jahresende war sie schließlich auch im Weihnachtsprogramm vertreten: In der ZDF-Tragikomödie „Eine fast perfekte Bescherung“, die seit dem 15. November in der ZDFmediathek abrufbar ist und am 14. Dezember im ZDF ausgestrahlt wurde, gehörte sie zu einem Ensemble, das den Heiligen Abend während einer Bombenentschärfung in einer Turnhalle verbringen muss.


Der Film Journalist: Zwei Kinofilme und vier Produktionen für das Fernsehen. Wie blickst du auf dein Film- und Serienjahr zurück?


Nhung Hong: Also mir kommt dieses Jahr unfassbar lang vor, weil ich manchmal selbst kaum noch weiß, womit es eigentlich angefangen hat. Ich glaube, Anfang des Jahres war ich noch in Japan im Urlaub – und dann ging es eigentlich schon los. „Zweigstelle“ haben wir mit Julius im Februar gedreht, also noch in diesem Jahr, und deshalb fühlt es sich total surreal an, dass der Film jetzt schon draußen ist. Auch „Mädchen, Mädchen“ war ein Projekt, in das unglaublich viel Arbeit und Liebe geflossen ist. Wir hatten viel Freiraum, die Figuren zu entwickeln, und durften auch unser eigenes jugendliches Ich einbringen. Ich bin darauf wirklich stolz. Gleichzeitig: Ich habe oft damit zu kämpfen, zu hinterfragen, was ich eigentlich gerade tue.


Wenn ich nicht am Set bin, weiß ich manchmal gar nicht so richtig, wer ich bin. Gerade habe ich das Glück, in München für eine neue ZDF-Duo-Sitcom zu drehen – das gibt mir Struktur, das Gefühl, arbeiten zu gehen und gebraucht zu werden. Aber in Phasen, in denen man monatelang keine Castings bekommt oder nicht dreht – so wie es aktuell in der Branche leider häufig der Fall ist –, stellt man sich schnell die Frage: Wird mein Beruf überhaupt gebraucht? Umso wichtiger war es für mich, die Releases mitzuerleben und echtes Feedback zu bekommen – etwa zu „Mädchen, Mädchen“ oder „Zweigstelle“, auch während der Kinotour. Das war für mich eine große Bestätigung, dass das, was ich tue, relevant ist, und dass ich unbedingt weitermachen möchte.


Der Film Journalist: Du hast eine ZDF-Duo-Sitcom erwähnt, für die du gerade drehst. Kannst du da schon mehr zu verraten?


Nhung Hong: Ja, im Moment drehe ich gerade eine neue ZDF-Duo-Sitcom über den BND. Ich spiele eine Geheimagentin beziehungsweise eine nachrichtendienstliche Mitarbeiterin. Es ist alles ziemlich chaotisch: Die Anwärterinnen und Anwärter wollen gute Spione werden, kommen aber einzeln nicht so richtig mit dem Leistungsdruck dieser Ausbildung klar. Ich glaube, wir haben den BND bisher selten auf diese Art kennengelernt, und ich freue mich unfassbar, dass wir das im Rahmen einer Sitcom erzählen dürfen.

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