Erste Zahlen von den Kinokassen: So hat „One Battle After Another“ am Startwochenende abgeschnitten
- Toni Schindele

- 29. Sept. 2025
- 2 Min. Lesezeit
„One Battle After Another“ mit Leonardo DiCaprio ist am Wochenende weltweit in die Kinos gestartet. Wie erfolgreich ist Paul Thomas Andersons neuer Film an den Kinokassen angelaufen?

Am Startwochenende erreichte „One Battle After Another“ weltweit rund 48,5 Millionen US-Dollar an den Kinokassen. Davon entfielen rund 46 auf die USA und Kanada, während die internationalen Märkte knapp 54 Prozent beisteuerten. Die stärksten Länder außerhalb Nordamerikas waren Großbritannien und Frankreich mit jeweils 3,4 Millionen Dollar, gefolgt von Deutschland, Italien und Saudi-Arabien. Noch ausstehend sind wichtige Märkte wie Südkorea, Japan und China, wo der Film erst am 17. Oktober in den Kinos herauskommen wird. Doch schon dieser Auftakt bedeutet für Paul Thomas Anderson, der bislang nie auf Blockbuster-Dimensionen gesetzt hatte, den erfolgreichsten Start seiner Karriere. Zum Vergleich: „Licorice Pizza“ spielte 2021 insgesamt 33 Millionen Dollar ein, „Phantom Thread“ 47 Millionen und „There Will Be Blood“ 76 Millionen. Der neueste Film überschritt diese Zahlen nun bereits in den ersten Tagen.
Das Produktionsbudget von „One Battle After Another“ wird offiziell mit 130 Millionen Dollar angegeben, einzelne Berichte nennen sogar bis zu 175 Millionen. Hinzugerechnet werden Marketing- und Vertriebskosten, die für ein Studio wie Warner Bros. zwischen 80 und 120 Millionen US-Dollar betragen dürften. Damit ergibt sich eine Gesamtkalkulation von mindestens 210 bis 300 Millionen US-Dollar. Da in der Regel nur etwa die Hälfte der Kinoeinnahmen beim Studio verbleibt, liegt der Break-even-Punkt bei geschätzten 420 bis 600 Millionen US-Dollar. Aus Branchensicht ist dieses Ziel nach dem Start schwer erreichbar. Statistisch entspricht das Startwochenende oft einem Viertel bis einem Drittel der späteren Gesamteinnahmen. Auf Basis der bisherigen Zahlen liegt die Prognose bei rund 150 bis 250 Millionen US-Dollar. Ein kommerzieller Erfolg für Warner Bros. ist damit kaum realistisch.
Paul Thomas Andersons „One Battle After Another“ ist eine freie Annäherung an Motive aus Thomas Pynchons Roman „Vineland“ aus dem Jahr 1990 und rückt die Vater-Tochter-Beziehung ins Zentrum. Die Widerstandsgruppe „French 75“ überfällt ein Internierungslager nahe der mexikanischen Grenze und befreit über 200 Immigranten; der Staat kontert mit Colonel Steven J. Lockjaw, der auf die Revolutionärin Perfidia Beverly Hills trifft – Mitglied der Gruppe und Mutter von Willa. Willa ist die Tochter des Ex-Aktivisten Bob Ferguson alias „Ghetto Pat“, der zurückgezogen lebt, bis Willa verschwindet und er erneut in den Kampf zieht. Der Film wurde von Kritikern bisher überwältigend positiv aufgenommen, wie rund 97 Prozent positive Stimmen auf Rotten Tomatoes, 95 Punkte bei Metacritic und ein „A“-CinemaScore zeigen.





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