Die BAFTA-Nominierungen 2026 sind da: „One Battle After Another“ führt das Rennen an
- Toni Schindele

- vor 5 Tagen
- 6 Min. Lesezeit
Die British Academy of Film and Television Arts hat ihre diesjährigen BAFTA-Nominierungen bekanntgegeben. Wie auch bei den Oscars gehen „One Battle After Another“ und „Blood & Sinners“ als große Favoriten ins Rennen.

Mit der Veröffentlichung der Nominierungen hat die British Academy of Film and Television Arts den Startschuss für die heiße Phase der britischen Filmpreissaison gegeben. Die Verleihung findet am 22. Februar in London statt. Seit 1948 gelten die BAFTA Film Awards als wichtigster nationaler Filmpreis Großbritanniens und zugleich als international beachtetes Qualitätssignal. Weniger glamourös als die Oscars, aber in der Branche hoch angesehen, fungieren sie traditionell als präziser Stimmungsindikator – nicht zuletzt, weil viele BAFTA-Mitglieder auch bei der Academy of Motion Picture Arts and Sciences abstimmen. Mit 14 Nominierungen führt dieses Jahr „One Battle After Another“ das Feld an. Dicht dahinter folgen „Blood & Sinners“ mit 13 sowie „Marty Supreme“ und „Hamnet“ mit jeweils 11 Nennungen. Letzterer markiert zugleich einen historischen Moment: „Hamnet“ ist der bislang am häufigsten nominierte Film einer Regisseurin bei den BAFTAs. In der erweiterten Spitzengruppe rangieren außerdem „Frankenstein“ und „Sentimental Value“ mit je acht Nominierungen.
Bei den Verleihern liegt Warner Bros. Discovery mit 27 Nominierungen vorn – getragen vor allem von „One Battle After Another“ und „Blood & Sinners“. Universal Pictures und ihr Tochterlabel Focus Features folgt mit 24 Nennungen, gestützt durch die starke Resonanz auf „Hamnet“ und „Bugonia“. Netflix kommt auf 14 Nominierungen, darunter acht für Guillermo del Toros „Frankenstein“. Besondere Aufmerksamkeit gilt in diesem Jahr den Schauspielnominierungen. Chase Infiniti, die bei den Oscars überraschend leer ausgegangen war, erhält für „One Battle After Another“ eine Nominierung in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“. Leonardo DiCaprio, der im Film ihren Vater spielt, hatte nach dem Oscar-Flop gegenüber der Associated Press erklärt, Infiniti sei das „Herz und die Seele“ des Films. In derselben Kategorie konkurriert sie unter anderem mit Jessie Buckley für „Hamnet“, Emma Stone für „Bugonia“ und Renate Reinsve für „Sentimental Value“. Paul Mescal erhält für „Hamnet“ eine BAFTA-Nominierung, während Odessa A’Zion nach ihrem Durchbruch in „Marty Supreme“ ebenfalls berücksichtigt wird.
Emily Watson kehrt mit „Hamnet“ erstmals seit 25 Jahren in die BAFTA-Filmkategorien zurück. Jesse Plemons wird für „Bugonia“ nominiert, nachdem er bei den Oscars leer ausgegangen war. Auch der britische Independentfilm „I Swear“ sorgte für überraschend viele Nominierungen. Aus sechs Longlist-Platzierungen werden fünf Nominierungen, darunter eine für Hauptdarsteller Robert Aramayo. Aber auch Enttäuschungen bleiben nicht aus. „Wicked: Teil 2“, auf den Longlists noch stark vertreten, schafft es letztlich nur in die Kategorien „Bestes Kostümdesign“ sowie „Bestes Make-up und beste Frisuren“. Nach der kompletten Auslassung bei den Oscars setzt sich damit eine insgesamt enttäuschende Award-Saison fort. Vollständig leer geht zudem „Nürnberg“ aus, obwohl der Film mit Russell Crowe im Vorfeld mehrere realistische Chancen hatte. Als besonders auffällig gilt weiterhin das Fehlen von Wagner Moura, der bei den Oscars Geschichte als erster brasilianischer Schauspieler in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“ nominiert wurde.
Nachfolgend alle BAFTA-Nominierungen in der Übersicht:
In der Kategorie „Bester Film“:
„Hamnet“
„Marty Supreme“
„One Battle after Another“
„Sentimental Value“
„Blood & Sinners“
In der Kategorie „Bester britischer Film“:
„28 Years Later“
„The Ballad Of Wallis Island“
„Bridget Jones - Verrückt nach ihm“
„Die My Love“
„H Is For Hawk“
„Hamnet“
„I Swear“
„Mr Burton“
„Pillion“
„Steve“
In der Kategorie „Bestes Debüt eines britischen Drehbuchautors, Regisseurs oder Produzenten“:
„The Ceremony“
„My Father's Shadow“
„Pillion“
„A Want in Her“
„Wasteman“
In der Kategorie „Beste Regie“:
Chloé Zhao für „Hamnet“
Josh Safdie für „Marty Supreme“
Paul Thomas Anderson für „One Battle after Another“
Joachim Trier für „Sentimental Value“
Yorgos Lanthimos für „Bugonia“
In der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“:
Timothée Chalamet für „Marty Supreme“
Leonardo DiCaprio für „One Battle after Another“
Ethan Hawke für „Blue Moon“
Michael B. Jordan für „Blood & Sinners“
Jesse Plemons für „Bugonia“
Robert Aramayo für „I Swear“
In der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“:
Jessie Buckley für „Hamnet“
Rose Byrne für „If I Had Legs I'd Kick You“
Kate Hudson für „Song Sung Blue“
Renate Reinsve für „Sentimental Value“
Emma Stone für „Bugonia“
Chase Infiniti für „One Battle after Another“
In der Kategorie „Bester Nebendarsteller“:
Benicio Del Toro für „One Battle after Another“
Jacob Elordi für „Frankenstein“
Paul Mescal für „Hamnet“
Peter Mullan für „I Swear“
Sean Penn für „One Battle after Another“
Stellan Skarsgård für „Sentimental Value“
In der Kategorie „Beste Nebendarstellerin“:
Emily Watson für „Hamnet“
Inga Ibsdotter Lilleaas für „Sentimental Value“
Carey Mulligan für „The Ballad of Wallis Island“
Wunmi Mosaku für „Blood & Sinners“
Teyana Taylor für „One Battle after Another“
Odessa A'zion für „Marty Supreme“
In der Kategorie „Bestes Originaldrehbuch“:
Kirk Jones für „I Swear“
Kleber Mendonça Filho für „The Secret Agent“
Ronald Bronstein und Josh Safdie für „Marty Supreme“
Eskil Vogt und Joachim Trier für „Sentimental Value“
Ryan Coogler für „Blood & Sinners“
In der Kategorie „Bestes adaptiertes Drehbuch“:
Will Tracy für „Bugonia“
Harry Lighton für „Pillion“
Chloé Zhao und Maggie O'Farrell für „Hamnet“
Paul Thomas Anderson für „One Battle after Another“
Tom Basden und Tim Key für „Pillion“
In der Kategorie „Beste Kamera“:
Dan Laustsen für „Frankenstein“
Darius Khondji für „Marty Supreme“
Michael Bauman für „One Battle after Another“
Autumn Durald Arkapaw für „Blood & Sinners“
Adolpho Veloso für „Train Dreams“
In der Kategorie „Bestes Casting“:
Lauren Evans für „I Swear“
Jennifer Venditti für „Marty Supreme“
Cassandra Kulukundis für „One Battle after Another“
Yngvill Kolset Haga und Avy Kaufman für „Sentimental Value“
Francine Maisler für „Blood & Sinners“
In der Kategorie „Beste Filmmusik“:
Jerskin Fendrix für „Bugonia“
Alexandre Desplat für „Frankenstein“
Max Richter für „Hamnet“
Jonny Greenwood für „One Battle after Another“
Ludwig Goransson für „Blood & Sinners“
In der Kategorie „Bester Schnitt“:
Stephen Mirrione für „F1 - Der Film“
Kirk Baxter für „A House of Dynamite“
Ronald Bronstein und Josh Safdie für „Marty Supreme“
Andy Jurgensen für „One Battle after Another“
Michael P. Shawver für „Blood & Sinners“
In der Kategorie „Bester Dokumentarfilm“:
„2000 Meters To Andriivka“
„Apokalypse in den Tropen“
„Cover-Up“
„Mr. Nobody against Putin“
„The Perfect Neighbor – Ein Gesetz und seine Folgen“
In der Kategorie „Bester britischer Kurzfilm“:
„Magid / Zafar“
„Nostalgie“
„Terence“
„This Is Endometriosis“
„Welcome Home Freckles“
In der Kategorie „Bester britischer animierter Kurzfilm“:
„Two Black Boys in Paradise“
„Solstice“
„Cardboard“
In der Kategorie „Bester Animationsfilm“:
„Elio“
„Little Amélie or The Character of Rain“
„Zoomania 2“
In der Kategorie „Bester Kinder- und Familienfilm“:
„Zoomania 2“
„Lilo & Stitch“
„Arco“
„Boong“
In der Kategorie „Bestes Kostümdesign“:
Paul Tazewell für „Wicked: Teil 2“
Kate Hawley für „Frankenstein“
Malgosia Turzanska für „Hamnet“
Miyako Bellizzi für „Marty Supreme“
Ruth E. Carter für „Blood & Sinners“
In der Kategorie „Bestes Szenenbild“:
Tamara Deverell und Shane Vieau für „Frankenstein“
Fiona Crombie und Alice Felton für „Hamnet“
Jack Fisk und Adam Willis für „Marty Supreme“
Florencia Martin und Anthony Carlino für „One Battle after Another“
Hannah Beachler und Monique Champag für „Blood & Sinners“
In der Kategorie „Bestes Make-up und beste Frisuren“
Mike Hill, Jordan Samuel und Cliona Furey für „Frankenstein“
Nicole Stafford für „Hamnet“
Ken Diaz, Mike Fontaine und Shunika Terry für „Blood & Sinners“
Kyra Panchenko, Kay Georgiou und Mike Fontaine für „Marty Supreme“
Frances Hannon, Laura Blount, Mark Coulier und Sarah Nuth für „Wicked: Teil 2“
In der Kategorie „Bester Ton“
Gareth John, Al Nelson, Gwendolyn Yates Whittle, Gary A. Rizzo und Juan Peralta für „F1 - Der Film“
Greg Chapman, Nathan Robitaille, Nelson Ferreira, Christian Cooke and Brad Zoern für „Frankenstein“
José Antonio García, Christopher Scarabosio und Tony Villaflor für „One Battle after Another“
Chris Welcker, Benjamin A. Burtt, Felipe Pacheco, Brandon Proctor und Steve Boeddeker für „Blood & Sinners“
Glenn Freemantle, Mitch Low, Ben Barker, Howard Bargroff und Richard Spooner für „Warfare“
In der Kategorie „Beste visuelle Effekte“:
Joe Letteri, Richard Baneham, Eric Saindon und Daniel Barrett für „Avatar: Fire and Ash“
Ryan Tudhope, Nicolas Chevallier, Robert Harrington und Keith Dawson für „F1 - Der Film“
Dennis Berardi, Ayo Burgess, Ivan Busquets und José Granell für „Frankenstein“
Charlie Noble, David Zaretti, Russell Bowen und Brandon K. McLaughlin für „The Lost Bus“
Christian Mänz, Francois Lambert, Glen McIntosh und Terry Palmer für „Drachenzähmen leicht gemacht“
In der Kategorie „Bester nicht-englischsprachiger Film“:
„Ein Einfacher Unfall“ aus Frankreich
„The Secret Agent“ aus Brasilien
„Sentimental Value“ aus Norwegen
„Sirāt“ aus Spanien
„Die Stimme von Hind Rajab“ aus Tunesien
Publikumspreis – Bester Nachwuchsdarsteller (EE Rising Star Award):
Miles Caton
Chase Infiniti
Robert Aramayo
Archie Madekwe
Posy Sterling





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