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Nach Revival-Flop: Universal verpflichtet Publikumsmagnet Scarlett Johansson für neuen „Der Exorzist“-Film

  • Autorenbild: Toni Schindele
    Toni Schindele
  • 26. Nov. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Nach dem kommerziellen Scheitern von „Der Exorzist: Bekenntnis“ steht Universals millionenschweres Horror-Franchise vor einem kompletten Neustart. Nun ist klar, wer diesen Kurswechsel anführen soll: Scarlett Johansson.


Scarlett Johansson bei den Filmfestspielen von Cannes 2025 neben einem Szenenbild aus dem Horrorfilm „Der Exorzist: Bekenntnis“, das zwei besessene Mädchen am Boden zeigt.
Bildnachweis: (l) Harald Krichel, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons (r) © Universal Studios. All Rights Reserved.

Universal hatte 2021 für rund 400 Millionen US-Dollar die Rechte an der „Der Exorzist“-Reihe erworben, um ein neues Horror-Großprojekt aufzubauen. Doch der Auftakt „Der Exorzist: Bekenntnis“ verfehlte 2023 mit weltweiten Einnahmen von lediglich 137 Millionen US-Dollar die Erwartungen deutlich und stieß bei der Kritik weitgehend auf Ablehnung. Für Universal bedeutete dieser Misserfolg nicht nur ein verpatztes Revival, sondern auch den Kollaps der geplanten Trilogie, die bereits konzeptionell vorbereitet war. Gleichzeitig war klar, dass das Studio die Reihe nicht einfach aufgeben konnte. Der ökonomische Druck des Rechtepakets macht eine Fortführung nahezu zwingend, also entschied sich Universal für einen vollständigen Neustart – personell, erzählerisch und strategisch.


Mit der Verpflichtung von Mike Flanagan setzt Universal auf einen Filmemacher, der im Horror-Segment über Jahre verlässlich funktioniert und dem sowohl Publikum als auch Kritik große Genre-Kompetenz zuschreiben. Flanagan, bekannt für Produktionen wie „Spuk in Hill House“, „Midnight Mass“ oder „Doctor Sleeps Erwachen“, übernimmt beim kommenden „Der Exorzist“-Film sowohl Regie als auch Drehbuch. Doch der wohl bemerkenswerteste Impuls kommt nun aus einer unerwarteten Richtung: Scarlett Johansson wird die Hauptrolle übernehmen. Die 40-jährige Schauspielerin ist nicht nur eine der bekanntesten Persönlichkeiten Hollywoods – sie ist inzwischen auch die kommerziell erfolgreichste Filmschauspielerin an den Kinokassen. Dank ihrer Rollen in den Marvel-Filmen und zuletzt dem Blockbuster „Jurassic World: Die Wiedergeburt“ hat sie die Spitzenposition im Ranking der umsatzstärksten Schauspielenden übernommen.


Die Filme, in denen sie mitwirkte, haben insgesamt rund 14,8 Milliarden US-Dollar eingespielt und damit selbst Langzeit-Publikumsmagnete wie Samuel L. Jackson oder Robert Downey Jr. übertroffen. Besonders bemerkenswert ist, dass Johansson diesen Rekord mit lediglich 36 Filmen erreichte, während Jackson 71 brauchte. Wie es nun zur Besetzung im neuen „Der Exorzist“-Film kam, zeichnete US-Branchenmagazin Deadline mit Verweis auf studiointerne Quellen nach: Demnach sondierte Universal zunächst mehrere prominente Schauspielerinnen für die Rolle, bevor Johansson zusagte. Ausschlaggebend für die Entscheidung zugunsten von Scarlett Johansson war dem Bericht zufolge ihr jüngster Kinoerfolg: Denn mit ihrer Hauptrolle in „Jurassic World: Die Wiedergeburt“ hatte sie im vergangenen Sommer maßgeblich dazu beigetragen, die ebenfalls angeschlagene Blockbusterreihe der Dinos neu zu positionieren und ein globales Einspielergebnis von fast 869 Millionen US-Dollar zu erzielen.


Für Universal ist der kommende „Der Exorzist“-Film ein wesentlicher Baustein, um das kostspielige Rechtepaket wirtschaftlich zu stabilisieren. Was als eines der teuersten Fehlkalkulationen der jüngeren Studiogeschichte begann, hat nun mit der Kombination aus einer global etablierten Hauptdarstellerin, einem genreerfahrenen Regisseur und einem weiterhin kulturell stark verankerten Markentitel eine neue Ausgangslage. Horror gehört weltweit zu den wirtschaftlich stabilsten Kino-Genres, weshalb ein erfolgreich positionierter Neustart für das Studio eine hohe strategische Bedeutung hat. Ob die neue Ausrichtung das schwächelnde Franchise wieder festigt, wird insbesondere vom erzählerischen Kurs und der internationalen Marktdynamik abhängen. Fest steht jedoch: Mit Johansson und Flanagan stellt Universal das Projekt prominenter auf als beim letzten Versuch.

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