Nach sechs Wochen: „Vaterland“ knackt Marke von 500.000 Kinotickets

Paweł Pawlikowskis „Vaterland“ entwickelt sich zum Arthouse-Hit an den deutschen Kinokassen. Am sechsten Wochenende nach Kinostart hat das Historiendrama die Marke von 500.000 verkauften Tickets überschritten.

Seit seinem deutschen Kinostart am 3. September 2026 hat „Vaterland“ mehr als eine halbe Million Besucher erreicht. Besonders groß ist der Zuspruch im Arthouse-Segment: Nach Angaben der AG Kino entfielen mehr als 70 Prozent der verkauften Tickets auf Filmkunsttheater. Dort setzte sich Pawlikowskis Film früh an die Spitze der Arthouse-Kinocharts und hielt in den ersten fünf Auswertungswochen ununterbrochen den ersten Platz. Zuletzt war „Vaterland“ noch in mehr als 350 deutschen Kinos zu sehen. Das in Schwarzweiß gedrehte Historiendrama begleitet Schriftsteller Thomas Mann und seine Tochter Erika auf seiner ersten Reise nach Deutschland nach 16 Jahren im Exil. Im Sommer 1949 kehrt der Schriftsteller anlässlich von Goethes 200. Geburtstag zurück und reist nach Frankfurt am Main und Weimar.
Seine Besuche führen ihn damit zugleich durch ein Land, dessen politische Teilung immer deutlicher Gestalt annimmt. Hanns Zischler spielt Thomas Mann, Sandra Hüller dessen Tochter Erika. In weiteren Rollen sind unter anderem August Diehl, Devid Striesow und Milan Peschel zu sehen. Seine Weltpremiere feierte „Vaterland“ im Mai im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes, wo Pawlikowski für seine Inszenierung den Regiepreis erhielt. Das deutsche Publikum bekam den Film anschließend erstmals beim Filmfest München zu sehen, bevor er Anfang September regulär in die Kinos kam. Für Polen ist „Vaterland“ als Beitrag für den Oscar für den besten internationalen Film eingereicht. An den Publikumserfolg in Deutschland konnte der Film in den polnischen Kinos bislang allerdings nicht anknüpfen.





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