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Preisverleihung beim 44. FOFS – Festival of Future Storytellers: Diese Filme überzeugten die Jurys

  • Autorenbild: Toni Schindele
    Toni Schindele
  • 22. Nov. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Einen Tag vor seinem offiziellen Abschluss hat das 44. FOFS – Festival of Future Storytellers eine erste Bilanz gezogen und am Freitagabend alle Preise vergeben. Welche Filme aus dem international kuratierten Kurzfilmprogramm haben sich durchgesetzt?


Gruppenfoto der Preisträger des 44. FOFS – Festival of Future Storytellers: Sechs ausgezeichnete Filmschaffende stehen vor einer Festivalwand und halten ihre Zertifikate,
Bildnachweis: © Ronny Heine / Festival of Future Storytellers

Das FOFS präsentierte in diesem Jahr ein breites Spektrum an Kurzfilmproduktionen: Insgesamt 92 Arbeiten aus 40 Ländern liefen in 35 kuratierten Programmen, ergänzt durch Talks, Werkstätten und thematische Labs. Bis Freitag verzeichneten die Spielstätten der HFF München und das Theatiner Filmkunst mehr als 5.000 Besuche – ein deutlicher Anstieg von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Festival war in zwei zentrale Wettbewerbssektionen gegliedert, flankiert von der Remixes-Reihe und Out-of-Competition-Beiträgen. Der Internationale Wettbewerb bildete erneut den Schwerpunkt: Zehn Programme führten unterschiedlichste Spiel-, Dokumentar-, Animations- und Hybridformate zusammen. Insgesamt gingen 68 Filme aus 30 Ländern in den beiden Wettbewerben an den Start, während der DACH-Wettbewerb fünf Hochschulprogramme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigte. Offene Werkstätten sowie Labs zu KI-Entwicklung, XR, Festivalstrategien oder Smartphone-Videografie erweiterten das Rahmenangebot.


Schon vor seinem offiziellen Ende am 22. November 2025 wurden nun alle Preise des 44. FOFS – Festival of Future Storytellers vergeben. Im Internationalen Wettbewerb erhielt „Critical Condition“ von Mila Zhluktenko den von Adobe gestifteten Hauptpreis. Die Jury aus Nelly Ben Hayoun-Stépanian, Linda Venturini und Anna Roller begründete ihre Entscheidung damit, dass der Film „durch seine konsequente Beobachtung und seine präzise formale Umsetzung eine außergewöhnlich klare Haltung entwickelt“. Die Jury sprach zudem zwei lobende Erwähnungen aus – an „Comme des Cowboys“ von Julia Sadowska und an „Bimo“ von Oumnia Hanader. Im DACH-Wettbewerb ging der VFF Young Talent Award an „Our Name Is Foreigner“ von Selin Besili. Die Jury um Jenna Hasse, Mattias Fabian und Magdalena Laubisch hob hervor, der Film setze „mit großer Präzision ein Thema von hoher gesellschaftlicher Relevanz in eine prägnante filmische Form um“. Eine lobende Erwähnung ging an „Mother Is a Natural Sinner“ von Hoda Taheri und Boris Hadžija.


Der Audience Award, für den 2.789 Stimmen abgegeben wurden, ging an „Death's Peak“ von Willy Fair. Der ARRI Rental Dokumentarfilmpreis wurde an „Echoes Beyond the Horizon“ von Marienne Louise vergeben. Die Jury betonte die „stringente dokumentarische Handschrift und die außergewöhnliche visuelle Kohärenz“. Lobende Erwähnungen gingen an „Rezbotanik“ und „Mom Dances“. Der Preis für Beste Animation ging an „Hunting“ von Lea Favre. Die Jury würdigte „die präzise grafische Gestaltung und den überzeugenden erzählerischen Rhythmus“. Special Mentions erhielten „Death's Peak“ und „Life Is Like That and Not Otherwise.“ von Lenia Friedrich. Für das beste Drehbuch im DACH-Wettbewerb wurde Reza Rasouli für „Night of Passage“ ausgezeichnet. Der Student Camera Award ging an Nico Schrenk für die Bildgestaltung in „Skin on Skin“. Der QMS Award für den besten queeren Kurzfilm ging an „Amos, Vogel“ von Iñaki S.G. Miranda. Eine Special Mention wurde an „Whoever Deserves It, Will Be Immortal“ vergeben.


Der Wolfgang-Längsfeld-Preis für den „Most Unique Film“ ging an „Our Name Is Foreigner“. Die Jury hob hervor, der Film sei „formal eigenständig und thematisch von großer Klarheit“. Der ARTE-Kurzfilmpreis ging an „Me and You and Smoke“ von Rachel Shiloach. ARTE erwirbt die Broadcastrechte und plant die Ausstrahlung im Magazin „Kurzschluss“. Festivaldirektor Christoph Gröner und die künstlerische Leiterin Julia Weigl zogen ein positives Fazit. In ihrem gemeinsamen Statement erklärten sie: „Wir freuen uns, dass das neue Konzept des Festivals so gut aufgegangen ist – der Dialog der Künste ebenso wie der Zuspruch des Münchner Publikums. Vielfältiges Storytelling hat Zukunft und wir tragen unseren Teil dazu bei. Unseren zahlreichen Partnern und Preisstiftern danken wir, dass auch sie die Zukunft der jungen Filmschaffenden so positiv mitgestalten.“ Die Festivalleitung verwies zugleich auf die Bedeutung der offenen Formate, die gesamte Woche über stark frequentiert wurden. Die Lounge im Foyer der HFF München fungierte als zentraler Treffpunkt für Studierende, Filmschaffende und Gäste aus dem In- und Ausland.

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