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Wegen homosexueller Figur: Saudi-Arabien und Ägypten verbieten „Doctor Strange 2“...

Nach dem 2016 erschienenen „Doctor Strange“ kommt am 4. Mai 2022 endlich das neue Kinoabenteuer mit Dr. Stephen Strange „Doctor Strange and the Multiverse of Madness“ in die Lichtspielhäuser, jedoch nicht in alle Länder: Denn die Länder Saudi-Arabien und Ägypten werden den Film nicht zeigen, doch woran liegt das?


Bildnachweis: Disney


Der Vorverkauf auf das neue Marvel-Spektakel ist international gestartet und es fiel bereits vor Tagen auf, dass in zwei Nationen keine Tickets vorverkauft werden. Grund war, dass im Film die Schauspielerin Xochitl Gomez mit America Chavez eine homosexuelle Rolle verkörpert. Da Homosexualität in Saudi-Arabien verboten ist und sogar zu einer Todesstrafe führen kann, entschied sich der Staat, den Film nicht auszustrahlen. Auch Ägypten zeigt den Film aus diesem Grunde nicht. Doch dies war nicht das erste Mal, dass Länder einen Marvel-Film wegen gezeigter Homosexualität nicht zeigen wollten.


Am 3. November 2021 erschien der neue Marvel-Film „Eternals“ in den deutschen Kinos. Doch nicht in allen Ländern, denn fünf Staaten verweigerten das Zeigen des MCU-Films. So haben die Staaten Katar, Saudi-Arabien, Oman, Kuwait und Bahrain „Eternals“ für ihre Lichtspielhäuser verboten.


Ein Grund für die Entscheidung war der in „Eternals“ dargestellte erste homosexuelle Superheld des Marvel Cinematic Universe, der von Brian Tyree verkörperte „Phatos“. Doch es ist davon auszugehen, dass dies nicht der einzige Grund für das Verbot des Films ist, denn nicht nur in diesen Staaten ist die Homosexualität verboten. In den Vereinigten Arabisches Emiraten, Ägypten und Jordanien wurde so zwar die intime Szene zwischen „Phatos“ und seinem Mann aus dem Film entfernt, doch ganz allgemein wurden auch heterosexuelle intime Szenen nicht gezeigt. Doch die Staaten Katar, Saudi-Arabien, Oman, Kuwait und Bahrain wollten nicht nur dies, sondern viel härtere Änderungen durch die dortigen Zensur-Behörden vornehmen. Filmverleih Disney stimmte dem jedoch nicht zu, und so entschieden sich die Staaten gegen das Zeigen des Films.


Bildnachweis: © Marvel


Ein weiterer Punkt ist nämlich die Darstellung der Schöpfungsgeschichte: So erzählte der Film von den mächtigen Wesen „Celestials, die für die Schöpfung allen Lebens und somit auch der Schöpfung des Menschen verantwortlich sind. In einigen Ländern stößt dieser Handlungsstrang stark auf und wie „Deadline“ berichtete, wird dies als Blasphemie gesehen...


Aber auch erst vor kurzem, wurde ein großer Blockbuster-Film wegen Homosexualität in China zensiert. So das am 7. April 2022 endlich erschienene neue Kinoabenteuer „Phantastische Tierwesen: Dumbledores Geheimnisse“ aus der magischen Welt.


Der dritte Film beleuchtete, wie es bereits der Titel andeutete, mehr von Dumbledores Vergangenheit und deren Geheimnissen. Und zur Vergangenheit von Albus Dumbledore gehört auch seine enge und zwiespältige Beziehung zu Gellert Grindelwald. Während dies im zweiten Film noch bloße Andeutung blieb und davon gesprochen wurde, dass sie sich wie Brüder nahestanden, begann der dritte Film direkt damit, dass Dumbledore von seiner Liebe zu Grindelwald erzählte. In China wurde dieser Moment sehr kritisch gesehen und kurzerhand zensiert. So wurde der Film für die chinesischen Kinos zensiert, da man keine Homosexualität zulassen wolle. So wurden all die Szenen, in denen Albus Dumbledore über seine Liebe zu Gellert Grindelwald sprach einfach gestrichen. So wurde zum Beispiel die gleich zum Beginn getätigte Aussage Dumbledores „weil ich dich geliebt habe“ herausgenommen. Später im Film, wurde dann zum zweiten Mal eine Aussage herausgestrichen. So nahm man nämlich aus dem Gespräch zwischen Newt Scamender und Albus Dumbledore die folgende Aussage heraus: „Der Sommer, in dem Gellert und ich uns verliebt haben".


Bildnachweis: IMAGO / Picturelux


Das hinter dem Film stehende Studio Warner Bros. gab dieser Zensur statt, und gab in einem Statement an, dass durch die Kürzung der Geist des Filmes nicht verloren ginge. Es sei ihnen wichtig, dass „das Publikum auf der ganzen Welt diesen Film sieht und genießt“, auch wenn mit den „geringfügigen Änderungen“.


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